Kaufgelegenheiten

Wenn es an der Börse wie derzeit gehörig scheppert, bieten sich mitunter sehr günstige Kaufgelegenheiten. Dies ist historisch betrachtet nach starken Kursrückgängen auf breiter Front überwiegend das Ergebnis einer rückwärtigen Betrachtung gewesen. Dass der Zeitpunkt einer Wende zum Besseren nicht seriös zu prognostizieren ist, sollte jedoch außer Frage stehen. Wichtig ist entsprechend, dass man nur Gelder investiert, die nicht kurzfristig benötigt werden. Dieser Grundsatz, den man ohnehin bei der Geldanlage außerhalb von Konten beherzigen sollte, ist in hochvolatilen Phasen wie momentan an Wichtigkeit nicht zu überbieten. Überdies – auch dies ist eine leider oftmals auf die leichte Schulter genommene Empfehlung, die in jedem ernst zu nehmenden Börsenbuch zu finden ist – sollte man nicht zu speziell investieren. Es kann beispielsweise natürlich so kommen, dass die zunächst durch die Immobilien- und jetzt durch die Euro/Schuldenkrise besonders gebeutelten Banken besonders stark an einer Erholung partizipieren werden, genauso gut kann es auch passieren, dass eine zukünftig einsetzende Erholung weitgehend an ihnen vorbeiläuft. Also im Zweifel besser in qualitativ langjährig überzeugende Investmentfonds als in einzelne Aktien investieren und tendenziell breit streuende Fonds gegenüber solchen bevorzugen, die auf einzelne Branchen oder Länder fokussiert sind. Eine Kaufgelegenheit der anderen Art bietet sich im Übrigen für angehende Immobilienbesitzer: Die Flucht von Anlegern in den sicheren Hafen der Bundesanleihen hat (flankiert durch die Fortführung der Politik des billigen Geldes durch die EZB, welche aktuell der Konjunktur mehr mit Sorge gegenübersteht als einer möglichen Inflation) für außerordentlich günstiges Baugeld gesorgt!

Schlagworte: , , ,

Kommentieren