Rentenversicherung

Mit einem bestimmten Anteil vom Lohn oder Gehalt wird in die Rentenversicherung des Landes eingezahlt. Hat man sein Rentenalter erreicht und kann sein Arbeitsleben beenden und in den Ruhestand gehen, beantragt man dann seine Rente, um den Lebensunterhalt zu sichern. Die gesetzliche Rentenversicherung wird einem dann einen monatlichen Betrag auszahlen. Seine Höhe ist von der Einzahlung in die Rentenversicherung abhängig. Ein weiterer ausschlaggebender Punkt für die Höhe der monatlichen Rente ist weiterhin, wie viele Leute zu diesem Zeitpunkt arbeiten und in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Neben der gesetzlichen gibt es in Deutschland auch die private Rentenversicherung. Durch die Wandlung in unserer Gesellschaft ist absehbar, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht mehr ausreicht, um den gewohnten Lebensstandard im Alter beizubehalten. Daher ist bei vielen die Einsicht gestiegen, selber für das Alter vorsorgen zu müssen. Für bereits sehr viele in unserer Gesellschaft ist der alte Grundsatz „Safety first“ wieder in den Vordergrund gerückt. Durch Aktiencrashs und die Wirtschaftskrise ist das Bedürfnis nach Sicherheit gestiegen. Daher erlebt der Klassiker der Altersvorsorge ein Comeback. Knapp 50 Prozent der Neugeschäfte in der Versicherungsbranche machen die privaten Rentenversicherungen aus. Die Rentenpolice gehört zu der Gruppe der Lebensversicherungen, nur wird mit ihr nicht das Risiko des frühen Todes versichert, sondern das Risiko des Alters.

Die private Rentenversicherung ist im Normalfall darauf ausgelegt, dem Kunden im Alter jeden Monat einen bestimmten Geldbetrag auszuzahlen, sein Leben lang. Doch kann man bei vielen Gesellschaften inzwischen wählen, ob man eine lebenslange Rente möchte oder das angesparte Geld auf einen Schlag erhalten möchte. Durch diese Flexibilität der Varianten kann der Versicherte zeitnah entscheiden, ob er lieber regelmäßig Geld für die Haushaltskasse haben möchte oder doch den Gesamtbetrag wählt, um damit eine Investition zu tätigen.

Die private Rentenversicherung bietet gegenüber dem Aktien- oder Investmentfond einen Vorteil. Der Versicherte erhält eine ungefähre Vorstellung davon, wie viel Geld ihm im Alter ausgezahlt wird. Man erhält durch seinen Versicherer eine Garantie auf zumindest einen Teil der Auszahlung oder laufenden Rente. Wird die Rente im Ruhestand ausgezahlt, kommt der Vorteil des niedrigeren Steuersatzes hinzu. Die ausgezahlte Rente ist zwar steuerpflichtig, die Steuersätze sind bei Ruheständlern allerdings niedriger als zu Berufszeiten.

Um den richtigen Anbieter für seine Altersvorsorge auszuwählen, sollte man sich nicht vorschnell entscheiden. Rentenpolicen sind nicht zum Nulltarif zu haben, doch können die Kosten der Versicherer sich sehr unterscheiden. So läuft man Gefahr, eine nur mäßig Rendite zu erhalten. Es kann vorkommen, dass man bei gleicher Beitragsleistung trotzdem nur 50 Prozent der ausgeschütteten Summen ausgezahlt bekommt. Es macht also Sinn, genau zu prüfen, welchen Versicherer man mit seiner Altersvorsorge beauftragt.

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