Archiv für Januar 2011

Baugeld ist finanziertes Fremdkapital

Donnerstag, 20. Januar 2011

Baugeld ist finanziertes Fremdkapital, das ein Kreditgeber einem Kreditnehmer für den Erwerb, Bau, Umbau, die Modernisierung oder Sanierung einer Immobilie zur Verfügung stellt. Somit kann Baugeld auch als Baukredit bezeichnet werden. Baukredite kennt man zum Beispiel auch unter den Begriffen wie Annuitätendarlehen oder Bauspardarlehen. Das Besondere am Baukredit ist, dass es sich um die Finanzierung von langlebigen und oft wertvollen Objekten handelt. Somit hat der Kreditgeber in der Finanzierung der eigentlichen Sache schon eine Sicherheit für die Baufinanzierung gefunden. Das ist auch der Grund dafür, warum die Baufinanzierung häufig mit wesentlich günstigeren Zinsen einhergeht, als dies etwa bei normalen Ratenkrediten oder gar Dispositionskrediten der Fall ist.

Vor einigen Jahren war es noch gängig, Baugeld bei seiner Hausbank oder zumindest in einer Filiale vor Ort zu beantragen. Das hat sich mittlerweile geändert. Heute wird der persönliche Weg zwar auch noch, aber nicht mehr so häufig wie früher vorgenommen. Das liegt ganz einfach daran, dass sich das Internet immer mehr durchsetzt. Das haben Anbieter wie Nutzer längst begriffen und so findet man nun auch sehr viele Angebote von sogenannten Direktbanken im Internet, die ihre Finanzprodukte oftmals sogar um einiges günstiger anbieten.

Neben den günstigeren Zinsen locken bei der Internetfiliale auch die unbeschränkten Öffnungszeiten und oft ist die Vorgehensweise einfacher und unkomplizierter. Der Antrag über das Internet ist dabei relativ unkompliziert und in manchen Fällen vergeht nicht viel Zeit und man hat das Baugeld nach einigen Tagen bereits zur Verfügung gestellt bekommen. Angaben zu der Wunschimmobilie sowie Angaben zu der eigenen finanziellen Situation werden in ein Abfrageprotokoll eingegeben, das dann per Email abgeschickt wird. Es kommt zu einer schnellen Bearbeitung und man erhält in der Regel innerhalb von ein bis drei Tagen Antwort über die Finanzierbarkeit. Oftmals kann die Antwort auch direkt nach Eingabe der Eckdaten ausgegeben werden. Dahinter steckt dann ein Programm, dass die Berechnung umgehend ausführt.

Auch wenn man ein sehr günstiges Angebot erhält, sollte man nicht müde sein und sich informieren, ob es weiteres Einsparpotential gibt. So kann es durchaus sein, dass man vom Staat günstige Baukredite erhält, denn der Staat steht dem Hauseigentum grundsätzlich positiv gegenüber und bietet daher Förderungen an. So besteht unter anderem die Möglichkeit, ein staatliches Baudarlehen zu empfangen, zum Beispiel von der KfW, der Bank für Wiederaufbau Deutschland. Wer hier einen Teil seines Fremdkapitals erhält, kann sich über günstige Zinsen freuen. In manchen Fällen reicht die alleinige Finanzierung mit staatlichen Fördergeldern, in anderen können diese Fördergelder mit in die Bankfinanzierung einbezogen werden. Dieses kann zu einer deutlichen Verringerung der Gesamtbelastung führen. Stehen einem solche Förderkredite nicht zur Verfügung und man benötigt dennoch einen weiteren Eigenanteil zur Erlangung einer Finanzierung, kann man diesen Teil eventuell über seinen Arbeitgeber erhalten. Derartige Arbeitgeberdarlehen können oftmals jedoch nur in größeren Unternehmen ausgezahlt werden. Ein kleinerer Betrieb wird sich so eine Finanzierung kaum leisten können. Denkbar wäre dann noch zur Erlangung von weiteren Finanzierungsgeldern, dass man einen Privatkredit aufnimmt. Diese kann man im Freundes- oder Verwandtenkreis genauso wie auch über spezielle Börsen im Internet erhalten.

Immobilien und Versicherungen

Mittwoch, 19. Januar 2011

Versicherungen stehen mit Immobilien in zweierlei Kontext. Zum Einen wollen bzw. müssen Immobilien durch eine verbundene Wohngebäudeversicherung versichert sein. Zum Anderen stehen sie – sei es als selbstgenutztes Wohneigentum oder als Renditeobjekte – in Konkurrenz zu kapitalbildenden Versicherungen als Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau bis hin zur privaten Altersvorsorge.
Verschiedene Studien und Umfragen kommen zu dem Ergebnis, dass die eigenen vier Wände in der Bevölkerung als die sicherste Form der Altersvorsorge angesehen werden. Im Vergleich zu anderen Vermögensformen wir hierbei insbesondere auf die langfristige Werthaltigkeit von Sachwerten auch unter dem Aspekt des Inflationsschutzes abgestellt. Der lastenfreie Besitz eines Eigenheims bzw. einer Eigentumswohnung gewährleistet zudem aufgrund der Mietersparnis eine nicht unerhebliche Entlastung des monatlichen Budgets in der Phase des beruflichen Ruhestands.
Wer mit dem Erwerb einer Immobilie liebäugelt, sollte sich eingehend mit der Beschaffenheit des Objekts befassen und auch der Strukturierung und Gestaltung der Finanzierung angemessene Zeit widmen. Neben einem Vergleich mehrerer Darlehensangebote sollte grundsätzlich auch die Einbindung besonders zinsgünstiger öffentlicher Fördergelder geprüft werden.
Die Wahl der richtigen Versicherung der Immobilie schließlich – ob als verbundene Wohngebäudeversicherung bei einer selbstgenutzten Wohnimmobilie oder als Grundstückshaftpflichtversicherung bei einem vermieteten Objekt – ist innerhalb des gesamten Projekts ein nur geringfügiges Problem. Die Versicherungsbedingungen stellen sich im Vergleich zu anderen Versicherungsgattungen als recht homogen dar; über einen Vergleich mehrerer häufig spezialisierter Anbieter lässt sich ohne größeren Aufwand ein preiswerter Versicherungsschutz einkaufen.

Baufinanzierung von FMW

Mittwoch, 19. Januar 2011

Die Baufinanzierung kommt bei der Finanzierung einer Immobilie zum Einsatz. Die finanziellen Mittel, die man mit der Baufinanzierung erhält, dürfen sowohl für die Errichtung eines Gebäudes wie auch für die Sanierung eines bereits vorhandenen Gebäudes verwendet werden. Da es sich bei einer Baufinanzierung in der Regel um eine sehr langfristige Finanzierung handelt, die nicht darauf ausgelegt ist, kurzfristig oder vorzeitig abgebrochen zu werden, sollte man diese nie abschließen, ohne im Vorwege die finanziellen Möglichkeiten genau unter die Lupe genommen zu haben.

Ein besonderes Merkmal neben ihrer langen Laufzeit ist die Individualität der Baufinanzierung. Das unterscheidet vom herkömmlichen Ratenkredit, der als standardisiertes Finanzprodukt eher einem Kredit „von der Stange“ gleicht. Ist man bereit, sich auf eine Baufinanzierung einzulassen, sollte der Rahmen der Finanzierung so angelegt sein, dass Änderungen der Lebensumstände, wie z. B. der Verlust des Arbeitsplatzes, die Geburt eines Kindes und andere nicht vorhersehbare Ereignisse verkraftet werden können oder sich später noch anpassen lassen.

Der Weg zur Finanzierung des Eigenheims ist nie derselbe. Daher ist die Baufinanzierung individuell an die Gegebenheiten des einzelnen und seiner Situation angepasst. Je nach Ausgangssituation des Kreditnehmers wird die Baufinanzierung angepasst. Und auch aufgrund dieser Ausgangslage wird der Zinssatz von den Kreditgebern festgesetzt. Je besser die Bonität des Kunden ist, umso so attraktiver wird sich für ihn der Zinssatz gestalten. Das erklärt, warum nicht jeder von einem günstigen Zinssatz profitieren kann.

Ein weiterer Faktor, der Einfluss auf den angebotenen Zins nimmt, ist die Tatsache, ob und wenn, wie viel Eigenkapital vorhanden ist. Ganz klar ist es immer besser, wenn überhaupt ein Anteil an Eigenkapital vorhanden ist, doch es geht mitunter auch ohne. Dafür werden dann die sogenannten Vollfinanzierungen angeboten. Als günstiger erweist es sich allerdings, wenn man mindestens 20% an Eigenkapital mit in die Finanzierung einbringen kann. Nach oben hin ist alles offen. Es wird sich dann nur noch positiver auf das Angebot der Kreditgeber auswirken bzw. die Chance, überhaupt eine Finanzierung zu erhalten, erhöht sich umso mehr. Für den Bauherren, der ohne Eigenkapital eine Vollfinanzierung beanspruchen möchte, gilt, dass er über ein geregeltes und auch ausreichend hohes sowie sicheres Einkommen verfügen muss. Zwar gleicht der Kreditgeber das fehlende Eigenkapital und die damit verbundene höhere Auszahlung durch höhere Zinsen aus, doch letztendlich ist er auch in diesem Fall in erster Linie daran interessiert, dass der Kreditnehmer die Finanzierung auf lange Sicht halten kann. Die Finanzierung darf also im Bezug auf das Einkommen nicht zu teuer werden. Daher lohnt es sich auch immer, den Zins zu vergleichen.

Um weitere Kosten zu senken, kann man Eigenleistung mit einbringen. Dies ist natürlich nur dann möglich, wenn es um den Neu- oder Umbau einer Immobilie geht. Man nennt diese Eigenleistung auch häufig Muskelhypothek und sie kann einen Anteil von bis zu 5% der Kaufsumme ausmachen. Wichtig ist hierbei nur, dass der Bauherr seine handwerklichen Fähigkeiten sehr realistisch einschätzt. Sonst kann es sein, dass Nachbesserungen dazu führen, dass der Bau plötzlich doch um einiges teurer wird. Auch unbedingt vermeiden sollte man, dass es zu einer Nachfinanzierung kommt. Diese Gelder sind in der Regel um einiges teurer als die ursprüngliche Baufinanzierung.

Riester für Berufsstarter

Montag, 17. Januar 2011

Für Berufsstarter ist der Einstieg in die staatlich geförderte zusätzliche private Altersvorsorge (Riester-Rente) besonders attraktiv. Bis zum 25. Lebensjahr spendiert der Staat einen einmaligen Berufsstarterbonus von 200 €. Interessant ist darüber hinaus, dass man im ersten Jahr grundsätzlich mit dem zulässigen Mindestbeitrag, dem sog. Sockelbetrag, von 60 € (= einem Heiermann pro Monat) bereits die volle Zulage von 154 € erhält. Den monatlichen Beitrag kann man später problemlos heraufsetzen oder Einmalzahlungen leisten, um sich entsprechend seiner Einkommensentwicklung weiterhin die optimale staatliche Förderung zu sichern. Außerdem ist zu bedenken, dass sich mit dem Mindestbetrag alleine kaum die voraussichtliche Lücke bei der Altersvorsorge wird schließen lassen. Welche Form von Riester-Vertrag man abschließt (Fondssparplan, Rentenversicherung oder Banksparplan), ist für die Höhe der Förderung unerheblich: Diese ist überall identisch. Ebenso erhält man – bei jeder Variante und bei jedem Anbieter – automatisch eine Garantie, dass zum Ende der Sparphase, frühestens ab dem 60. Geburtstag, mindestens die eingezahlten eigenen Beiträge sowie die eingegangenen Altersvorsorgezulagen als Vermögen zur Verfügung stehen. Dennoch empfiehlt sich unbedingt vor dem Abschluss ein ausführlicher Vergleich, da sich insbesondere die Kosten der einzelnen angebotenen Verträge deutlich unterscheiden. Als Daumenregel gilt darüber hinaus, dass mit Riester-Fonds bei einer langen Vertragslaufzeit grundsätzlich die höchsten Renditen zu erwarten sind.

Verzinsung von Lebensversicherungen

Freitag, 14. Januar 2011

Die Gesamtverzinsung von kapitalbildenden Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ist ein nicht uninteressantes Kriterium bei der Entscheidung, welche Gesellschaft(en) man als Partner für seine private Altersvorsorge auswählt. In der Spitze beläuft sich die Gesamtverzinsung, bestehend aus Garantiezins von (derzeit) 2,25 Prozent, Zinsüberschussbeteiligung sowie einmaliger Schlussüberschussbeteiligung auf rd. 5 Prozent. Das klingt gut. Jedoch: Die Überschüsse sind nicht garantiert, auch nicht für Folgejahre. Sie hängen maßgeblich ab von den erwirtschafteten Erträgen der Versicherungen und diese wiederum vom Zinsniveau. Außerdem: Die Gesamtverzinsung bezieht sich nicht auf den Versicherungsbeitrag, sondern nur auf dessen Sparanteil (nach Kosten). Sie hat somit nur peripher etwas mit der Rendite zu tun. Leider verzichten manche Anbieter nicht darauf, die Milchmädchenrechnung “Gesamtverzinsung ist höher als Zinssatz für Geldanlage“ in Flyern werbewirksam herauszustellen. Daraus folgt: Kunden sollten den Bankberater oder Versicherungsvertreter ihres Vertrauens nach der Rendite der jeweiligen Versicherung (bislang und aktuell prognostiziert) fragen und auf dieser Basis eine Entscheidung treffen. Obwohl zurzeit vieles dafür spricht, dass die Garantieverzinsung für neue Verträge aufgrund aufsichtsrechtlicher Vorgaben sinken wird, sollten Kunden nichts übereilen. Alternativen zu einer klassischen kapitalbildenden Versicherung bestehen zum Einen in guten Fondspolicen, zum Anderen in der Nutzung der staatlichen Förderung der privaten Altersvorsorge durch Riester.

Immobilien

Freitag, 14. Januar 2011

Eine Immobilie ist ein unbewegliches Sachgut und gilt als eine gute Geldanlage. Das Wort Immobilie ist aus dem lateinischen Wort „immobilis“ abgeleitet, was für unbeweglich steht. Immobilien unterscheidet man in Wohn-, Gewerbe-, Sozial- oder Spezialimmobilien. Eine Immobilie kann eine sehr gute Investition sein. Sie wird von vielen als Geldanlage geschätzt, da hierbei in einen Sachwert investiert wird. Man kann diese Investition als Altersvorsorge oder Renditeobjekt nutzen. Egal, in welche Immobilie man investiert, alle derartigen Investitionen sind zumeist auf Langfristigkeit ausgelegt und daher will es gut durchdacht sein. Normalerweise nutzt man eine Baufinanzierung, um eine Immobilie zu erstehen.

Wer sich dazu entscheidet, in eine Immobilie zu investieren, muss über Immobilien Bescheid wissen. Soll die gekaufte Immobilie über die Jahre nicht an Wert verlieren oder ihr Wert sogar steigen, kann man das nur über weitere Investitionen erreichen. Die Kosten entstehen also nicht nur beim Kauf der Immobilie, sondern auch stetig über die Jahre durch bauliche Maßnahmen. Es gilt, sie an die neuen Energiesparverordnungen anzupassen, sie zu in einem guten Zustand zu halten und in gewissen Abständen zu renovieren.

Viele, die eine Immobilie erwerben, tun dies mit dem Ziel, sie für die eigenen Wohnzwecke zu nutzen und hoffen, sie bis zum Erreichen der Rente abgezahlt zu haben. So hofft man, im Ruhestand mehr Geld von der Rente zur Verfügung zu haben. Immerhin spart man die Miete und erhält zudem die Freiheit, endlich Herr seiner eigenen vier Wände zu sein. Hier kann man „walten und gestalten“, wie es das Herz begehrt. Es gibt keine Vorschriften von irgendeinem Vermieter und Mieterhöhungen gehören der Vergangenheit an. Jeder Cent wird zukünftig in die eigene Zukunft investiert. Und das Ziel, als Rentner weder Miete noch Hausabtrag zahlen zu müssen, hört sich doch nach einer guten Altersvorsorge an.

Immobilien werden nach ihrer Nutzung unterschieden. Man unterscheidet in Gewerbe-, Sozial-, Spezial- und Wohnimmobilien. Gewerbeimmobilien nennt man Gebäude, wenn sie überwiegend oder ausschließlich für gewerbliche Zwecke genutzt werden. Das können Bürogebäude, Banken, Ämter oder ähnliche Gebäude sein. Sie dienen niemals dem Wohnzweck und die Verwendung liegt in der Ausübung eines Gewerbes. Dann gibt es Sozialimmobilien. In ihnen findet die Betreuung von Kranken und Hilfsbedürftigen statt. Dazu gehören Pflege- und Altenwohnheime genauso wie das Kinder- oder Obdachlosenheim. Im engeren Sinne ist die Sozialimmobilie auch eine Gesundheitsimmobilie, wenn in ihr alte, behinderte, pflegebedürftige und schwerstkranke Menschen behandelt werden. Darunter fallen Krankenhäuser und Kliniken. Bahnhöfe, Kraftwerksgebäude oder auch Hotels gehören zu den Spezialimmobilien. Sie wurden für eine ganz spezielle Nutzung errichtet. Und Immobilien, die nur dem reinen Wohnzweck dienen, werden als Wohnimmobilien bezeichnet.

Entscheidet man sich für den Kauf einer Wohnimmobilie, muss man allerdings nicht zwangsläufig selber darin wohnen. Man kann diese auch zunächst vermieten. Das bietet einem neben steuerlichen Vorteil noch die Möglichkeit, dass man den Abtrag für das Haus oder die Wohnung meist bis zu 100% vom Mieter erhält und somit keinen finanziellen Mehraufwand für den Ankauf der Wohnimmobilie hat. Kommt man dann ins Alter, in dem man sich zur Ruhe setzen möchte, kann man die Wohnimmobilie, die dann im besten Fall schon abgezahlt ist, für sich selber nutzen. Auch vermietete Immobilien lassen sich mit einer Immobilienfinanzierung finanzieren, dies ist sogar der Regelfall.

Was bedeutet das Wort “Kredit”?

Donnerstag, 13. Januar 2011

Das Wort Kredit leitet sich von dem lateinischen Wort credere ab, was „glauben“ bedeutet und dem Wort creditum, was „das auf Treu und Glauben Anvertraute“ bedeutet. Wie das lateinische Wort credere also schon beinhaltet, geht es bei der Vergabe eines Kredites auch ums Glauben und Vertrauen. Der Kreditgeber prüft zwar die Bonität, doch ist er auch darauf angewiesen, dass der Kreditnehmer ihm wahre Auskünfte erteilt und keine falschen Angaben gemacht hat.

Die Vergabe eines Kredites an einen Kreditnehmer ist ein Finanzgeschäft. Da es sich um ein Geschäft handelt, ist klar, dass der Kreditgeber dem Kreditnehmer das Geld nicht umsonst zur Verfügung stellt. Er nimmt vielmehr für die Gebrauchsüberlassung seines Geldes Zinsen und meist fallen noch weitere Kosten wie Abschluss- und Bearbeitungsgebühr, Provision, Agio und Disagio an.

Während es für den Kreditgeber in erster Linie wichtig ist, zu wissen, ob er sein Geld zurückgezahlt bekommt, ist es für den Kreditnehmer eher wichtig, dass er nicht zu viel für seinen Kredit zahlt. Sind die Nebenkosten des Kredites zu teuer, kann es schnell sein, dass sich die Aufnahme eines Kredites nicht lohnt, heißt, schlichtweg zu teuer wird. Also sollte man die Kosten für den Kredit prüfen und auch, ob es sich langfristig lohnt, einen Kredit aufzunehmen.

Bei der Aufnahme eines Kredites sollte sich der Kreditnehmer im Vorwege fragen, ob der Verwendungszweck dem Kredit angemessen ist. Einfach nur so, um Geld zu haben und dieses ohne bestimmten Zweck zu verwenden, macht nicht viel Sinn. Wenn kein wirklicher Bedarf besteht, sollte man auf einen Kredit verzichten. Doch wer weiß, was er möchte und auch berechnet hat, ob der dann dafür zu zahlende Preis noch angemessen ist, der kann sich dann mit gutem Gewissen einen Wunsch erfüllen, ohne vorher lange dafür sparen zu müssen. Eine sinnvolle Verwendung eines Kredites kann die Ablösung eines überzogenen Girokontos sein. Hierfür fallen Überziehungszinsen an, die weitaus höher sind, als die Zinsen für einen Kredit. In so einem Fall spart der Kreditnehmer also tatsächlich noch Geld.

Kredite für private Kunden unterliegen besonderen gesetzlichen Vorschriften, die im Rahmen des Verbraucherschutzes Anwendung finden. Darin ist geregelt, dass der Preis für den Kredit angegeben sowie der effektive Jahreszins ausgewiesen sein muss. Um einen Kredit aufnehmen zu dürfen, muss der Kreditnehmer volljährig sein und Bonität haben. Die Bonität wird anhand von automatisierten Verfahren ermittelt. Bei diesem Verfahren holt der Kreditgeber Auskünfte und Daten vorheriger bzw. bereits vorliegender Geschäftsbeziehungen ein oder er holt sich die Auskunft direkt bei der Schufa.

Kredite gibt es viele und es gibt sie für jeden denkbaren Zweck. Es gibt den Kredit für den Autokauf, den Ratenkredit für die neue Küche, den herkömmlichen Ratenkredit, den man in Form von Geld erhält oder auch den Versandhauskredit, der es möglich macht, Waren in einem Versandhauses zu erwerben, um diese dann in Raten abzuzahlen. Um einen Kredit zu erhalten, genügt es in der Regel, dass man die letzten drei Lohn- oder Gehaltsabrechnungen vorlegt. Weiterhin wird der Kreditgeber die Bonität des Kunden prüfen, um zu erfahren, wie seine Zahlungsmoral bei den vorherigen Geldgeschäften gewesen ist. Eine SCHUFA-Auskunft kann, muss aber nicht zwingend für die Vergabe eines Kredites eingeholt werden.

Baufinanzierung

Mittwoch, 12. Januar 2011

Der Begriff „Baufinanzierung“ ist ein Oberbegriff für alle Arten von Krediten, die den Kauf, Neubau oder die Renovierung der eigenen vier Wände betreffen. Es gibt verschiedene Baukredite, wie zum Beispiel das Hypothekendarlehen, Lebensversicherungs- oder Fonds-Darlehen sowie das Bauspardarlehen.

Die eigene Immobilie war, ist und wird wohl auch der Traum für viele Menschen bleiben, den man sich im Laufe des Lebens gerne erfüllen möchte. Dass viele den Wunsch nach einer eigenen Immobilie haben, liegt zum Teil daran, dass man sein Eigenheim frei gestalten und verändern kann und man ist nicht mehr von den ständig steigenden Mieten abhängig. Die Finanzierung macht die monatliche Belastung auf lange Zeit vorausschaubar. Dieses ist auch ein Grund dafür, dass sich eine Immobilie sehr gut zur Altersvorsorge eignet. Dieser Traum kann mit einer günstigen Baufinanzierung zur Wirklichkeit werden.

Worauf sollte der Kreditnehmer also achten, wenn er auf der Suche nach einer günstigen und guten Baufinanzierung ist? Ob Hausbau oder Immobilienkauf, es kommt immer vor allen auf günstige Zinsen an. Und dabei sollte das Augenmerk nicht in erster Linie auf dem Nominalzins liegen, mit dem immer gerne geworben wird, sondern vielmehr auf dem Effektivzins. Nur er gibt wirklich Auskunft darüber, wie gut oder günstig die angebotene Baufinanzierung letztendlich ist. Der Effektivzins ergibt sich aus den Nebenkosten der Baufinanzierung, die da sind: Agio, Disagio, Provisions-, Bearbeitungs- und Abschlussgebühren oder auch Kosten für eine Restschuld- und/oder Risikolebensversicherung. Diese Kosten werden auf die Kreditsumme aufgeschlagen und daraus ergibt sich unter Hinzunahme des Nominalzinssatzes der Effektivzins. Wer hier also aufpasst und vergleicht, kann bares Geld sparen. Weiterhin Geld sparen kann man durch das Einbringen von Eigenleistung. Diese wirkt sich günstig auf die Finanzierung aus. Wer über ein gewisses handwerkliches Geschick verfügt und bereit ist, einen großen Teil seiner Freizeit am Bau seines Hauses zu verbringen, kann hier nochmal kräftig sparen.

Wer bauen oder kaufen möchte, sollte übrigens nie vergessen, sich informieren, ob ihm eventuell Fördergelder zustehen. Von der Bank für Wiederaufbau, kurz KFW, werden besonders günstige Kredite erteilt, die die an sich schon günstige Baufinanzierung noch um einiges unterbieten können. Dies beruht zu einem darauf, dass der Staat dem Wohneigentum grundsätzlich positiv gegenübersteht. Er vergibt dafür bestimmte Kredite für Familien mit Kinder sowie Steuervergünstigungen. Und zum anderen werden die Bauherren belohnt, die entweder Altbauten den neuesten Energiesparmaßnahmen anpassen oder aber Neubauten in besonders energiesparender Bauweise errichten. Fördergelder gibt es dann zum Beispiel für Photovoltaik und Solar oder für eine Hausfassade mit einer Wärmedämmung nach EnEV (Energieeinsparverordnung).

Dass es sich gelohnt hat, in die eigenen vier Wände zu investieren, wird man dann bemerken, wenn die Finanzierung nach ca. 20 bis 30 Jahren abgeschlossen ist. Denn dann spart man kräftig. Zwar hat man oft im Vergleich zur Wohnmiete einen höheren finanziellen Aufwand gehabt, doch das rentiert sich dann nach der Ablösung des Kredites. Meist ist der Kredit zum Beginn der Rente abgetragen und man kann dann über mehr Geld verfügen. Daher eignet sich der Kauf einer Immobilie auch sehr gut als Altersvorsorge.

Wohneigentumsförderung für Selbstständige

Mittwoch, 12. Januar 2011

Insbesondere in Zeiten historisch niedriger Zinssätze kann es durchaus darstellbar sein, eine Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung unter Dach und Fach zu bringen, die mit einer mietähnlichen Belastung einhergeht bzw. keine zusätzliche Belastung für die frischgebackenen Eigenheim- oder Wohnungsbesitzer mit sich bringt.
Für beruflich Selbstständige stellt sich in der Praxis die Umsetzung des Traums von den eigenen vier Wänden jedoch meist dar als für Arbeitnehmer, da Kreditinstitute tendenziell bei der Kreditvergabe an diesen Kundenkreis strengere Anforderungen stellen. Ursache ist insbesondere der Umstand, dass die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit für Zins- und Tilgungsleistungen weniger eindeutig zu beurteilen ist als bei abhängig Beschäftigten. Insofern kann es sinnvoll sein, die Immobilienfinanzierung in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Finanzdienstleister, der mit zahlreichen Kreditinstituten in Geschäftsverbindung steht, in die Wege zu leiten. Öffentliche Förderung, beispielsweise durch zinsgünstige Förderdarlehen wie das KfW-Wohneigentumsprogramm, ist auch für beruflich Selbstständige eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit der Ersparnis an Kapitalkosten.

Wie geht man die private Altersvorsorge an?

Montag, 10. Januar 2011

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden nach heutigem Stand für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr ausreichend sein, um für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben einen ausreichenden oder gar angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten. Private Vorsorge für das Alter ist insoweit unumgänglich, um bestehenden bzw. abzusehenden Lücken hinsichtlich der Altersvorsorge zu begegnen.
Die Art und Weise der Vorsorge kann auf verschiedene Wege erfolgen. Kapitalbildende Versicherungen sind hierbei eine von mehreren Optionen. Grundsätzlich sollten bei der Wahl der geeigneten Produkte die individuelle Zielsetzung, die Laufzeit und die persönliche Risikobereitschaft im Vordergrund stehen. Gleichzeitig sollten die Kosten, die in Zusammenhang mit der jeweiligen Geldanlage anfallen, sorgsam verglichen werden. Prüfenswert sind darüber hinaus die Angebote seitens des Staates, durch eine Förderung in Form von direkten Zulagen oder Steuervergünstigungen einen Beitrag zur privaten Altersvorsorge zu leisten. Die Betriebliche Altersvorsorge zählt unter bestimmten Voraussetzungen hierzu, ebenso wie die Riester-Rente und die Rürup-Rente.
Neben Versicherungen kommen Sparpläne sowie Fondssparpläne zum langfristigen Vermögensaufbau in Betracht. Auch eine selbstgenutzte Wohnimmobilie, die mit Eintritt in den beruflichen Ruhestand lastenfrei ist, stellt aufgrund der ersparten Miete ein weit verbreitetes Instrument für die private Altersvorsorge dar. Die entsprechende Immobilienfinanzierung sollte deshalb frühzeitig durch Bemessung der notwendigen Tilgungsleistungen strukturiert werden.