Archiv für September 2010

Prolongation

Dienstag, 28. September 2010

Die Prolongation (= Verlängerung) einer Finanzierung steht an, wenn diese vormals befristet wurde oder wenn die zwischen Kreditinstitut und Kreditnehmer vereinbarte Zinsbindungsfrist endet.
Die Verlängerung befristeter Kredite betrifft in aller Regel Dispositionskredite auf dem Girokonto, bisweilen auch eingeräumte Kreditüberschreitungen oder Kontoüberziehungen. Da es sich hierbei um außerordentlich teure Kredite handelt, drängt es sich in diesem Falle auf, anstelle einer Prolongation eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit vorzunehmen.
Eine Verlängerung von Darlehen zum Auslauf der vereinbarten Festzinsbindungsfrist hingegen wird auch als Anschlussfinanzierung bezeichnet. Sie ermöglicht dem Kunden gegebenenfalls auch, ein günstigeres Angebot eines anderen Kreditinstituts anzunehmen und eine Ablösung der Restvaluta des Darlehens in die Wege zu leiten, ohne dass hierfür eine Vorfälligkeitsentschädigung anfiele. Den klassischen Fall einer langfristigen Darlehensaufnahme mit zwischenzeitlichen Prolongationen stellt eine Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung dar.

Ist Bauen noch zeitgemäß in der Krise?

Dienstag, 28. September 2010

Die Entscheidung zum Kauf oder Bau des eigenen Hauses hat sich nicht nur in damaliger Zeit als besonders schlau herausgestellt. Die hohen Verluste oder bescheidenen Gewinne von Geldanlegern können dem Hausbesitzer nichts ausmachen. Gerade in der Finanzkrise gehörte der Immobilienbesitzer zu den klaren Gewinnern. Doch der Weg zum eigenen Heim kann oft sehr lang sein. Neben der Finanzierung gilt es noch viele weitere Punkte abzuarbeiten, die Zeit und oft auch Nerven kosten können. Man kann zwischen so vielen Hausmodellen wählen, die sich in der Bauweise, Form oder der Energiebilanz erheblich voneinander unterscheiden. Da muss man Prioritäten setzen und wissen, was man will. Und auch die Wünsche des Partners sollten bei der Entscheidung nicht zu kurz kommen. Wie auch immer, bei der Auswahl hat der Bauherr ganz klar die Qual der Wahl.

Hausanbieter haben dafür verschiedene Konzepte geschaffen. Sie sollen je nach Wahl dem Lebensmuster des Bauherrn nahekommen, so dass dieser sich in den eigenen vier Wänden wiederfindet. Im besten Fall soll das Haus passen wie „eine zweite Haut“, dabei Raum für die vielfältigen Bedürfnisse der Bewohner lassen und das bei einem individuellen Stil. Heute mehr als in früheren Jahren wird viel Wert auf eine gesundes und umweltbewusstes Wohnen gelegt. Dies mag auch nicht verwundern, wenn man weiß, dass der Mitteleuropäer durchschnittlich 90 % seiner Zeit in geschlossenen Räumen verbringt. Daher werden heutzutage alte Rohstoffe und Materialien wieder interessant und es gibt viele neue Materialien und Anwendungen. Der Dämmstoff aus nachwachsenden Rohstoffen ist dabei von großer Bedeutung. Neben den hervorragenden Dämmeigenschaften, die viel Energie einzusparen vermögen, bieten sie zudem noch ein gesundes Raumklima.

Das eigene Haus zu bauen, ist für viele der Lebenstraum schlechthin. Man verbindet damit viele positive Aspekte. So kann man im eigenen Garten entspannen, man schafft sich und seinen Lieben mehr Raum und man erhält die Freiheit, in den eigenen vier Wänden frei zu walten und zu gestalten. Man macht sich unabhängig von den ständig steigenden Mieten und auch der Vermieter spielt dann keine Rolle mehr. Der Bau des Eigenheims bietet also in vielerlei Hinsicht recht attraktive Perspektiven.

Um die Kosten für die Baufinanzierung etwas senken zu können, bringen viele Bauherrn ihre Eigenleistung mit ein. Mit dieser Muskelhypothek kann man sparen, vorausgesetzt, man ist handwerklich geschickt und hat auch neben seinem Beruf ausreichend Zeit. Durch den Kauf eines Ausbauhauses erhält der Bauherr die Möglichkeit, viele Arbeiten selber durchzuführen. Manche Hausanbieter kooperieren dabei mit Baumärkten. Dort erhält man dann fertige Ausbaupakete, die genau für das Haus zugeschnitten sind. Je nach Bauabschnitt enthalten diese Pakete die Materialien, die gerade benötigt werden. Geht es zum Beispiel um die Tapezierarbeiten, findet man in so einem Paket neben den Tapeten noch Malerweiß, Tapetenkleister und Tiefengrund. Dies ist ein großer Vorteil, denn das spart Zeit und Geld.

Ratenkredit für spontanen Kaufwunsch

Dienstag, 28. September 2010

Wer unerwartet kurzfristig Geld benötigt oder sich einen spontanen Kaufwunsch erfüllen möchte, dafür aber keine Rücklagen zur Verfügung hat, kann durch die Aufnahme eines Ratenkredites unkompliziert und schnell liquide werden. In der Regel wird der Ratenkredit ohne viel Aufwand vergeben, die Voraussetzung dabei ist lediglich, dass der Kreditnehmer die entsprechende Bonität aufweist. Durch das Abfragen der Bonität stellt der Kreditgeber fest, ob und wie der Kreditnehmer in der Lage ist, das geliehene Geld zurückzuzahlen. Der Ratenkredit gilt als der klassische Kredit. Mit ihm erhält der Kreditnehmer eine gewisse Summe zu vorher festgesetzten Konditionen. Nachdem der Kreditnehmer die Kreditsumme erhalten hat, muss er diese zuzüglich der Zinsen und eventueller Bearbeitungsgebühren in monatlich gleichbleibenden Raten innerhalb einer festgelegten Laufzeit zurückzahlen.

Bei einem Ratenkredit ist man nicht an einen bestimmten Verwendungszweck des Geldes gebunden. Man kann frei über den Kredit verfügen. So ermöglicht er dem Kreditnehmer die Verwirklichung seines Kaufwunschs relativ einfach und ohne viel Aufwand. Der spontane Urlaub oder die neue Zimmereinrichtung, eine neue Garderobe, diese Anschaffungen werden möglich, ohne vorher dafür gespart zu haben. Die Höhe des Kredites kann sich von 2.000,00 bis auf 30.000,00 Euro belaufen. Wie viel man erhält, hängt von der finanziellen Situation ab. Ein Ratenkredit läuft meist nicht länger als 72 Monate. Teilt man die gesamte Finanzierungssumme durch die gewünschte Laufzeit, weiß man, ob man die Ratenhöhe leisten kann. Bei einer eher längeren Finanzierung über die volle mögliche Laufzeit, sollte sichergestellt sein, dass der Kreditnehmer langfristig gesehen über ein sicheres Einkommen verfügt. Hat man ein Arbeitsverhältnis gerade erst begonnen und befindet sich daher noch in der Probezeit, wird eventuell nur unter erschwerten Bedingungen einen Kreditgeber finden. Das Gleiche gilt für ein befristetes Arbeitsverhältnis. Der Kreditgeber wird versucht sein, die Laufzeit dahingehend anzupassen.

Um einen Kredit zu erhalten, legt man in der Regel die letzten drei Gehaltsabrechnungen vor. Dadurch kann sich der Kreditgeber sicher sein, dass sein Kunde über ein geregeltes Einkommen verfügt und wie hoch das Nettoeinkommen ist. Anhand von Eckdaten wird berechnet, wie viel freies Kapital dem Kreditgeber zur Verfügung steht, um einen Kredit abzahlen zu können. Man setzt eine bestimmte Pauschale für Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Lebensunterhalt an, nach Abzug dieser Kosten ergibt sich der zur Verfügung stehende Betrag, mit dem der Kredit abgetragen werden kann. Ratenzahlungen sind dabei schon ab 50,00 Euro monatlich möglich. Nach oben ist der Rate entsprechend des Einkommens keine Grenze gesetzt.

Es gibt auf dem Finanzmarkt sehr viele Kreditgeber. Man kann bei den Finanzinstituten in seiner Stadt Angebote einholen oder aber auch über das Internet. Aufgrund der vielen Mitbewerber findet man eine Vielzahl an, manchmal vermeintlichen, günstigen Angeboten. Oftmals ist das ausgeschriebene Angebot dann doch nicht so günstig wie auf dem ersten Blick. Das kann ganz einfach an dem Effektivzins liegen. Zu dem beworbenen Zinssatz kommen für die Bereitstellung des Geldes noch Nebenkosten dazu. Diese Kosten werden zu der Kreditsumme hinzugerechnet und daraus ergibt sich der effektive Jahreszins. Um ein Angebot mit einem anderen zu vergleichen, sollte man also auch den Effektivzins beachten.

Baufinanzierung

Dienstag, 28. September 2010

Um sich den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen zu können, nimmt man eine Baufinanzierung in Anspruch. Sie bietet einem günstigere Zinsen als der klassische Ratenkredit und wird individuell an die persönliche finanzielle Situation angepasst. Erhält man Geld aus einer Baufinanzierung, so kann man dieses nicht frei verwenden. Der Kredit ist objekt- und zweckgebunden. Er kann also nur für die zu erwerbende Immobilie eingesetzt werden. Man kann mit dem Geld allerdings eine bestimmte Immobilie kaufen, bauen, sanieren, umbauen oder eine Umfinanzierung bzw. Umschuldung vornehmen. Der Kredit wird nicht nur für den Kauf einer Immobilie vergeben, sondern vielmehr auch für andere Investitionen, die dieses Objekt betreffen. Der Zweck ist dem Kreditgeber mitzuteilen.

Eine Baufinanzierung schließt man nicht mal schnell ab und vor allem löst man eine Baufinanzierung in der Regel nicht so schnell ab. Diese Finanzierung ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Daher nimmt sie einen großen Einfluss auf die künftige Lebensplanung. Immerhin stellt man damit die Weichen für die Zukunft, also sollte man sich schon sehr sicher sein, bevor man einen Vertrag abschließt. Damit es am Ende kein böses Erwachen gibt und der Abtrag auch bei unerwarteten Engpässen geleistet werden kann, ist es notwendig, das eigene Budget genau unter die Lupe zu nehmen. Man sollte seine monatlichen Ausgaben den Einnahmen gegenüberstellen. So erhält man eine Aussage darüber, wie viel Geld man für eine Rate aufwenden kann. Und wenn man dies berechnet hat, weiß man auch sehr schnell, wie viel Haus man sich leisten kann. Anhand von Baufinanzierungsrechnern im Internet kann man unter Eingabe der möglichen Rate ausrechnen lassen, wie viel Kredit man erwarten kann. Dann kann man sich auch konkret nach einem passenden Objekt umschauen. Es macht keinen Sinn, dies vorher zu machen. Die Enttäuschung mag im Nachhinein zu groß sein, wenn man erfahren muss, dass man bereits mit einem Haus geliebäugelt hat, das man sich dann gar nicht leisten kann. Neben der Suche nach dem passenden Haus muss auch ein passender Finanzierungspartner gefunden werden. Man wird in der Regel auch nicht gleich beim ersten abschließen, sondern sich mehrere Angebote einholen. Diese gilt es dann zu vergleichen, bis man das Beste für sich ausgemacht hat. Doch nach welchen Kriterien findet man das günstigste Angebot?

Einerseits kann man für den Vergleich von Angeboten wiederum einen Baufinanzierungsrechner in Anspruch nehmen. In diesem Fall wertet der Angebotsvergleichsrechner die vorliegenden Angebote für einen aus. Andererseits kann man auch selber anhand einer Punkte relativ schnell erkennen, ob man ein gutes oder nicht so gutes Angebot vorliegen hat. Es wird häufig mit einem sehr niedrigen Nominalzinssatz geworben. Doch sagt dieser Zinssatz längst noch nicht alles darüber aus, ob die Finanzierung günstig ist. Es ist sinnvoll, auch immer auf den Effektivzins zu achten, denn neben der finanzierten Kaufsumme und den Zinsen fallen noch Nebenkosten an. Diese bestimmen den Effektivzins. Und gerade bei den Nebenkosten kann man sparen. Wer zum Beispiel Angebote über das Internet einholt, kann bares Geld sparen. In der Regel sind die Nebenkosten einer Internetfiliale geringer, als beim Geldinstitut um die Ecke. Das liegt alleine schon an den geringeren Verwaltungsgebühren der Internetfilialen. Und diese geringeren Kosten werden von diesen auch in Form von günstigeren Zinsen weitergegeben. So kann man bei den Bearbeitungsgebühren, dem Agio und Disagio sowie Provisionen einen geldwerten Vorteil erlangen, heißt, der Effektivzins fällt in der Regel geringer aus.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Dienstag, 28. September 2010

Kann man durch einen Unfall oder eine Krankheit seinen Beruf nicht mehr ausüben, gibt einem die Berufsunfähigkeitsversicherung umfassenden Schutz. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist heutzutage im Grunde eine unerlässliche Versicherung.

Anhand von Statistiken zeigt sich die Notwendigkeit zum Abschluss einer Berufsun- fähigkeitsversicherung. Es gibt in Deutschland eine nicht unerhebliche Anzahl an Frührentnern, die durch Krankheit oder einem Unfall arbeitsunfähig sind. Krankheiten, die zu einer Berufsunfähigkeit führen können, sind da unter anderem Herz- und Kreislauferkrankungen, orthopädische Erkrankungen, Tumorerkrankungen, innere Krankheiten und auch psychische Leiden. Der Anteil der Unfälle ist bei den Versicherungsfällen geringer.

Innerhalb der deutschen Sozialversicherungen erhalten Erkrankte nur einen dürftigen Basisschutz. So zahlt die Sozialversicherung bei Berufsunfähigkeit ca. 27 Prozent, wird man erwerbsunfähig erhält man 40 Prozent des Bruttoeinkommens. Hat man allerdings weniger als 5 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt, erhält man überhaupt keine Leistung.

Daraus ergibt sich für die Versicherten ein nicht zu unterschätzendes Privatrisiko, das nur mit einer fundierten Eigenvorsorge und durch den Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung gemindert werden kann. Die private Berufsunfähig- keitsversicherung bietet Schutz bei Berufs- sowie bei Erwerbsunfähigkeit.

Die Höhe der Prämien berechnet sich nach der Gefahrenstufe des ausgeübten Berufes. Führt ein Beschäftigter besonders harte, körperliche Tätigkeiten aus, wie ein Zimmerer oder Tiefbauer, werden die Beiträge für diese Berufsgruppe höher sein, als wie für Kaufleute oder Ärzte. Ihr Berufsrisiko ist geringer. Ein weiterer Unterschied bei der Höhe der Prämien findet sich zwischen Männern und Frauen. Bei Männern ist eine günstigere Kalkulation möglich, denn laut Statistik sind Frauen einem größerem Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Man gelangt in den Status der Berufsunfähigkeit, wenn man aus gesundheitlichen Gründen für einen vorausgesagten Zeitraum zwischen einem halben und drei Jahren seinen bislang ausgeübten Beruf nicht mehr weiterhin ausüben kann. Dabei ist es unerheblich, ob er außerhalb seines Berufes noch eine andere Tätigkeit ausüben kann. Vielmehr entscheidet man danach, ob er mindestens zu 50 Prozent nicht mehr in seinem versicherten Beruf tätig sein kann.

Tritt bei dem Versicherten die Berufsunfähigkeit zum ersten Mal auf, sollte er diese umgehend der Berufsunfähigkeitsversicherung melden. Er muss dann anhand von Unterlagen darstellen, welche Ursache für die Berufsunfähigkeit verantwortlich ist. Es ist eine detaillierte Angabe des Versicherten über die Tätigkeit sowie das zum Eintritt der Berufsunfähigkeit erlangte Einkommen abzugeben. Er muss sich vom Arzt die Ursachen, den Beginn, die Art, den Verlauf und die voraussichtliche Dauer sowie den Grad der Berufsunfähigkeit oder bzw. das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit bescheinigen lassen.

Unfallversicherung

Dienstag, 28. September 2010

Mit einer Unfallversicherung erhält der Versicherte Schutz im Falle einer Verletzung oder gar einer Invalidität. Er kann durch die Versicherung nicht nur finanziellen Schutz erlangen, die Versicherung übernimmt ebenso die Kosten einer Heilbehandlung sowie des Arbeitsausfalls. Wir unterscheiden in Deutschland zwischen der privaten und der gesetzlichen Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Bestandteil unserer Sozialversicherung. In ihr sind in erster Linie Arbeitnehmer, Schüler, Auszubildende und Landwirte versichert. Der Arbeitgeber als Mitglied der jeweiligen Unfallkasse übernimmt die Kosten für diese Versicherung und es gibt weiterhin ein jährliches Umlageverfahren. Für die genannten Gruppen ist die Unfallversicherung eine Pflichtversicherung, Selbstständige und Freiberufler haben die Möglichkeit, über freiwillige Beiträge den Versicherungsschutz zu erhalten.

Es kommt zu einer Leistung, wenn auf dem Weg zur Arbeit eine Wegeunfall passiert oder auch bei einer anerkannten Berufskrankheit. Ebenso sind Arbeitsunfälle während der Arbeitszeit versichert. In diesen Fällen werden die Kosten der Wiederherstellung der Gesundheit von der Versicherung übernommen. Zu den Kosten gehören die Arzt- und Rehabilitationskosten, der Lohnersatz- oder eventuelle Entschädigungsleistungen. Sollten Heil- und Hilfsmittel benötigt werden, eine Haushaltshilfe oder Kosten einer häuslichen Krankenpflege, werden auch diese Leistungen von der Versicherung abgedeckt.

Bei der privaten Unfallversicherung verhält es sich gegensätzlich. Die Policen leisten über die Arbeits- und Wegefälle hinaus in allen Lebenslagen. Da die meisten Unfälle laut Statistik im Haushalt oder in der Freizeit geschehen, ist diese private Unfallversicherung für eigentlich jeden Menschen wichtig. Bei der privaten Unfallversicherung ist es nicht ausschlaggebend, in welcher Situation oder aus welchem Grund der Unfall geschehen ist, sie trägt die im Vertrag benannte Kapitalleistung oder übernimmt die Unfallrente.

Man kann sich bei Abschluss der Versicherung aussuchen, ob man eine Einmalzahlung oder monatliche Beträge zahlen möchte. Die Beitragshöhe ergibt sich aus dem Geschlecht und dem Alter bei Abschluss. Übt man ein risikobehaftetes Hobby aus oder birgt der Beruf erhöhte Gefahren, so kann dies zu einer Erhöhung des Beitragssatzes führen. Tarife können weiterhin der individuellen Lebenssituation angepasst werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, einen Vertrag abzuschließen, bei dem man am Ende der Laufzeit eine Rückzahlung der Beiträge erhält.

Ein weiterer Unterschied zu der gesetzlichen Unfallversicherung sei noch genannt, denn die private Unfallversicherung übernimmt nicht nur Heil- und Behandlungskosten, sondern sie trägt im Versicherungsfall ebenso Bergungskosten, kosmetische Operationen oder auch das Krankenhaustagegeld. Letztlich kann auf Wunsch auch eine Todesfallleistung mit eingeschlossen werden oder es werden Verletzungen an bestimmten Gliedern abgesichert.

Förderdarlehen für Unternehmen

Montag, 27. September 2010

Ein Förderdarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen, das als ergänzendes Mittel zur Förderung von Unternehmen zur Verfügung gestellt wird. Es wird häufig in Verbindung mit anderen Förderarten kombiniert. Die Aufnahme eines Förder-darlehens bietet dem Unternehmer Kapital zu günstigen Zinsen sowie günstige Konditionen für langfristige Finanzierungen. Der Kredit kann auch sofort getilgt werden, ohne dass es zu Zusatzkosten kommt. Kredite werden für vier Förderanlässe vergeben, das Hauptgewicht liegt jedoch in den Bereichen der Mittelstands- und Personenförderung.

Man kann ein öffentliches Darlehen für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Bei manchen Darlehen ist das Kapital an einen der beiden Bereiche gebunden, andere gehen davon aus, dass die Investition auch für Betriebsmittel verwendet werden können. Weiterhin gibt es Darlehen mit und ohne Verwendungsnachweis.

Es gibt Investitionsdarlehen, Betriebsmitteldarlehen, Investitionsdarlehen zur Betriebsmittelfinanzierung und eine Kombination mit Ausfallbürgschaften. Für die Schaffung von Anlagevermögen und die Finanzierung der Teile des Umlauf-vermögen werden Investitionsdarlehen gewährt. Mit diesem Darlehen werden meistens mittelständische Unternehmen unterstützt.

Das Investitionsdarlehen ist die mit Abstand einfachste Form der Förderung. Es ist ca. 1,5 Prozent p. a. günstiger als das übliche Bankdarlehen. Sie werden aber banküblich besichert. Dass der Unternehmer ein Investitionsdarlehen bevorzugt, liegt allein an dem Zinspreis und der Rückzahlungskondition. Die Laufzeit dieses Förderdarlehens kann bis zu 30 Jahre betragen, ebenso sind endfällige Darlehen bis 20 Jahre möglich.

Möchte man ein Förderdarlehen aufnehmen, um ausreichend Geld für die im Rahmen des laufenden Geschäftsprozesses benötigten Finanzmittel zu haben, wird man ein Betriebsmitteldarlehen in Anspruch nehmen. Mit diesem Kredit wird ein Teil des Umlaufvermögens finanziert. Zum Umlaufvermögen gehören zum Beispiel das Warenlager im Umlauf, die nur zum Teil fertiggestellten Leistungen oder die Forderungen. Ein Betriebsmitteldarlehen kann Laufzeiten bis zu sechs Jahren haben und müssen in diesem Zeitraum getilgt werden. Die Zinskonditionen liegen bei diesem Darlehen bis zu drei Prozent p. a. unterhalb der Kontokorrentkonditionen.

Als ein Darlehen ohne Verwendungsnachweis wird das Investitionsdarlehen zur Betriebsmittelfinanzierung angesehen. Sie haben insofern einen Investitionskredit- charakter. Die Gründe der Investition unterscheiden sich darin, dass sie zum Beispiel für die Schaffung von Arbeitsplätzen verwendet werden. Bei einer Laufzeit von meist bis zu zehn Jahren und einer tilgungsfreien Anlaufzeit sind sie sehr günstig. Sie liegen nicht selten deutlich unter dem Marktzins. Durch die Einsparung der Zinszahlung gegenüber einem Kontokorrentkredit kann ein großer Teil der Tilgung aus dieser Ersparnis aufgebracht werden. Ebenso wenig muss ein Verwendungs- nachweis aufgeführt werden. Daher können diese Darlehen auch zur Finanzierung der Kapitalbindung in Strukturen des Unternehmens eingesetzt werden.

Die vierte Form eines Förderdarlehens ist das Darlehen in Kombination mit Ausfallbürg- schaften Bei ihnen kann sich die Ausfallbürgschaft mit einem separaten Antrag auf 50 bis 80 Prozent des jeweiligen Kreditbetrages belaufen. Dieses Darlehen kann auch mit integrierter Ausfallbürgschaft, einer sogenannten Haftungsfreistellung, vergeben werden. Die finanzierende Bank wird dabei anteilig von der Haftung gegenüber dem Förderinstitut befreit. So eine Haftungsfreistellung kann sich von 40 bis 100 Prozent, je nach Förderdarlehen, belaufen.

Krankenversicherung

Montag, 27. September 2010

In Deutschland gibt es zwei Arten der Krankenversicherung, die gesetzliche (GKV) und die private (PKV). Sie kann und muss als die wichtigste aller Versicherungen angesehen werden, da sie den Patienten vor allem vor hohen Behandlungskosten schützt. Hat man keine Krankenversicherung können einem die Kosten für eine Behandlung im Krankheitsfall in den wirtschaftlichen Ruin führen. Daher ist die Krankenversicherung eine sehr wichtige und sinnvolle Versicherung. Ihre Leistung umfasst nicht nur die finanzielle Absicherung der ärztlichen Behandlungen, sie sichert den Krankenhausaufenthalt genauso wie die Versorgung mit Arzneimitteln. Für welche Krankenversicherung man sich entscheidet, hängt davon ab, was dem Versicherten als eine angemessene Krankenversorgung erscheint und auch von seinen finanziellen Möglichkeiten.

Das Prinzip der Krankenversicherung geht schon zurück bis ins Mittelalter. Früher wurde die Patientenpflege von Klöstern und religiösen Gemeinschaften sowie Ritterorden übernommen. An die Anfänge der Krankenfürsorge erinnern noch heute die Johanniter- und der Malteser-Orden.

Zu einer Pflichtversicherung für bestimmte Bevölkerungsschichten wurde die Krankenversicherung dann ab 1883. Der Reichskanzler Otto von Bismarck führte die staatlich organisierte Sozialversicherung 1881 ein, um die arbeitenden Bevölkerung zu entlasten. Der wichtigste Zweig, die gesetzliche Krankenversicherung der Arbeiter, trat am 15. Juni 1883 in Kraft. Und auch ab der Zeit traten bereits private Krankenversicherer in Erscheinung. Sie richteten ihre Angebote auf das Klientel, das vom Gesetz her nicht versicherungspflichtig war.

Man kann heutzutage in die private Krankenversicherung eintreten, wenn man selbstständig ist oder über der gültigen Beitragsbemessungsgrenze liegt. Der Versicherungsnehmer muss sich in diesen Fällen allerdings nicht privat krankenversichern, er kann ebenso als freiwillig Versicherter bei der gesetzlichen Krankenkasse bleiben. Seit Anfang 2002 können Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen zu jeder Zeit mit einer Frist von acht Wochen zum Monatsende kündigen. Sie sind dann für die nächsten 18 Monate an die neue Krankenkasse gebunden. Diese Bindung entfällt, sobald diese Kasse ihre Beiträge erhöht.

Die Erhöhung der Beiträge fand in den letzten Jahren bei vielen Kassen statt. Die Überlastung der Krankenkassen ist absehbar und bei vielen entsteht der Wunsch, sich neben der herkömmlichen Absicherung noch privat gegen Lebensrisiken abzusichern. Aus Angst vor der Unterversorgung durch die gesetzlichen Kranken- kassen entsteht daher bei vielen gesetzlich Versicherten die Überlegung, zu einer privaten Krankenkasse zu wechseln.

Hat man zu einer privaten Krankenversicherung gewechselt, muss man solange bei ihr versichert bleiben, bis man evtl. den Arbeitsplatz wechselt oder unter die Beitrags- bemessungsgrenze fällt. Der Wechsel innerhalb der privaten Krankenversicherer ist jederzeit mit der allgemein gültigen Kündigungsfrist möglich.

Kreditgeber und Kreditnehmer

Montag, 27. September 2010

Vergibt ein Kreditgeber einen Kredit an einen Kreditnehmer, so vertraut er darauf, dass dieser ihm das geliehene Geld auch wieder zurückzahlt. Dass es bei der Vergabe von Krediten auch um Vertrauen geht, sagt das Wort „Kredit“ an sich schon aus. Kredit ist von dem lateinischen Wort „credere“ abgeleitet worden, was „glauben und vertrauen“ heißt. Auch wenn der Kreditgeber die Bonität des Kreditnehmers im Vorwege geprüft hat, so weiß er deshalb dennoch nie sicher, ob der Kreditnehmer ihm gegenüber auch wahre Angaben gemacht hat und willens ist, das Geld zurückzuzahlen. Das muss der Kreditgeber ihm zunächst einmal glauben und darauf vertrauen. Für die Vergabe des Geldes fallen Zinsen an. Der Kreditgeber erhebt dies als Entschädigung dafür, dass er das Geld für eine bestimmte Zeit selber nicht zur Verfügung hat und es daher nicht anlegen/nutzen kann. Weiterhin können Bearbeitungsgebühren und weitere Nebenkosten anfallen, wie zum Beispiel Abschlussgebühren, Provision oder Versicherungen wie eine Restschuld- oder Risikolebensversicherung. Diese Kosten nebst Zinsen werden zu der ausgezahlten Kreditsumme hinzugerechnet. Der Kreditnehmer zahlt dann je nach Vereinbarung den Gesamtkredit in gleichbleibenden Raten innerhalb eines festgelegten Zeitraums zurück. Einen Kredit nimmt man in der Regel in Anspruch, wenn einem das notwendige Kapital für eine Anschaffung oder Ähnliches nicht zur Verfügung steht. Man kann mit ihm finanzielle Engpässe überbrücken oder sich Wünsche erfüllen, für die das Eigenkapital fehlt.

Mit einem Kredit kann man sich viele verschiedene Wünsche erfüllen. Und so vielfältig die Wünsche des einzelnen sein können, so vielfältig sind auch die Kreditangebote. Es gibt sie klassisch als Ratenkredit oder auch schon zugeschnitten für den besonderen Wunsch. So kann man beim Autohändler direkt einen Kredit für die Autofinanzierung abschließen, oder man kauft über einen Katalog eine komplett neue Garderobe und begleicht diese direkt über eine Ratenzahlung beim Anbieter. Fast jedes größere Geschäft bietet seinen Kunden die Möglichkeit der Abzahlung per Kredit an, in vielen Fällen auch zinsfrei und zudem bei einer Zahlungspause von bis zu einem halben oder sogar einem Jahr. Ob man von diesen verlockenden Angeboten als Kunde profitieren kann, hängt dabei allerdings von der Bonität ab. Der Kreditgeber wird entweder über die Schufa eine Auskunft einholen, um sich abzusichern oder bei Wegfall der Schufa-Auskunft zumindest einen Gehaltsnachweis der letzten drei Monate fordern.

Zu den Krediten gehören auch die langfristigen Darlehen wie zum Beispiel die Bau- oder Immobilienfinanzierungen. Sie sind im Vergleich zum „normalen“ Ratenkredit sehr individuell, auf Langfristigkeit ausgelegt und bietet günstigere Zinskonditionen. Die Verwendung des Geldes steht dem Kreditnehmer bei diesen Krediten nicht frei. Sie dürfen nur für die zu finanzierende Immobilie eingesetzt werden. Sehr individuell sind diese Kredite daher, weil sie sich perfekt an die persönliche finanzielle Situation des Kreditnehmers anpassen. Eine solche langfristige Finanzierung ist daher kein Produkt von der Stange wie es bei den Kleinkrediten eher der Fall ist. Hier können die Laufzeiten, der Zahlungsrhythmus des Abtrages (monatlich/vierteljährlich…), die Tilgung oder auch die Möglichkeit von Sondertilgungen gesondert vereinbart werden.

Baufinanzierung

Montag, 27. September 2010

Eine günstige Baufinanzierung eröffnet einem die Möglichkeit, die eigenen vier Wände zu erstehen. Die Baufinanzierung bietet im Vergleich zum klassischen Klein- oder Ratenkredit viel günstigere Zinsen. Das liegt unter anderem daran, dass diese Art der Finanzierung für den Kreditgeber die mit dem geringsten Forderungsausfallrisiko darstellt. Wer eine Immobilie erwirbt, schafft sich in der Regel ein werthöheres Gut an. Der Kreditgeber lässt sich zur Absicherung des Kredites mit in das Grundbuch eintragen. Kommt es zu einer langfristigen Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers, steht es dem Kreditgeber frei, sich an dem Objekt schadlos zu halten. Er kann es dann zum Beispiel zur Zwangsversteigerung freigeben oder die Zwangsverwaltung anordnen. Aufgrund dieser Sicherheitenstellung kommen die günstigen Zinsen für die Finanzierung zustande. Ein weiterer Grund ist auch die Langfristigkeit der Baufinanzierung. Der Kreditgeber erhält über eine sehr lange Zeit eine gute Verzinsung seines ausgegebenen Kapitals.

Eine Baufinanzierung ist objekt- und zweckgebunden. Auch dies macht den Unterschied zu dem klassischen Ratenkredit aus. Dabei kann das Fremdkapital nicht nur für den Kauf eines Objektes verwendet werden, auch die Renovierung, Sanierung, Modernisierung oder eine Umfinanzierung ist mit einer Baufinanzierung möglich. Vor der Vergabe des Kredites wird die persönliche finanzielle Situation erörtert. Da diese bei jedem anders ist, passt sich die Finanzierung individuell an die Gegebenheiten an. Es gibt also keine Baufinanzierung von der Stange.

Betrachtet man die Laufzeiten einer Baufinanzierung, wird einem schnell bewusst, dass man mit ihr eine langfristige Bindung eingeht. Man kann zwischen Laufzeiten von 10 bis zu 30 Jahren wählen. In sehr seltenen Fällen kann die Finanzierung auch länger laufen. Auf jeden Fall sind mit der Baufinanzierung die Weichen für die Zukunft gestellt. Daher sollte man sich im Vorwege ausführlich informieren und seine finanziellen Möglichkeiten unbedingt realistisch einschätzen. Zu schnell kann es sonst ein „böses Erwachen“ geben, wenn man falsch kalkuliert hat und dann den Abtrag nicht mehr leisten kann. Da selbst ein halber Prozentpunkt schon eine Menge ausmacht, muss man mehrere Angebote einholen und diese miteinander vergleichen. Wer hier Zeit investiert, hat gut in seine Zukunft investiert. Hat man seine Hausaufgaben gemacht, seine Einnahmen- und Ausgabensituation genau aufgelistet und mehrere Angebote verglichen, kann mit der Wahl der richtigen Finanzierung einen wichtigen Grundstock für seine Altersvorsorge legen. Da der Kauf einer Immobilie oftmals für die Absicherung im Alter verwendet wird, sollte auch die Laufzeit so ausgelegt sein, dass man im günstigsten Fall vor Erreichen des Rentenalters mit der Abzahlung fertig ist. Durch den Wegfall des Hausabtrages hat man dann mehr Geld für den Lebensunterhalt und die Freizeitgestaltung.

Um ein günstiges Angebot zu erkennen, kann man zum Beispiel einen Angebotsvergleichsrechner aus dem Internet in Anspruch nehmen. Anhand der vorliegenden Angebote wertet dieser Rechner diese für einen aus. Das spart viel Zeit und man erhält schnell eine aussagekräftige Antwort. Man kann aber auch schon selber anhand einiger Punkte relativ schnell und einfach erkenne, ob man ein gutes oder nicht so gutes Angebot vorliegen hat. Es wird häufig mit einem sehr niedrigen Nominalzinssatz geworben. Doch sagt dieser Zinssatz längst noch nicht alles darüber aus, ob die Finanzierung günstig ist. Es ist sinnvoll, auch immer auf den Effektivzins zu achten, denn neben der finanzierten Kaufsumme und den Zinsen fallen noch Nebenkosten an. Diese bestimmen den Effektivzins. Und gerade bei den Nebenkosten kann man sparen.