Weitere Zinserhöhung in Sicht

Ausgehend von den jüngsten Äußerungen seitens des EZB-Präsidenten ist mit einer weiteren Erhöhung des Leitzinses in absehbarer Zeit, vermutlich sogar in einem Monat, zu rechnen. Unabhängig davon, wie hoch dieser ausfallen wird, ist in jedem Falle davon auszugehen, dass Sparer weiterhin mit nicht eben üppigen Renditen für ihre klassischen Geldanlagen leben müssen und dass Baugeld sich zwar weiter von den historischen Tiefstständen im letzten Herbst entfernen wird, aber dennoch im langfristigen Vergleich als sehr günstig zu bezeichnen ist. Inwieweit der sich abzeichnende Trend weg vom billigen Geld nachhaltig sein wird und man auf mittlere Sicht wieder – bei weiteren möglichen Zinserhöhungen oder, insbesondere bei längeren Laufzeiten, durch Angebot und Nachfrage – von höheren Zinsen sprechen kann, ist aus heutiger Sicht noch völlig spekulativ. Wesentliche Einflussfaktoren sind hierbei Konjunktur und Inflation, welche ihrerseits wiederum nicht völlig unabhängig voneinander sind. Für Geldanleger gewinnen in einem Szenario steigender Zinsen tendenziell Geldmarktfonds, die als Fonds ohne Ausgabeaufschlag beim Erwerb in der Regel mit keinen Nebenkosten verbunden sind, wieder an Attraktivität im Vergleich zu einer Festgeldanlage. Wer hingegen eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat und wessen Anschlussfinanzierung noch nicht unmittelbar vor der Tür steht, der sollte sich um Modalitäten sowie Vor- und Nachteile, die mit einem Forward Darlehen verbunden sind, zumindest eingehend vertraut machen, um seine Möglichkeiten zum Schutz vor steigenden Zinsen zumindest einschätzen und bewerten zu können.

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