Falscher Geiz

Verschiedenen Quellen zufolge sollen zwischen 20% und 30% aller Haushalte über keine Privathaftpflichtversicherung verfügen. Plausible Gründe lassen sich nicht ausmachen, da der finanzielle Aufwand als sehr überschaubar ist, insbesondere vor dem Hintergrund der Gegenleistung: Schutz vor Schadensersatzansprüchen Dritter, die den finanziellen Ruin darstellen können.
Wenn man sich entschlossen hat, diese Risiken, seien sie auch noch so unwahrscheinlich, abzusichern, sollte man allerdings keinen falschen Geiz hinsichtlich der Höhe der Versicherungssumme walten lassen. In der Praxis bisweilen anzutreffende Verträge über 1 Mio. € sind zu knapp bemessen für einen hinreichenden Schutz für Haftungsansprüche, die aus Personenschäden herrühren. Verbraucherschützer empfehlen, hier nicht unter 3 Mio. € abzuschließen.
Sparen sollte man nicht am falschen Ende, sondern vielmehr am richtigen: Ratenzuschläge, die bei einer unterjährigen (z.B. monatlichen) Zahlungsweise berechnet werden, stellen im Ergebnis sehr teure Kredite dar, die man bei der Versicherungsgesellschaft aufnimmt. Diese Kosten sollte man sich schenken, auch bei anderen Versicherungen.

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