Baugeld

Wer sich mit Immobilienplänen trägt, ist auf der Suche nach möglichst billigem Baugeld. Ganz gleich, ob die Wunschimmobilie gekauft werden soll oder erst noch gebaut werden muss, die meisten Immobilien-Interessenten verfügen selten über genügend Eigenkapital, um dieses Projekt aus dem Stand heraus zu finanzieren. Sie sind daher auf die Finanzierung mit Fremdkapital angewiesen. Baugeld gibt es zu günstigeren Konditionen als andere Kredite. Das ist schon einmal ein Vorteil, auch werden hervorragende öffentliche Fördermöglichkeiten angeboten. Hier lohnt es sich nach Informationen zu suchen, und sich wirklich viele ganz unterschiedliche Angebote anzusehen.

Der entscheidende Faktor beim Baugeld, wie auch bei anderen Krediten, sind die Zinsen. Von der Zinshöhe am Markt hängt auch der durchschnitliche Zinssatz beim Baugeld ab. Hier lohnt es sich allerdings, die Anbieter genauestens zu vergleichen und die einzelnen Angebote gut durchzurechnen.

Da es beim Baugeld in Form eines Baudarlehens oft um mehrere Hunderttausend Euro geht, bringt selbst ein so gering erscheinender Unterschied wie 0,1 Prozent am Ende der langen Laufzeit den Unterschied von mehreren Tausend Euro. Allein dieses kurze Beispiel zeigt, dass man sich wirklich um jeden noch so kleinen Faktor das Baugeld betreffend eingehend kümmern muss. Die lange Laufzeit, die bei einer Baufinanzierung mit Baugeld üblich ist, führt am Ende zu den hohen Zinsbeträgen. Das sollte den Bauherren nicht weiter beunruhigen, hat er doch im Grunde ausgesprochen günstige Konditionen, wenn man das Baugeld mit anderen Kreditformen vergleicht.

Nicht nur die Zinsen sollten für den Abschluss eines Kreditvertrages zur Baufinanzierung ausschlaggebend sein. Auch die anderen Punkte des Kreditvertrages sollten genau studiert werden. So geht es auch um die Flexibilität bei der Rückzahlungsvereinbarung. Gerade in jungen Familien lassen sich nicht alle Zukunftspläne exakt vorausbestimmen. Viele Faktoren unterliegen Schwankungen, die nicht immer einen geraden Weg nehmen. Da geht es um die Aufstiegschancen im Beruf oder die Gehaltssteigerungen, die eventuell nicht wie gewünscht verlaufen. Es kann durchaus auch zur Arbeitslosigkeit kommen. Auf solche Situationen muss man sich auch mit der Rückzahlung des Kredites einstellen können. Daher sollte der Vertrag immer auch Klauseln enthalten, die eine Tilgungs-Aussetzung ermöglichen oder eine Reduzierung der monatlichen Ratenhöhe. Je niedriger der Zinssatz, desto unflexibler sind meist diese Punkte geregelt. Darauf sollte man also auch achten, wenn man Baugeld für seine Projekte benötigt.

Finanzielle Engpässe können immer wieder unvorhergesehen auftreten. Selbst die sorgfältigste Planung kann einen nicht davor schützen. Man kann sich allerdings vorher schon eine Art Norfallplan zurechtlegen, indem man darauf achtet, dass bei der Rückzahlung von Krediten wie dem Baugeld eine Flexibilität gegeben ist, mit der man diese Engpässe problemlos überwinden kann. Diese Flexibilität sollte der Vertrag über das Baugeld bereits von Anfang an enthalten, damit man in einer derartigen Zwangslage nicht nachverhandeln muss, sondern ganz unbefangen diese Möglichkeiten in Anspruch nehmen kann.

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