Überzahlungen von Riester-Verträgen

Wenn im Laufe eines Kalenderjahres mehr als der staatlich geförderte Höchstbetrag von 2.100 € abzüglich Zulagen auf einen Riester-Vertrag einzahlt wird, werden die ungeförderten Beiträge wie Einzahlungen auf eine private Rentenversicherung oder Lebensversicherung behandelt. Nach Ablauf von 12 Jahren und einem Mindestalter von 60 Jahren des Anlegers bei Auflösung/Fälligkeit werden die Erträge lediglich mit dem halben persönlichen Steuersatz in die Veranlagung einbezogen. Für ungeförderte Beiträge gibt es im Übrigen keine Einschränkungen hinsichtlich der Verwendung, d.h., auch eine komplette Einmalauszahlung ist insoweit möglich. Entsprechendes gilt für Kalenderjahre, in denen der Anleger nicht zum geförderten Personenkreis der Riester-Rente gehört. In diesen Fällen stellt sich ein Riester-Vertrag insoweit wie eine konventionelle private Rentenversicherung (klassisch oder als Fondspolice) dar. Es gibt somit zwar keinen Schutzmechanismus vor Zugriffen Dritter (z.B. wg. Hartz IV), davon abgesehen genießt man dennoch bei planmäßigem Verlauf den Riester-Kapitalschutz (Garantie für die eingezahlten Beiträge zum Laufzeitende).

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