Alles wissenswerte zum Ratenkredit

In diesem Blog wollen wir Ihnen einige wichtige Dinge zusammenfassen, die Sie über Ratenkredite wissen sollten, bevor Sie einen Ratenkredit abschließen.

Mit einem Ratenkredit wird einer Privatperson ein Darlehen über einen bestimmten Geldbetrag gewährt. Dieser Betrag ist dann in gleichbleibenden monatlichen Raten mit einem vorher festgelegten Zinssatz zurückzuzahlen.

Der Kredit kann zum Beispiel zum Kauf eines Autos, von Möbeln oder einer Urlaubsreise verwendet werden. Der Ratenkredit kann auch zur Aufstockung eines bestehenden Kredites und zur Umschuldung genutzt werden. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts werden derartige Kredite an Privatpersonen angeboten. Der Ratenkredit zählt zu der gebräuchlichsten Kreditart und kann sich in einem Rahmen von 1.000,00 € bis 75.000,00 € bewegen. Die Laufzeit beträgt bis zu 84 Monate, in manchen Fällen sogar bis zu 120 Monate.

Der Ratenkredit ist in den meisten Fällen ein standardisiertes Bankprodukt für Privatkunden und wird meistens als Blankodarlehen herausgelegt. Das bedeutet, der Kredit wird ohne die Stellung von Sicherheiten vergeben. Als Sicherheit im Vertrag wird lediglich eine Lohn- und Gehaltsabtretung vereinbart. Sollte die Bonität des Kreditnehmers nicht ausreichen, kann eine Bürgschaft gefordert werden. Geht es bei der Kreditaufnahme um die Finanzierung eines Kraftfahrzeuges, dann ist es üblich, eine Sicherheitsübereignung des Autos vorzunehmen. Auf diese Vorgehensweise wird mittlerweile jedoch verzichtet, um die standardisierte und effektive Bearbeitung zu gewährleisten.

Wie bereits erwähnt, wird die Rückzahlung des Kredites in gleichen Monatsraten vorgenommen. Die Raten enthalten die Kredittilgung, die Zinsen und evtl. auch die Gebühren des Kreditgebers. Anders als bei einer Baufinanzierung sind die Zinsen für den Ratenkredit höher aber auch oftmals niedriger als bei einem Dispositionskredit. Die monatliche Kreditrate enthält bei einem Ratenkredit den Zinsanteil für 30 Tage. Sollte zwischen der Kreditauszahlung und dem Termin für die erste Rate mehr als ein Monat liegen, müssen die anteiligen Zinsen ermittelt und zu der ersten Rate hinzugefügt werden. Diese anteiligen Zinsen werden Anlaufzinsen genannt.

Die Bearbeitungsgebühr kann einmalig bis zu 3% der Kreditsumme betragen. Weitere Kosten kann der Abschluss einer Restschuldversicherung verursachen, die mit dem Ratenkreditvertrag angeboten wird.

Um zwischen den verschiedenen Anbietern von Krediten einfacher vergleichen zu können, ist die Angabe des Effektivzinssatzes erforderlich. Jeder Kredit wird bei der Schufa eingetragen. Möchte der Darlehensnehmer den Kredit kündigen, so muss er diesen mit einer Frist von 3 Monaten machen. Der Kredit kann innerhalb der ersten sechs Monate nach Auszahlung gekündigt werden. Unter diesem Sachverhalt fällt dann auch keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Aber es kann sein, dass die Bank die Bearbeitungsgebühr zurückhält, denn sie ist nicht verpflichtet, diese zurückzuzahlen. Auch darf von der Bank eine angemessene Gebühr für die Bearbeitung der Kündigung berechnet werden.

Bei der Kündigung eines Kredites durch die Bank gibt es bestimmte Bedingungen, an die eine Kündigung geknüpft ist. So muss der Darlehensnehmer mit mindestens zwei aufeinander folgenden Raten ganz oder teilweise im Verzug sein und die Ratenrückstände betragen dabei mindestens 10 % (bei einer Laufzeit von bis zu drei Jahren) oder 5 % (bei einer Laufzeit von mehr als drei Jahren) des Nennbetrages des Darlehens und die Bank muss in der dritten Mahnung die Kreditkündigung unter Einhaltung einer zweiwöchigen Frist und mit Verweis auf die Folgen androhen.

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