Baufinanzierung für Kauf, Neubau oder Umbau/Sanierung

Eine Baufinanzierung wird für den Kauf, Neubau, Umbau, Sanierung oder Modernisierung einer Immobilie vergeben. Man kann mit einer Baufinanzierung eine Immobilie, die man schon finanziert hat, umfinanzieren und auch der Kauf eines Baugrundstücks ist mit Baufinanzierungen möglich. Bevor man eine so langfristige Finanzierung wie die Baufinanzierung abschließt, sollte man allerdings auf einige Punkte Acht geben. Denn wenn man erst einmal unterschrieben hat, kann man eine Fehlentscheidung nicht so ohne weitere finanzielle Einbußen rückgängig machen. Es kommt daher also immer darauf an, dass man sich für das richtige Objekt entschieden hat und auch die Baufinanzierung passt und günstig ist.

Der Weg zur Finanzierung des Eigenheims erfolgt über mehrere Schritte. Es beginnt mit der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben, am besten auf monatlicher Basis. Einnahmen können neben dem Nettoeinkommen auch Kindergeld, Unterhaltszahlungen, Renten oder Aktieneinnahmen sein. Zu den Ausgaben zählen jährlich anfallende Beiträge für Versicherungen, Kfz-Steuer sowie evtl. Jahresbeiträge für Vereine. Der monatliche Anteil muss hier berechnet werden. Nach Abzug der Ausgaben von den Einkünften und zuzüglich der bisherigen Nettokaltmiete erhält man den Betrag, der einem für den Abtrag der Baufinanzierung zur Verfügung steht. Betrug die Nettokaltmiete zum Beispiel 600 Euro und man hat berechnet, dass man 250 Euro Überschuss hat, kann man 850 Euro für die Kreditrate aufbringen. Die Rechnung muss für jeden Bauherren ganz persönlich aufgehen. Vergessen sollte man bei seiner Berechnung zum Beispiel nicht, dass man die Nebenkosten mit einbeziehen muss. Wird nur der reine Hausabtrag der Bruttomiete gegenübergestellt, geht die Rechnung nicht auf. Schließlich hat man auch als Eigentümer die Kosten für Müllentsorgung, Strom, Wasser und Gas und noch manches mehr zu tragen. Der Kaufinteressent sollte also konkret seinen eigenen Finanzspielraum sorgfältig durchrechnen.

Um Kosten zu senken, kann man Eigenleistung mit einbringen. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn es um den Neu- oder Umbau einer Immobilie geht. Man nennt diese Eigenleistung auch häufig Muskelhypothek und sie kann einen Anteil von bis zu 5% der Kaufsumme ausmachen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Bauherr seine handwerklichen Fähigkeiten sehr realistisch einschätzt. Sonst kann es sein, dass Nachbesserungen dazu führen, dass der Bau plötzlich doch um einiges teurer wird. Auch unbedingt vermeiden sollte man, dass es zu einer Nachfinanzierung kommt. Diese Gelder sind in der Regel um einiges teurer als die ursprüngliche Baufinanzierung.

Hat man aber seine Hausaufgaben gemacht, die richtige Finanzierung gefunden und sich damit den Traum von den eigenen vier Wänden verwirklicht, erhält man mit dem Grundbucheintrag ein sicheres Wertpapier. Eine Immobilie ist eine sehr gute Wertanlage, da man in einen Sachwert investiert. Mit einem Haus erhält man etwas „Handfestes“ und die richtige Baufinanzierung ebnet einem den Weg zum Hausbesitz. Durch günstige Zinsen, besondere Konditionen und auch durch die Vergabe günstiger Fördergelder vom Staat muss der Traum vom Eigenheim nicht nur den Besserverdienern vorbehalten bleiben. Diese sehr individuelle Finanzierung macht den Immobilienkauf für fast jedermann möglich.

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