Baugeld

Baugeld meint nichts anderes als das Geld, dass der Bauherr von einem Kreditgeber für den Bau, Umbau, Kauf oder die Sanierung einer Immobilie erhält. Baugeld ist das Geld, dass mittels einer Baufinanzierung zur Verfügung gestellt wird.

Baugeld erhält man von Banken, Bausparkassen, Versicherungen oder auch von unabhängigen Finanzpartnern. Auch vom Staat gibt es günstiges Baugeld. Er möchte mit der Vergabe von günstigen Baukrediten auch denjenigen den Erwerb von Hauseigentum ermöglichen, die nicht über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen verfügen. Gerade Familien mit vielen Kindern können sich so den Traum von den eigenen vier Wänden doch noch erfüllen. Wer energiebewusst baut, saniert oder modernisiert, erhält ebenso Förderkredite vom Staat. Gefördert werden Wärmedämmung jeglicher Art, Photovoltaik- und Solaranlagen. Die günstigen Kredite werden in der Regel bei der Hausbank beantragt, ausgezahlt werden die Gelder dann von der KfW, Bank für Wiederaufbau. Wer hier einen Teil seines Fremdkapitals erhält, kann sich über günstige Zinsen freuen. In manchen Fällen reicht die alleinige Finanzierung mit staatlichen Fördergeldern, in anderen können diese Fördergelder mit in die Baufinanzierung einbezogen werden. Dieses kann zu einer deutlichen Verringerung der Gesamtbelastung führen.

Wer umweltbewusst baut , wird auf jeden Fall von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau „belohnt“. Besonders lohnenswert ist der Bau eines Passiv- oder Energiesparhauses. Häuser, die nicht mehr als 40 KWH/m² verbrauchen, werden mit günstigen Konditionen finanziert. So zahlt man zum Beispiel für eine Hypothek über maximal 50.000 Euro bei zehnjähriger Zinsbindung und Laufzeit zur Zeit nur 0,9% effektiven Jahreszins. Bauherren, die Häuser sanieren, die vor 1984 errichtet wurden, können sich ebenso über günstige Zins- und Kreditkonditionen bei der KfW freuen. So kann man auf eine maximale Unterstützung von bis zu 50.000 Euro hoffen, wenn man eine moderne Heizungsanlage installiert und gleichzeitig die Außenwände gemäß der WDVS dämmen lässt. Bei solchen Projekten liegen die Zinsen je nach Laufzeit zwischen 1,0 und 1,3 Prozent. Weiterhin kann man auch unabhängig vom Alter der Immobilie günstige Kredite von der KfW erhalten. Unterstützt werden Öko-Plus-Maßnahmen, wie zum Beispiel der Austausch von alten Brennern oder die Montage von gut isolierten Fenstern. Für Öko-Plus-Maßnahmen kann man Kredite mit Zinssätzen ab 1,71 Prozent erhalten.

Bevor die Entscheidung zum Kauf des Eigenheims geht, sollte man auf jeden Fall immer die eigenen Finanzen gründlich prüfen. Ehrlichkeit sich selber und seinen finanziellen Möglichkeiten gegenüber ist dabei unbedingt erforderlich. Auf keinen Fall sollte man sich die finanzielle Situation „schön rechnen“. Es gilt, an alle anfallenden Nebenkosten zu denken, die im Laufe eines Jahres anfallen. Ist die Finanzierung dennoch etwas zu hoch, bleibt unter anderem noch der Weg, im Bekannten- oder Verwandtenkreis nach zusätzlichem Kapital zu fragen. Über den Weg eines Privatkredites kann man so günstiger an Geld kommen und durch dieses zusätzliche Eigenkapital wird die Finanzierung günstiger ausfallen. Oder vielleicht ist der Arbeitgeber bereit, ein günstiges Darlehen zur Unterstützung des Immobilienkaufs zu geben. Derartige Arbeitgeberdarlehen können oftmals jedoch nur in größeren Unternehmen ausgezahlt werden. Ein kleinerer Betrieb wird sich so eine Finanzierung kaum leisten können.

War es vor einiger Zeit noch üblich, eine Finanzierung über die Hausbank abzuschließen, so zeichnet sich heute schon ein Trend dahingehend ab, sich Angebote für Baugeld über das Internet einzuholen. Man findet im Internet mittlerweile sehr viele Anbieter und in einigen Fällen kann das Darlehen einer Internetfiliale günstiger sein. Dies mag an den geringeren Verwaltungskosten der Internetanbieter liegen. Die niedrigeren Kosten werden dann in Form von geringeren Zinsen direkt an die Kunden weitergegeben.

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