Baufinanzierung

Wenn es um die Finanzierung eines Eigenheims geht, nimmt man meist eine Baufinanzierung in Anspruch. Es gibt hierfür eine ganze Reihe an Produkten, die sich individuell an die Bedürfnisse des Bauherrn anpassen. Eine Baufinanzierung ist immer sehr individuell und wird je nach Bedarf zugeschnitten. Um die für sich beste Finanzierung zu finden, muss man sich gründlich informieren und auch mit den ganzen Fachbegriffen auskennen. Wie findet man heraus, welche Finanzierung die günstigste ist? Wie lange sollte eine Finanzierung laufen? Was für Nebenkosten fallen an? Das alles sind Punkte, die im Vorwege geklärt werden sollten. Nur dann kann man verhindern, eine falsche Entscheidung zu treffen und dann für eine sehr lange Zeit zu viel zu zahlen und am Ende keine rechte Freude an seinem Eigenheim zu haben.

So gibt es Begriffe wie Nominal- und Effektivzins. Was versteht man darunter? Mit dem Nominalzinssatz meint man den Zinssatz, mit dem der Darlehensbetrag zu verzinsen ist. Er bestimmt die Höhe der laufenden Zinsraten, gibt aber keine Auskunft über die tatsächliche Belastung aus dem Kredit. Der Effektivzins, oder auch effektive Jahreszinssatz, gibt Auskunft über die jährlichen und auf die nominale Kredithöhe bezogenen Kosten des Darlehens. Man gibt ihn in Prozent der Auszahlung an. Es gibt Kredite, bei denen sich der Zinssatz oder andere preisbestimmende Faktoren während der Laufzeit ändern können. Dann wird er als anfänglicher effektiver Jahreszins bezeichnet. Der Effektivzinssatz setzt sich im Wesentlichen aus dem Nominalzinssatz, dem Disagio (Auszahlungskurs), der Tilgung und der Zinsfestbeschreibung zusammen. Ob ein Darlehensangebot günstiger ist als ein anderes, erkennt man daher nicht am Nominalzins sondern am Effektivzins.

Wie lange wird die Baufinanzierung laufen? In der Regel laufen diese Finanzierungen über einen Zeitraum von 10 bis 30 Jahren. In Einzelfällen können sie auch länger dauern. Bestimmt wird die Laufzeit einer Baufinanzierung durch die Höhe der Tilgung und die ersparten Zinsen. Man kann sagen, je höher der Tilgungssatz ist, desto höher sind auch die ersparten Zinsen, die im Rahmen der jeweiligen Annuität gezahlt werden, oder durch die höhere Tilgung nicht gezahlt werden müssen. Hat man bei seiner Baufinanzierung die Möglichkeit von Sondertilgungen vereinbart, kann die Laufzeit durch die Zahlung dieser noch weiter gesenkt werden. Wer eine Baufinanzierung mit einem variablen Zins abgeschlossen hat, hat das Recht, eine Sondertilgung jederzeit mit einer dreimonatigen Frist (Teilkündigung des entsprechenden Darlehnsteils) vorzunehmen. Wer bei seinem Darlehen eine Zinsbindungsfrist bis zu 10 Jahren vereinbart hat, kann eine Sondertilgung nur dann vornehmen, wenn dies ausdrücklich vertraglich geregelt wurde. Bei einer Zinsfestschreibung von mehr als 10 Jahren, ist eine Sondertilgung nach Ablauf von 10 Jahren aufgrund einer Teilkündigung immer mit einer 6-monatigen Kündigungsfrist möglich.

Was für Nebenkosten fallen für den Kreditnehmer an? Als erstes sei die Grunderwerbssteuer genannt. Sie beträgt 3,5 % des Kaufpreises. Kauft man sein Objekt über einen Makler, fallen auch dafür Gebühren an. Sie belaufen sich auch auf 3,5 % und sind meistens vom Käufer zu tragen. Als drittes kommen die Gebühren für den Notar hinzu. Sie schlagen mit einem 1 % des Kaufpreises zu Buche.

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