Wie viel Schutz muss sein?

Mieter benötigen keine Sturm- und Wasserversicherung. Diese ist Sache des Hausbesitzers, welcher in der Regel die Auswahl der jeweiligen Wohngebäudeversicherung an die Hausverwaltung delegiert. Jugendliche, die das Elternhaus in Richtung erster eigener Bude verlassen, benötigen eine eigenständige Privathaftpflichtversicherung, da sie mit eigenem Wohnsitz nicht mehr über die Eltern mitversichert sind. Zieht hingegen in besagte Bude der oder die Lebensabschnittsverschöner(in) mit ein, ist eine gemeinsame Haftpflichtpolice ausreichend. Diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig es ist, anlassbezogen seinen Versicherungsschutz zu überprüfen.
Welche Versicherungen man überhaupt benötigt, hängt einerseits von den persönlichen Lebensumständen wie den familiären und beruflichen Verhältnissen ab, andererseits vom persönlichen individuellen Sicherheitsbedürfnis. Ein Muss neben den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtversicherungen (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, gegebenenfalls Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Kfz-Haftpflicht und Wohngebäudeversicherung) stellt die Privathaftpflicht dar. Hieran zu sparen, ist mindestens falscher Geiz, wenn nicht schlicht dumm.
Sofern ein Haushalt mit einem Alleinverdiener oder Hauptverdiener eine Baufinanzierung in Angriff nimmt, empfiehlt sich darüber hinaus der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Diese schließt das Risiko aus, dass die Hinterbliebenen nicht in der Lage sind, den Kapitaldienst zu leisten und die Bank entsprechend gezwungen ist, Zwangsmaßnahmen zur Verwertung der Immobilie in die Wege zu leiten. Auch Familien, die nicht in eigenen vier Wänden wohnen, sollten zur Absicherung der Kinder für den Fall eines Falles entsprechend Vorsorge treffen.
Für jedermann stellen sich darüber hinaus Fragen hinsichtlich des Schutzes gegen mögliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, sei es durch Alter, Krankheit, Verschleiß oder Unfall. Eine gesetzliche Absicherung ist in den meisten Fällen nicht existent oder unterhalb des Sozialhilfeniveaus anzusiedeln. Mit den Vor- und Nachteilen einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder alternativen Schwere Krankheiten Vorsorge sollte man sich besser früher als später auseinandersetzen.

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