Keine VL?

Die Anlage von kleinen monatlichen Sparbeiträgen im Rahmen eines Sparvertrags für Vermögenswirksame Leistungen (VL) ermöglicht in der Praxis praktisch jedem Arbeitnehmer, kostengünstig und mit der Option auf staatliche Zuschüsse in Form der steuerfreien Arbeitnehmer-Sparzulage den Aufbau von Vermögen unkompliziert in die Wege zu leiten. Der überwiegende Teil der Arbeitnehmer erhält heutzutage VL, sei es aufgrund von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder einzelvertraglichen Regelungen. Wer zur Minderheit zählt, geht jedoch nicht zwangsläufig leer aus. Alternativ lässt sich mit dem Arbeitgeber nämlich vereinbaren, dass dieser die Sparbeiträge als Gehaltsbestandteil an die Fondsgesellschaft bzw. die Bausparkasse überweist. Dies tut weder der Rendite noch der Förderberechtigung Abbruch. Vor dem Abschluss sollte man sich bemühen, einen besonders kostengünstigen VL-Vertrag als Instrument zur Geldanlage zu erhalten. Bei einem Sparvertrag mit jährlich geringer Flatrate als Depotgebühr und dem Kauf von Fonds ohne Ausgabeaufschlag spart man auf mittlere bis längere Sicht erheblich. Hierum muss sich der Arbeitnehmer allerdings selbstständig bemühen. Im Unterschied zur bAV (Betriebliche Altersvorsorge), bei der der Arbeitgeber den Anbieter (gegebenenfalls im Benehmen mit dem Mitarbeiter) festlegt, ist die Auswahl des Anbieters bei Vermögenswirksamen Leistungen Sache des Arbeitnehmers: Der Arbeitgeber erhält lediglich einen Auftrag, welchen Betrag er wohin überweisen soll.

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