Riester-Versicherungen

Rentenversicherungen stellen unverändert die meistverkaufte Variante von Riester-Verträgen dar. Ursprünglich, bei Einführung der staatlich geförderten zusätzlichen privaten Altersvorsorge, war es ausschließlich möglich, eine Riester-Rente über eine Versicherung abzuschließen. Nunmehr stehen als weitere Varianten auch Fondssparpläne, Banksparpläne und die Eigenheimrente (besser bekannt als Wohn-Riester, interessant als Bestandteil einer Baufinanzierung), zur Verfügung.
Wer eine Riester-Versicherung abschließt, wird Versicherter im Rahmen eines Rentenversicherungsvertrages. Die Unterschiede zur konventionellen privaten Rentenversicherung liegen neben der Berechtigung zur staatlichen Förderung darin, dass seitens des Gesetzgebers die Verhängung von Ratenzuschlägen, die ansonsten bei unterjähriger Beitragszahlung nicht unüblich ist, untersagt ist; daneben gelangen Unisex-Tarife zur Anwendung, d.h., Männer und Frauen werden trotz statistisch unterschiedlicher Lebenserwartung bei identischem Vertragsverlauf hinsichtlich der Ablaufleistung bzw. der monatlichen Rente gleichgestellt. Auch ist die Höhe der Kosten im Vergleich zu “normalen“ kapitalbildenden Versicherungen transparenter.
Die staatliche Förderung durch Altersvorsorgezulagen (Grundzulagen und Kinderzulagen) sowie steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge innerhalb gewisser Grenzen als Sonderausgaben sorgt dafür, dass eine Riester-Versicherung häufig die bessere Alternative zu einer klassischen privaten Rentenversicherung für die private Altersvorsorge darstellt. Eine andere Frage ist jedoch, ob die staatliche Förderung nicht bei anderen Varianten der Riester-Rente besser aufgehoben ist. Dies hängt von den Zielen und Bedürfnissen sowie den persönlichen und finanziellen Verhältnissen des Kunden ab und gilt es also im Einzelfall zu prüfen. Die Höhe der Förderung ist bei allen Varianten von Riester-Verträgen identisch.

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