Sparen oder tilgen?

Riester ist in aller Munde. Zuletzt häufig, weil die Förderung und die Konstruktion insgesamt als zu kompliziert angesehen werden. Nachbesserungen seitens des Gesetzgebers sind derzeit in Planung. Grundsätzlich ist das Produkt jedoch besser als sein Ruf und auch besser, als es bei seiner Einführung war. Veränderungen bei der Riester-Rente bedeuteten seit der Einführung durchweg Verschlankungen und Entbürokratisierung, gingen also stets in die richtige Richtung.
Die individuelle Entscheidung pro oder contra Riester hängt ganz wesentlich davon ab, ob man zum geförderten Personenkreis dieser Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge zählt. Arbeitnehmer und Beamte sind in den Kreis der Förderberechtigten einbezogen, Einkommensgrenzen gelten hierbei nicht. Komplizierter kann es bei Selbstständigen sein; Einzelheiten hierzu kann man mit einer unabhängigen Unternehmensberatung besprechen. Wenn die Berechtigung in Bezug auf die Förderung (Zulagen und ggf. weiter Steuervergünstigungen) geklärt ist, ist die Frage nach der grundsätzlichen Zielrichtung zu stellen: Sparen oder tilgen?
Sparen kann man über Versicherungen, Fondssparpläne oder Banksparpläne. Fürs Tilgen einer Immobilienfinanzierung in Zusammenhang mit selbstgenutztem Wohneigentum (Eigenheim oder Eigentumswohnung) gibt es die Eigenheimrente, besser bekannt als Wohn-Riester. Bei einer bestehenden Baufinanzierung kann Wohn-Riester auch später begonnen werden, zum Beispiel anlässlich einer Anschlussfinanzierung nach Auslaufen einer Zinsbindungsvereinbarung, wenn ohnehin Zins- und Tilgungssätze neu verhandelt und fixiert werden.

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