Finanziellen Möglichkeiten genau einschätzen!

Wer eine Immobilie kaufen, erhalten, sanieren oder modernisieren möchte, kann dies mit einer Immobilienfinanzierung verwirklichen. Diese Art der Finanzierung beginnt meist erst bei einer Summe ab 30.000 Euro. Der Höhe des Baudarlehens ist dabei in der Regel keine Grenze gesetzt. Sie muss dafür nur finanzierbar sein und wird für jeden Fall individuell bestimmt. Nimmt man eine private Immobilienfinanzierung auf, beabsichtigt man mit dem zur Verfügung gestellten Kapital den Kauf, Neubau, Umbau oder Sanierung seines Eigenheims zu finanzieren. Die Immobilienfinanzierung kann auch für den Kauf eines Grundstücks eingesetzt werden. Wer eine derartige Finanzierung erhält, darf das Geld nur für das angegebene Objekt verwenden, denn eine Immobilienfinanzierung ist zweck- und objektgebunden. Mit der Aufnahme einer Immobilienfinanzierung hat man einen wichtigen Grundstein für die Altersvorsorge gelegt. Selbstgenutztes Wohneigentum ist eine sichere Kapitalanlage, man baut stabile Sachwerte auf, spart Miete und erhält im Alter mehr finanziellen Spielraum.

Eine Immobilienfinanzierung zeichnet sich durch lange Laufzeiten von bis zu 35 Jahren aus. Zusätzlich erhält man bei einer Immobilienfinanzierung auch die sogenannte Zinsbindungsfrist, die fünf, zehn, fünfzehn und in seltenen Fällen auch noch länger sein kann. Dem Kreditnehmer wird für diese Frist eine konstante Zinshöhe garantiert. Da die Zinsbindungsfrist meist kürzer als die Gesamtlaufzeit der Immobilienfinanzierung ist, muss nach Ablauf neu verhandelt werden. Worauf gilt es zu achten, um die passende Immobilienfinanzierung zu finden? Entscheidend ist neben der monatlichen Rate und den Kosten auch die Zinsbindung. Deshalb sollten Bauherren sich möglichst dann lange Laufzeiten sichern, wenn die Zinsen auf dem Markt niedrig sind.

Steht der Entschluss fest, und die Finanzierung einer Immobilie ist beschlossene Sache, sollte man die finanziellen Möglichkeiten genau einschätzen. Es reicht dabei übrigens nicht aus, nur die augenblickliche Lage zu berücksichtigen, auch die Kosten, die mit dem Kauf einer Immobilie noch zusätzlich auf einen zukommen, sind mit zu berechnen. Zudem sollte man Wert auf eine gewisse Flexibilität bei der Immobilienfinanzierung legen. Zu schnell kann es zu unerwarteten finanziellen Engpässen durch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder einen Unfall kommen. Daher sollte ein krisensicheres Finanzierungskonzept nicht nur über günstige Zinsen und Tarife verfügen, sondern auch die Absicherung vor diesen nicht planbaren Ereignissen muss mit eingeschlossen werden. Ebenso sollte man die Möglichkeit von Sondertilgungen vereinbaren. Kommt man während der Finanzierungszeit unerwartet zu Geld, macht es Sinn, dieses zur Sondertilgung einzusetzen. Dadurch sinken die Zinsen und es kann mehr getilgt werden.

Abschließen kann man eine Immobilienfinanzierung auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Man kann sich für die klassische Variante entscheiden, das sogenannte Annuitätendarlehen, oder man finanziert den Immobilienkauf mit einem Darlehen aus einem Bausparvertrag. Auch die Finanzierung über eine Lebens- oder Rentenversicherung ist möglich. Und wer zum Beispiel in eine Riester-Rente eingespart hat, kann das Geld ebenso für die Finanzierung einer privaten Immobilie verwenden. Beachten Sie auch die Möglichkeit einer Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital.

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