Förderdarlehen für Unternehmen

Ein Förderdarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen, das als ergänzendes Mittel zur Förderung von Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Es wird häufig in Verbindung mit anderen Förderarten kombiniert. Die Aufnahme eines Förder-darlehens bietet dem Unternehmer Kapital zu günstigen Zinsen sowie günstige Konditionen für langfristige Finanzierungen. Der Kredit kann auch sofort getilgt werden, ohne dass es zu Zusatzkosten kommt. Kredite werden für vier Förderanlässe vergeben, das Hauptgewicht liegt jedoch in den Bereichen der Mittelstands- und Personenförderung.

Man kann ein öffentliches Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Bei manchen Darlehen ist das Kapital an einen der beiden Bereiche gebunden, andere gehen davon aus, dass die Investition auch für Betriebsmittel verwendet werden können. Weiterhin gibt es Darlehen mit und ohne Verwendungsnachweis.

Es gibt Investitionsdarlehen, Betriebsmitteldarlehen, Investitionsdarlehen zur Betriebsmittelfinanzierung und eine Kombination mit Ausfallbürgschaften. Für die Schaffung von Anlagevermögen und die Finanzierung der Teile des Umlauf-vermögen werden Investitionsdarlehen gewährt. Mit diesem Darlehen werden meistens mittelständische Unternehmen unterstützt.

Das Investitionsdarlehen ist die mit Abstand einfachste Form der Förderung. Es ist ca. 1,5 Prozent p. a. günstiger als das übliche Bankdarlehen. Sie werden aber banküblich besichert. Dass der Unternehmer ein Investitionsdarlehen bevorzugt, liegt allein an dem Zinspreis und der Rückzahlungskondition. Die Laufzeit dieses Förderdarlehens kann bis zu 30 Jahre betragen, ebenso sind endfällige Darlehen bis 20 Jahre möglich.

Möchte man ein Förderdarlehen aufnehmen, um ausreichend Geld für die im Rahmen des laufenden Geschäftsprozesses benötigten Finanzmittel zu haben, wird man ein Betriebsmitteldarlehen in Anspruch nehmen. Mit diesem Kredit wird ein Teil des Umlaufvermögens finanziert. Zum Umlaufvermögen gehören zum Beispiel das Warenlager im Umlauf, die nur zum Teil fertiggestellten Leistungen oder die Forderungen. Ein Betriebsmitteldarlehen kann Laufzeiten bis zu sechs Jahren haben und müssen in diesem Zeitraum getilgt werden. Die Zinskonditionen liegen bei diesem Darlehen bis zu drei Prozent p. a. unterhalb der Kontokorrentkonditionen.

Als ein Darlehen ohne Verwendungsnachweis wird das Investitionsdarlehen zur Betriebsmittelfinanzierung angesehen. Sie haben insofern einen Investitionskredit- charakter. Die Gründe der Investition unterscheiden sich darin, dass sie zum Beispiel für die Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden. Bei einer Laufzeit von meist bis zu zehn Jahren und einer tilgungsfreien Anlaufzeit sind sie sehr günstig. Sie liegen nicht selten deutlich unter dem Marktzins. Durch die Einsparung der Zinszahlung gegenüber einem Kontokorrentkredit kann ein großer Teil der Tilgung aus dieser Ersparnis aufgebracht werden. Ebenso wenig muss ein Verwendungs- nachweis aufgeführt werden. Daher können diese Darlehen auch zur Finanzierung der Kapitalbindung in Strukturen des Unternehmens eingesetzt werden.

Die vierte Form eines Förderdarlehens ist das Darlehen in Kombination mit Ausfallbürg- schaften Bei ihnen kann sich die Ausfallbürgschaft mit einem separaten Antrag auf 50 bis 80 Prozent des jeweiligen Kreditbetrages belaufen. Dieses Darlehen kann auch mit integrierter Ausfallbürgschaft, einer sogenannten Haftungsfreistellung, vergeben werden. Die finanzierende Bank wird dabei anteilig von der Haftung gegenüber dem Förderinstitut befreit. So eine Haftungsfreistellung kann sich von 40 bis 100 Prozent, je nach Förderdarlehen, belaufen.

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