Archiv für Dezember 2010

Bausparförderung

Montag, 27. Dezember 2010

Die staatliche Förderung des Erwerbs von selbstgenutztem Wohneigentum hat in Deutschland eine lange Tradition. Aufgrund sozialpolitischer Überlegungen wird der Wunsch vieler Menschen nach den eigenen vier Wänden durch verschiedene staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen gefördert, um die Finanzierung eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung bewerkstelligen zu können. Die Bausparförderung stellt hierbei seit langer Zeit ein staatlich gefördertes Instrument auf dem Weg zur Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums dar. Aktuell bestehen drei Förderinstrumente im Zusammenhang mit Bausparen.
Zum Einen besteht die Möglichkeit, durch die Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen (VL) in einem Bausparvertrag im Rahmen geltender Einkommensgrenzen die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Zum Zweiten wird, ebenfalls unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen und unter der Maßgabe einer wohnwirtschaftlichen Verwendung, die staatliche Wohnungsbauprämie gewährt. Zum Dritten kann auch Riester genutzt werden: Es sind diverse Bauspartarife entsprechend den Bestimmungen des Eigenheimrentengesetzes zertifiziert worden. Entsprechend kann die private Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung durch Abschluss eines speziellen Darlehens, das landläufig als Wohn-Riester bekannt ist, durch die staatliche Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen und Sonderausgabenabzug deutlich günstiger im Vergleich zu einer Baufinanzierung ohne staatliche Förderung gestaltet werden.

Rentenfonds

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Bei Rentenfonds handelt es sich um Investmentfonds, die das Kapital ihrer Anleger vornehmlich in Rentenwerte, also Anleihen jedweder Couleur, investieren. Anleihen gelten in ihrer Gesamtheit als eine vergleichsweise risikolose Form der Geldanlage. Im Einzelfall kann dies jedoch vollständig anders aussehen, sobald man Gläubiger eines insolventen Emittenten geworden ist.
Die Investition in den Anleihenmarkt über Investmentfonds gewährleistet eine deutliche Risikostreuung, da das Fondsvermögen gleichzeitig in eine Vielzahl von Titeln investiert wird, die zudem durch ein professionelles Management nach zahlreichen Kriterien ausgewählt und permanent überwacht werden. Einen entscheidenden Vorteil der Geldanlage in Fonds stellen im Übrigen die vielfach anzutreffenden Mindestanlagebeträge von Anleihen in Höhe von 50.000 € dar, die Privatanlegern eine ausreichende Streuung ihres Vermögens erschweren, wenn nicht unmöglich machen.
Das Management eines Rentenfonds ermöglicht es den Anlegern über eine Risikostreuung hinaus auch, gezielt an Chancen der Rentenmärkten teilzunehmen. Dies vollzieht sich durch Investitionen in Anleihen verschiedener Restlaufzeiten unter Berücksichtigung des Zinsniveaus, in Anleihen verschiedener Bonitätsklassen (von sehr sicheren Staatsanleihen bis hin zu Anleihen von Unternehmen in einer Phase der Konsolidierung) bis hin zu Investitionen in Fremdwährungsanleihen, um mögliche Chancen durch Wechselkursgewinne aufgrund eines schwachen Euros wahrnehmen zu können.
Die Ertragsperspektiven eines Rentenfonds gehen somit über die reine Vereinnahmung der jährlichen Zinszahlungen hinaus. Rentenfonds sind als mittelfristiges Instrument der Geldanlage ebenso geeignet wie als langfristiger Baustein zum Vermögensaufbau und zur flexiblen Altersvorsorge. Entstehende Kosten lassen sich dadurch reduzieren, dass man die Fondsanteile mit Rabatt auf den üblichen Ausgabeaufschlag erwirbt.

Privatkredit

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Der Privatkredit ist der Sammelbegriff für alle Kreditarten, die an Privatpersonen vergeben werden. Das kann ein normaler Kredit, ein Dispositionskredit auf dem Girokonto, ein Studentenkredit, ein Online-Kredit, ein Rahmenkredit oder anderes sein. Mit diesen Geldern werden Wohnungseinrichtungen, Urlaubsreisen, ein Umzug oder auch eine Umschuldung von einem bereits bestehenden Kredit finanziert.

Ein Ratenkredit hat eine feste Kreditsumme und wird in gleichbleibenden von vornherein vereinbarten monatlichen Raten zurückgezahlt, die sich aus Zinsen, Tilgung und Gebühren zusammensetzen. Im Lauf der Rückzahlung verändert sich das Verhältnis von Tilgung und Zinsen, weil die Restsumme des Kredits geringer wird und die Zinsbelastung dadurch sinkt. Da die Raten aber gleich bleiben, wird die Tilgung erhöht und man erreicht eine relativ schnelle Rückzahlung. Die Laufzeiten variieren zwischen 12 und 120 Monaten, je nach Rückzahlungsmöglichkeit des Kunden.

Der Dispositionskredit auf dem Girokonto wird als Kreditrahmen gewährt. Der Kunde darf sein Girokonto bis zu einer vereinbarten Höhe überziehen und zahlt jeweils nur für die tatsächlichen Sollbeträge Zinsen. Er ist selbst für die Rückzahlung des Kredits verantwortlich, was vielen Kreditnehmern schwerer fällt als feste Raten zu zahlen. Hierbei gibt es normalerweise keine vereinbarte Laufzeit. Der Dispositionskredit wird einmal vereinbart, der Kunde verfügt über sein Konto, schöpft den Kreditrahmen aus oder auch nicht und zahlt den aufgenommenen Betrag nach seinem Ermessen und nach seinen Möglichkeiten selbständig zurück. Benötigt er dann irgendwann wieder einen Kredit, kann er den vereinbarten Rahmen erneut ausschöpfen.

Auch bei einem Rahmenkredit wird ein Kreditrahmen festgelegt, über den der Kreditnehmer frei verfügen kann, bis der Betrag ausgeschöpft ist. Es wird allerdings im Gegensatz zum Dispositionskredit ein separates Konto dafür eingerichtet. Zinsen werden auch nur auf den tatsächlich beanspruchten Betrag berechnet. Die Rückzahlung erfolgt in Raten nach den Möglichkeiten des Kreditnehmers (in der Regel 2% des in Anspruch genommenen Betrags). Der Rahmenkredit hat keine feste Laufzeit. Der Kreditrahmen kann jederzeit wieder ausgeschöpft werden. Der Kunde hat hierbei eine hohe Eigenverantwortung was die Rückzahlung angeht. Er muss mit viel Disziplin die Tilgung vornehmen, sobald es ihm möglich ist, weil er sonst leicht in eine Überschuldung rutschen kann. Diese hohe Flexibilität lassen sich die Kreditinstitute mit höheren Zinssätzen bezahlen als beim Ratenkredit.

Einen Kreditantrag kann man entweder bei der Hausbank, einem Finanzberater oder auch online stellen. Im Internet findet man verschiedene Anbieter, die Antragsformulare entweder zum Herunterladen und Ausdrucken oder auch zum Online-Ausfüllen und per Email abschicken anbieten. Der Kreditantrag wird anhand einer Selbstauskunft zu den persönlichen Verhältnissen geprüft. Kann dem Antrag stattgegeben werden, erhält der Kunde einen Kreditvertrag mit der Post oder per Email zugeschickt, den er wiederum ausfüllen und zusammen mit den erforderlichen Unterlagen zurückschicken muss. Anschließend wird der Vertrag nochmals geprüft, bei positiver Entscheidung seitens des Kreditinstituts wird der gewünschte Betrag ausgezahlt.

Unfallversicherung

Dienstag, 21. Dezember 2010

Es gibt viele verschiedene Arten von Unfallversicherungen, die sich in ihrer Zuständigkeit sehr voneinander unterscheiden.

In Deutschland gibt es die gesetzliche Unfallversicherung, private Unfallversicherungen, die Unfallkasse, die Insassenunfallversicherung und andere.

Die gesetzliche Unfallversicherung gehört zur Sozialversicherung. Sie soll Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten entweder verhindern oder wenn Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten eingetreten sind, für die Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit der Versicherten sorgen. Die gesetzliche Unfallversicherung wurde vom Reichskanzler Otto von Bismarck im Jahr 1884 gegründet.

Es gibt Pflichtversicherte und freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Unfallversicherung. Zu den Pflichtversicherten gehören unter anderem alle Beschäftigten, Kinder in Kindertagesstätten oder Kindergärten, Schüler, Studenten, Auszubildende, Helfer bei Unglücksfällen, im Zivil- oder Katastrophenschutz und Blutspender. Freiwillig versichert sein können Unternehmer, Selbständige oder Freiberufler.

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung bestehen hauptsächlich aus medizinischen und berufsfördernden Leistungen zur Rehabilitation nach Unfällen sowie Entschädigungs- oder Lohnersatzleistungen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei Minderung der Erwerbsfähigkeit durch einen Arbeitsunfall auch eine Rente an den Versicherten gezahlt werden.

Die Unfallkassen sind für die Angestellten im öffentlichen Dienst oder aus diesem hervorgegangenen Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder die Deutsche Post zuständig. Auch Schüler und Studenten sowie Ersthelfer wenden sich nach einem Unfall an die Unfallkassen. In jedem Bundesland gibt es mindestens eine Unfallkasse.

Die Insassenunfallversicherung bietet Schutz bei Unfällen von Personen in Kraftfahrzeugen. Sie leistet unabhängig von Schuldfragen und auch an den verletzten Fahrer, der z.B. nicht in der Kfz-Haftpflichtversicherung versichert wäre.

Die private Unfallversicherung deckt Unfälle weltweit und rund um die Uhr ab und unterscheidet sich dadurch von der gesetzlichen Unfallversicherung. Sie zahlt entweder eine Einmalleitung oder eine Unfallrente.

Ein Unfall im Sinne der privaten Unfallversicherung liegt immer dann vor, wenn ein von außen auf den Versicherten wirkendes Ereignis eine Verletzung hervorruft. Häufig sind folgende Zusatzleistungen mitversichert: Krankenhaustagegeld, Unfalltod, Kosmetische Operationen, Bergungskosten sowie Kurkostenbeihilfe. Die Leistungen unterscheiden sich je nach Vertrag und Versicherungsgesellschaft sehr, und ein Prämien und Leistungsvergleich vor Vertragsabschluss ist sehr schwer.

Einige Versicherungsgesellschaften bieten Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr an. Das ist eine Kombination aus Unfall- und Lebensversicherung. Die Beiträge sind höher als bei der reinen Unfallversicherung, durch die Lebensversicherungskomponente bekommt man aber bei Ablauf des Vertrags oder im Todesfall die eingezahlten Prämien plus eventueller Überschussanteile erstattet.

Diese Verträge bieten viel Spielraum, wenn z.B. Großeltern für die Enkel oder Eltern für die Kinder eine Unfallversicherung mit einem Ansparbeitrag für die Studienfinanzierung verbinden möchten. Die Unfallversicherung bekommen Sie auch günstig bei FMW.

Ratenkredit

Dienstag, 21. Dezember 2010

Ratenkredite werden im Allgemeinen auch Konsumentenkredite oder Anschaffungsdarlehen genannt und werden von Privatpersonen für Anschaffungen ohne vertraglich festgelegten bestimmten Zweck in Anspruch genommen, z.B. zur Finanzierung von Wohnungseinrichtungen, Autos, Unterhaltungselektronik oder Urlaubsreisen.

Der Name Ratenkredit kommt daher, dass der Kredit in gleichbleibenden Raten zurück gezahlt wird. Die Bank rechnet Zinsen und Gebühren auf die Kreditsumme und teilt den Gesamtbetrag in zu zahlende Raten auf. Durch die allmähliche Tilgung des Kreditbetrags verringert sich die Zinsbelastung während der Laufzeit, so dass der Tilgungsanteil ansteigt. Das wird bei der Berechnung der Kreditlaufzeit berücksichtigt.

Die Höhe der vereinbarten Raten wird den Möglichkeiten des Kreditnehmers angepasst. Außerdem kann man bei den meisten Verträgen während der Laufzeit Sondertilgungen leisten, so dass sich die Laufzeit verkürzt.

Der Ratenkredit ist günstiger als ein Dispositionskredit auf dem Girokonto, denn die Zinssätze sind wesentlich niedriger. Außerdem ist die Rückzahlung geregelter und deshalb übersichtlicher. Um die Rückzahlung des Dispositionskredits muss man sich selbst kümmern, indem man genau berechnet, wie viel man von seinem Gehalt ausgeben darf, damit sich die Kreditsumme regelmäßig verringert. Die Raten des Ratenkredits werden von der Bank eingezogen, daran muss man nicht selbst denken.

Um einen Ratenkredit zu beantragen, muss man ein regelmäßiges Einkommen nachweisen, z.B. indem man sein Nettoeinkommen der letzten 3 Monate nachweist. Der Kredit eignet sich also vorrangig für Angestellte, Beamte, Arbeiter oder Berufssoldaten. Aber auch Rentner können einen Ratenkredit beantragen, müssen ihr Einkommen mithilfe des Rentenbescheids nachweisen. Auszubildende oder Zivildienstleistende haben meistens kein ausreichend hohes Gehalt, um die Kreditraten zusätzlich zu den von der Bank geforderten Mindestlebenshaltungskosten in Höhe von 650,00 € tragen zu können.

Vor Vergabe des Kredits wird die Kreditwürdigkeit des Kunden geprüft, allerdings ist das keine Garantie für die gesamte Laufzeit. Es können unvorhergesehene Ereignisse wie Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit, Krankheit oder Scheidung eintreten, die die finanzielle Situation massiv verschlechtern.

Wer sich davor schützen möchte, kann eine Restschuldversicherung abschließen.

Im Gespräch mit der Bank können bei Rückzahlungsschwierigkeiten mehrere Möglichkeiten helfen, um Mahnungen oder sogar eine Privatinsolvenz zu vermeiden.

Eine dieser Möglichkeiten ist, die Raten für einen bestimmten Zeitraum auszusetzen. Entweder kann die Tilgung über einen längeren Zeitraum (6 bis 12 Monate) ausgesetzt werden, dann werden nur die Zinsen fällig. Oder ein bestimmter Monat im Jahr wird ausgesetzt (z.B. der Januar, wo viele Versicherungen fällig werden). Oder die Zahlung wird insgesamt ausgesetzt, dann erhöhen die nicht gezahlten Zinsen die Kreditsumme und die Laufzeit erhöht sich entsprechend.

Sollten die monatlichen Raten zu hoch vereinbart worden sein, kann der Kredit umgeschuldet werden. Die Laufzeit verlängert sich dabei auch, aber durch die niedrigeren Raten ist die Rückzahlung wieder möglich. Für Umschuldungen nehmen die Banken in der Regel eine Gebühr, die aber normalerweise unter 100,00 € liegt.

Was ist Baugeld?

Dienstag, 21. Dezember 2010

Mit Baugeld wird der Kauf, Neubau, die Sanierung oder der Umbau einer Immobilie finanziert. Der Begriff Baugeld ist der Baufinanzierung gleichzusetzen. Der Ausdruck „Bau“ in dem Wort Baugeld mag zu der Annahme verleiten, man würde es nur für den Bau eines Gebäudes verwenden können. Das ist jedoch eine Fehlannahme. Es wird genauso für den Kauf von bereits errichteten Objekten genauso wie für Umfinanzierungen vergeben.

War es vor einiger Zeit noch üblich, eine Finanzierung über die Hausbank abzuschließen, so zeichnet sich heute schon ein Trend dahingehend ab, sich Angebot für Baugeld über das Internet einzuholen. Man findet im Internet mittlerweile sehr viele Anbieter und in einigen Fällen kann das Darlehen einer Internetfiliale günstiger sein. Dies mag an den geringeren Verwaltungskosten der Internetanbieter liegen. Die Abwicklung über das Internet ist auch keinesfalls riskanter oder komplizierter. Es gibt Vorschriften für Sicherheitsstandards und auch die Seriosität ist gegeben, da auch eine Internetfiliale kein Darlehen ohne genaue Prüfung des Kreditnehmers und seiner finanziellen Möglichkeiten vergeben wird. Das befreit den Kaufinteressenten aber nicht davon, sich dennoch ausgiebig zu informieren und die Angebote zu vergleichen. Neben dem angebotenen Zinssatz muss zum Beispiel unbedingt auf den Effektivzins geachtet werden. Dieser ergibt sich aus den Nebenkosten der Baufinanzierung und kann von Anbieter zu Anbieter stark variieren. Nebenkosten können dabei Agio, Disagio und Provision sein, ebenso wie der Abschluss einer Restschuld- bzw. Risikolebensversicherung. Diese Kosten werden der eigentlichen Kreditsumme hinzugerechnet und daher ist der Effektivzins letztendlich höher als der ausgewiesene Zinssatz. Also muss beim Vergleich zwar auf den Nominalzinssatz geschaut werden, dann aber unbedingt auch auf den effektiven Jahreszins.

Der Baukredit unterscheidet sich insofern vom herkömmlichen Ratenkredit, da er meist langlebige und wertvolle Objekte finanziert. Damit erhält der Kreditgeber schon durch die Sache an sich eine angemessene Sicherheit für die Herausgabe des Baukredites. Und genau aus diesem Grund geht die Baufinanzierung auch häufig mit wesentlich günstigeren Zinsen wie der „normale“ Ratenkredit einher. Doch trotz dieser guten Sicherheitenstellung wird von Experten empfohlen, besser nicht auf den Abschluss der beiden oben genannten Versicherungen zu verzichten. Der Verlauf einer Finanzierung mag vorausplanbar sein, das Leben an sich aber nicht. Und da immer etwas passieren kann, was nicht planbar gewesen ist, sorgen die Versicherungen dafür, dass die Raten der Finanzierung auch dann noch aufgebrachte werden können, wenn der Bauherr nicht zahlungsfähig ist. Die Immobilie ist gesichert und bleibt in seinem Besitz. Tritt eine solche Versicherung nicht in Kraft, liegt es auf der Hand, dass die Immobilie der Bank übergeben muss.

Riester und Rürup

Montag, 20. Dezember 2010

Im Hinblick auf die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge sind insbesondere zwei Vertragsformen, die nach ihren geistigen Vätern unter den Bezeichnungen “Riester“ und “Rürup“ bekannt sind, häufiger Gegenstand der Diskussion. Die wesentlichen Merkmale:
Riester ist insbesondere eine Option für diejenigen, die staatlich gefördert werden durch Zulagen und Steuervergünstigungen. Die staatliche Förderung sorgt einerseits für eine Mindestrendite der langfristigen Geldanlage und stellt andererseits sowohl eine Garantie zumindest der eingezahlten Beträge als auch einen Schutz vor Zugriffen Dritter sicher (sogenanntes Schonvermögen im Zusammenhang mit Hartz IV). Wer nicht staatlich gefördert wird, weil er weder rentenversicherungspflichtig noch verbeamtet ist und auch keinen entsprechenden Ehepartner vorweisen kann, für den kann sich ein Riester-Vertrag dennoch lohnen angesichts der gegebenen Renditechancen bei gleichzeitig bestehender Beitragsgarantie.
Rürup schränkt den Kreis der geförderten Personen nicht ein. Jeder kann somit in den Genuss der staatlichen Förderung seiner Beiträge gelangen. Dieser besteht, anders als bei Riester, jedoch nicht aus Zulagen, sondern nur aus Steuervergünstigungen. Diese werden – sofern ein entsprechendes zu versteuerndes Einkommen erwirtschaftet wird – allerdings in höherem Ausmaß wirksam, da bis zu 20.000 € pro Jahr (zusammenveranlagte Ehegatten 40.000 €) steuerwirksam angelegt werden können, während die Riester-Förderung je Person und Jahr im Ergebnis auf 2.100 € beschränkt ist. Die Rürup-Rente ist ganz überwiegend den Rahmenbedingungen der gesetzlichen Rentenversicherung nachempfunden. Hieraus erklärt sich auch ihr wesentlicher Nachteil, die sehr eingeschränkte Flexibilität. Anders als bei Riester und staatlich nicht geförderten Formen der privaten Altersvorsorge sind keine Kapitalauszahlungen möglich, sondern lediglich lebenslange Rentenleistungen.

Immobilienfinanzierung

Montag, 20. Dezember 2010

Zum Kauf oder Bau einer Immobilie benötigt man meistens ein Darlehen, denn die wenigsten Bauherren oder Haus- bzw. Wohnungskäufer haben Summen in so großer Höhe zur Verfügung. Die Rückzahlungsraten sind von der Höhe her vergleichbar mit zu zahlenden Mieten, aber viele Leute zahlen lieber Kreditraten für Wohnungseigentum als Miete, weil es erstens gleichzeitig neben den Rentenansprüchen eine gute Altersvorsorge ist und zweitens die Mietbelastungen häufig im Laufe der Jahre immer weiter ansteigen, während man die Darlehen für Wohnungseigentum irgendwann abbezahlt hat und dann deutlich niedrigere monatliche Belastungen hat.

Mit einer Immobilienfinanzierung, die mit der Eintragung einer Grundschuld abgesichert ist, kann man nicht nur ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder bauen, sondern auch nötig gewordene Renovierungen oder Umbauten finanzieren.

Besonders gut zur Finanzierung von Umbauten, um das Haus oder die Wohnung an veränderte Lebensumstände anzupassen, eignet sich ein Bausparvertrag bzw. ein Bauspardarlehen. Die Verwendung von Bauspargeldern ist an wohnwirtschaftliche Zwecke gebunden, um die staatlichen Förderungen wie Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage nicht zu verlieren. Die Laufzeiten bei Bauspardarlehen sind kürzer als z.B. bei Annuitätendarlehen. Oft möchten Hauseigentümer gerade das gerne, weil sie von den Kosten eines Umbaus schnell wieder entlastet werden wollen.

Der Bausparvertrag wird bis zu 50% (je nach Vertrag) der Bausparsumme angespart, dann hat man Anspruch auf das Darlehen in Höhe der anderen 50%. Man kann also die Kosten für den Umbau mit dem angesparten Geld plus Darlehen finanzieren. Ein Bauspardarlehen hat oft nur eine Rückzahlungsdauer von 10 Jahren. Schon bei Abschluss des Bausparvertrages werden die Darlehenszinsen fest vereinbart.

Die Bauherren oder Wohnungskäufer, die keinen Bausparvertrag haben oder abschließen möchten, können zwischen einer Vielzahl von verschiedenen anderen Darlehensarten auswählen, z.B. das Annuitätendarlehen mit festgelegten Rückzahlungsraten, die aus Zinszahlungen und durch die niedriger werdende Zinsbelastung steigenden Tilgungsbeträgen besteht oder die Finanzierung in Verbindung mit einer Kapitallebens-versicherung, bei der während der Laufzeit lediglich Zinsen gezahlt werden und die Tilgung in einer Summe bei Fälligkeit der Lebensversicherungssumme erfolgt.

So ein Festdarlehen kann man auch wieder in Verbindung mit einem Bausparvertrag vereinbaren. Dann würde die Tilgung durch den zuteilungsreifen Bausparvertrag erfolgen. In diesem Fall senkt man das Risiko, dass die Zinssätze unerwartet steigen, weil der Zinssatz für das Bauspardarlehen bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit vereinbart wird.

Weitere Möglichkeiten einer Kombination mit einem Festdarlehen, bei dem während der Laufzeit nur Zinsen gezahlt werden, hat man bei einem Investment-Fonds-Sparplan oder einer privaten Rentenversicherung.

Oft bietet sich natürlich eine Kombination aus verschiedenen Darlehensarten für die Finanzierung des Wohnungseigentums an, weil z.B. die Lebensversicherungssumme oder der Bausparvertrag alleine nicht ausreichen würden. Der Bauherr oder Wohnungskäufer muss nach seinen Möglichkeiten, wie hoch die monatlichen Belastungen sein dürfen, entscheiden, welche Finanzierungsart für ihn die richtige ist. Er sollte verschiedene Angebote von Banken und Finanzberatungsfirmen vergleichen, um die günstigste Möglichkeit zu finden.

Baugeld

Freitag, 17. Dezember 2010

Baugeld erhält man in Form einer Baufinanzierung für den Bau, Kauf oder die Sanierung einer Immobilie. Wer also eines dieser Vorhaben in Angriff nehmen möchte und dafür Fremdkapital benötigt, der muss den richtigen Finanzierungspartner finden. War es vor ein paar Jahren noch üblich, sich dafür an die Hausbank zu wenden oder zumindest eine Bankfiliale aufzusuchen, dehnt sich heutzutage die Suche auch über das Internet aus.

Das Internet bietet eine große Auswahl an Anbietern für Finanzierungen, meist in Form von Direktbanken oder unabhängigen Finanzierungspartner. Nicht selten sind dabei die Angebote aus dem Internet um ein paar Prozentpunkte günstiger als die der Filialen vor Ort. Das liegt an den niedrigeren Verwaltungskosten, die dann in Form von günstigeren Zinsen an die Kunden weitergegeben werden. Der Antrag über das Internet ist dabei relativ unkompliziert und in manchen Fällen vergeht nicht viel Zeit und man hat das Baugeld bereits zur Verfügung gestellt bekommen. Ein weiterer Vorteil der Internetfiliale sind zudem die nicht vorhandenen Öffnungszeiten. Hier kann man zu jeder Tages- oder Nachtzeit eine Finanzierungsanfrage stellen. Angaben zu der Wunschimmobilie sowie Angaben zu der eigenen finanziellen Situation wird ein Abfrageprotokoll eingegeben, das dann per Email abgeschickt wird. Es kommt zu einer schnellen Bearbeitung und man erhält in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen Antwort über die Finanzierbarkeit. Oftmals kann die Antwort auch direkt nach Eingab der Eckdaten ausgegeben werden. Dahinter steckt dann ein Programm, dass die Berechnung umgehend ausführt.

Trägt man sich mit dem Gedanken, Baugeld von einem Kreditgeber in Anspruch zu nehmen, sollte man vorab einige wichtige Dinge beachten. Nur so kann man vermeiden, dass sich der Kauf später als Fehler erweist. Fast niemand verfügt über ausreichend Eigenkapital, um die Immobilie vollständig bezahlen zu können. Daher wird in der Regel ein Baukredit, sprich eine Baufinanzierung, aufgenommen. Es ist die schnellste Lösung, um an das notwendige Kapital zu kommen, doch sollte dies nicht ohne umfangreiche Vergleiche getan werden. Da es auch diverse Förderprogramme gibt, lohnt es sich für manch einen Hausbauer, wenn er sich informiert, ob er für ein Förderprogramm in Frage kommt.

Da der Staat dem Hauseigentum grundsätzlich positiv gegenüber steht, bietet er Förderungen an. So besteht unter anderem die Möglichkeit, ein staatliches Baudarlehen zu empfangen, zum Beispiel von der KfW, der Bank für Wiederaufbau Deutschland. Wer hier einen Teil seines Fremdkapitals erhält, kann sich über günstige Zinsen freuen. In manchen Fällen reicht die alleinige Finanzierung mit staatlichen Fördergeldern, in anderen können diese Fördergelder mit in die Bankfinanzierung einbezogen werden. Dieses kann zu einer deutlichen Verringerung der Gesamtbelastung führen. Stehen solchen Förderkredite nicht zur Verfügung, ist vielleicht der Arbeitgeber bereit, ein günstiges Darlehen zur Unterstützung des Immobilienkaufs zu geben. Derartige Arbeitgeberdarlehen können oftmals jedoch nur in größeren Unternehmen ausgezahlt werden. Ein kleinerer Betrieb wird sich so eine Finanzierung kaum leisten können.

VL-Anlage

Freitag, 17. Dezember 2010

Die Anlage monatlicher Sparbeiträge im Rahmen eines Sparvertrags für Vermögenswirksame Leistungen (VL) ermöglicht es jedem Arbeitnehmer, auch mit kleinen Beträgen einen planmäßigen mittelfristigen Vermögensaufbau zu betreiben. Jeder Arbeitnehmer kann mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, dass ein Teil des Bruttogehalts nicht an ihn überwiesen wird, sondern zur Anlage von VL verwendet wird. Aufgrund von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen ist in der Praxis überwiegend geregelt, dass der Arbeitgeber zumindest einen Zuschuss gewährt oder die Vermögenswirksamen Leistungen sogar vollständig übernimmt.
Eine staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmer-Sparzulage gestaltet die Geldanlage mit VL überaus attraktiv. Sie wird, sofern geltende Einkommensgrenzen nicht überschritten werden, vom Finanzamt gewährt. Gefördert wird Bausparen sowie eine VL-Anlage in Fonds. Bausparen ist als konservativere Form der Geldanlage anzusehen, kann jedoch auch über das spätere Bauspardarlehen einen günstigen Baustein im Rahmen einer von längerer Hand geplanten Baufinanzierung darstellen. Aktienfonds (nur diese sind begünstigt durch die Sparzulage) beinhalten demgegenüber die Chance auf eine mittel- bis langfristig höhere Rendite.