Statussymbol

Ein Dispo (Kurzform für Dispositionskredit) wird meist durch das kontoführende Kreditinstitut formlos eingeräumt, wenn regelmäßige Einkünfte in einer gewissen Mindesthöhe auf dem Girokonto zu verzeichnen sind. Die Bonitätsprüfung, also die Frage, ob der Kunde “gut“ ist für einen Dispositionskredit, wird im Zuge der Eröffnung des Girokontos oftmals mit beantwortet. Mitunter ist in den Kreditvergaberichtlinien der jeweiligen Bank oder Sparkasse eine gewisse “Karenzzeit“ festgelegt, d.h., der Kunde muss neben einer ohnehin ausreichenden Bonität, die im Rahmen der Kontoeröffnung durch die zur Verfügung gestellten Unterlagen wie Selbstauskunft, Verdienstbescheinigungen und Einholung einer Schufa-Auskunft geprüft wird, zusätzlich den Nachweis erbringen, dass er sein Girokonto beanstandungsfrei führt.
Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass ein Dispositionskredit in etwa das Drei- bis Fünffache des monatlichen Nettoeinkommens, das als regelmäßiger Eingang auf dem betreffenden Girokonto zu verzeichnen ist, beträgt. Allerdings ist es nicht unüblich, dass bestehende Ratenkredite auf den Verschuldungsgrad des Kunden angerechnet werden, etwa dahingehend, dass die monatliche Kreditrate vom Nettoeinkommen abgezogen wird, so dass das zusätzliche Dispositionslimit des Girokontos entsprechend reduziert wird.
Was die Verwendung des Dispos angeht, so sollte diese überaus sparsam erfolgen. Da ein Dispo ein zwar sehr bequemer, jedoch alles andere als günstiger Kredit ist, sollte man ihn nur in Ausnahmefällen in Anspruch nehmen und ansonsten als eiserne Reserve für Notfälle und im Übrigen als Statussymbol betrachten.

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