Baufinanzierung 2011

Um den Kauf einer Immobilie zu finanzieren, nimmt man in der Regel eine Baufinanzierung in Anspruch. Denn wer ein Haus bauen oder kaufen möchte, verfügt meistens nicht über so viel Eigenkapital, dass er kein zusätzliches Fremdkapital benötigt. Daher wird das Fremdkapital in der Regel über eine Baufinanzierung zur Verfügung gestellt.

Da eine Baufinanzierung den Kauf eines werthöheren Objektes ermöglicht, beinhaltet die Finanzierung dadurch auch eine hohe Sicherheitenstellung. Dies ermöglicht dem Kreditgeber die Vergabe eines zinsgünstigen Darlehens. Die Immobilie dient dem Kreditgeber als Sicherheit. Durch den Eintrag in das Grundbuch erhält er ein Grundpfandrecht. Während man bei der Aufnahme eines Privatkredites Beträge bis zu maximal 50.000 Euro erhält, beginnt die Baufinanzierung meist bei 30.000 Euro und der Höhe ist generell keine Grenze gesetzt. Für die Höhe ist nur ausschlaggebend, ob die Summe auch für den Kreditnehmer finanzierbar ist. Das wird für jeden Fall individuell bestimmt. Deshalb ist ein wesentliches Merkmal einer Baufinanzierung auch, dass sie individuell ist. Sie passt sich an die Situation und Gegebenheiten des Kreditnehmers an.

Gerade weil die Baufinanzierung sich so perfekt an die Situation des Kreditnehmers anpasst, hat der Kreditnehmer die Aufgabe, seine finanzielle Situation im Vorwege genau zu prüfen. Er muss die Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellen und darf dabei auch nicht die Kosten vergessen, die zukünftig mit dem Kauf der Immobilie anfallen. Natürlich ist es sinnvoll, man nimmt man eine Finanzierung auf und hat dabei auch schon einen gewissen Anteil an Eigenkapital. Das verschafft dem Kreditnehmer eine weitaus bessere Ausgangssituation in den Verhandlungen. Doch auch wer kein Eigenkapital mitbringt, braucht nicht auf die eigenen vier Wände zu verzichten. Eine Baufinanzierung ganz ohne Eigenkapital ist auch möglich, doch wird diese teurer ausfallen. Die Devise lautet hierbei, je mehr Eigenkapital, desto besser.

Um Kosten zu senken, kann man Eigenleistung mit einbringen. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn es um den Neu- oder Umbau einer Immobilie geht. Man nennt diese Eigenleistung auch häufig Muskelhypothek und sie kann einen Anteil von bis zu 5% der Kaufsumme ausmachen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Bauherr seine handwerklichen Fähigkeiten sehr realistisch einschätzt. Sonst kann es sein, dass Nachbesserungen dazu führen, dass der Bau plötzlich doch um einiges teurer wird. Auch unbedingt vermeiden sollte man, dass es zu einer Nachfinanzierung kommt. Diese Gelder sind in der Regel um einiges teurer als die ursprüngliche Baufinanzierung.

Ist die Finanzierung nach ca. 20 Jahren abgeschlossen, spart man kräftig. Zwar hat man oft im Vergleich zur Wohnmiete einen höheren finanziellen Aufwand gehabt, doch das rentiert sich dann nach der Ablösung des Kredites. Meist ist der Kredit zum Beginn der Rente abgetragen und man kann dann über mehr Geld verfügen. Daher eignet sich der Kauf einer Immobilie auch sehr gut als Altersvorsorge.

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