Begriff Baufinanzierung

Für den Begriff Baufinanzierung gibt es viele Bezeichnungen. Ob man Baudarlehen, Bauspardarlehen, Hypothek oder Annuitätendarlehen sagt, man meint damit immer nur eine bestimmte Form der Baufinanzierung. Da die Baufinanzierung den Anspruch hat, sehr individuell und flexibel sein zu wollen, erscheint sich auch in vielen verschiedenen „Outfits“. Sie bietet damit fast jedem Kreditnehmer das richtige Modell, das zu ihm passt.

Die am häufigsten in Anspruch genommene Baufinanzierung ist das Annuitätendarlehen. Man bezeichnet es so, weil der Betrag, der jährlich für die Zinsen und die Tilgung zu leisten ist, Annuität heißt. Hierbei hat der Kreditnehmer zwei Möglichkeiten. Er kann trotz Abzahlung des Darlehens immer gleichhohe Raten haben. In diesem Fall sinkt der Anteil der Zinsen und der Tilgungsanteil steigt stetig. Oder er entscheidet sich für die Variante, dass die Rate in dem Maß sinkt, wie ja auch die Zinsen sinken, da getilgt wird. Der Tilgungssatz kann vom Kreditnehmer selber bestimmt werden. Allerdings sollte er nicht unter 1% liegen. Neben der eigentlichen Tilgung können auch Sondertilgungen oder Tilgungsaussetzungen vereinbart werden. Mit einem Annuitätendarlehen erhält der Kreditnehmer eine große Planungssicherheit. Er weiß immer genau, was er noch zahlen muss und er sieht über die Zeit, wie die Darlehensschuld immer weiter sinkt. Leider kann der Kreditnehmer die Zinsen nicht über die gesamte Laufzeit binden. Laufen Baufinanzierungen nicht selten 20 bis 30 Jahre, so müssen Zinsbindungsfristen bereits nach 5 bis 15 Jahren neu verhandelt werden. Wer also am Anfang ganz besonders günstige Zinsen vorfand, kann später das Gegenteil vorfinden oder umgekehrt.

Der Kauf einer Immobilie kann weiterhin mit einem Lebensversicherungsdarlehen oder auch einem Fonds-Darlehen finanziert werden. Wer diese Form der Baufinanzierung wählt, verbindet eine Kapital-Lebensversicherung oder einen Fondssparplan mit einem Darlehen. Während der Ansparphase werden nur Zinsen für das Darlehen fällig, es wird nicht getilgt. Diese wird erst dann vorgenommen, wenn die Versicherung fällig wird bzw. das Fondsvermögen zur Auszahlung gelangt. Dann wird das Darlehen im besten Fall auf einen Schlag getilgt. Im besten Fall sagt man hier deshalb, weil es im schlimmsten Fall auftreten kann, dass nicht die Rendite erzielt worden ist, wie es im Vorwege geplant war. Es gibt keine wirkliche Garantie auf die Ablaufleistung der Lebensversicherung und auch der Fondssparplan kann aufgrund von Kursschwankungen anders als erwartet verlaufen. Dann bleibt ein Teil der Darlehensschuld bestehen und muss neu finanziert werden. Wer diese Finanzierung für ein Objekt beansprucht, dass er dann vermietet oder verpachtet, erhält den steuerlichen Vorteil, dass er die Zinsaufwendungen absetzen kann. Der Vorteil bei dieser Art der Baufinanzierung liegt darin, dass sie günstiger als das Annuitätendarlehen ist und wer ein Lebensversicherungs-Darlehen abschließt, erhält damit gleichzeitig einen Todesfallschutz.Ohne Eigenkapital können Sie eine Vollfinanzierung nutzen.

Anstelle von einer Immobilienfinanzierung wird oft auch ein Hypothekendarlehen verwendet. Doch dies ist eigentlich eher die Absicherung eines Darlehens mit einer Hypothek. Dann kann man auch noch mit einem Bauspardarlehen zu den eigenen vier Wänden gelangen. Hier wird im Vorwege eine bestimmte Zeit in ein Bausparvertag eingezahlt, bis einem ein Bauspardarlehen zugeteilt wird. Meist müssen 30% der Kreditsumme angespart werden. Doch auch die Sofortfinanzierung ohne vorherige Ansparphase ist möglich.

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