Mit Riester zur eigenen Immobilie

In Zusammenhang mit einer Baufinanzierung kann man Riester grundsätzlich auf zwei Wegen nutzen. Entweder spart man mit staatlicher Hilfe durch die entsprechende Förderung ein geschütztes Altersvorsorgevermögen an, oder man lässt sich durch den Staat bei der Tilgung bestehender Darlehen laufend und planmäßig unterstützen. Nutzt man die Riester-Förderung mit Hilfe von Versicherungen, Fonds oder Banksparplänen, darf man das angesparte Vermögen, ohne das Risiko einzugehen, die staatliche Förderung hierdurch einbüßen zu müssen, zum Immobilienerwerb verwenden, sofern es sich um im Inland belegenes selbstgenutztes Wohneigentum handelt. Alternativ kann der Riester-Effekt nicht erst nach Ablauf der Sparphase zum Tragen kommen, sondern bereits vorher, während der Laufzeit der Finanzierung der Immobilie. Hierbei fließen die staatlichen Altersvorsorgezulagen als Sondertilgungen ein, wodurch sie die Darlehenslaufzeit verkürzen und aufgrund der ersparten Zinsen eine schnellere Entschuldung bewirken. Diese als Wohn-Riester bekannte Variante kann man auch anlässlich einer anstehenden neuen Festzinsvereinbarung für die Immobilienfinanzierung abschließen, um der Tilgung künftig noch mehr Schwung zu verleihen.
Beiträge zur Riester-Rente gelten im Rahmen von bestimmten Höchstbeträgen, aber unabhängig von Einkommensgrenzen der beantragenden Personen, als Sonderausgaben im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung. Aufgrund der zusätzlich zu den Grundzulagen fließenden Kinderzulagen, die für eine noch höhere staatliche Förderung sorgen, ist eine Riester-Rente vor allem für Familien eine überaus lukrative und renditeträchtige Möglichkeit, bestehende und nicht wegzudiskutierende Lücken bei der Altersvorsorge schließen zu können. Je nach Vertragsart besteht entweder zum Rentenbeginn ein geschütztes Altersvorsorgevermögen für eine lebenslange Zusatzrente, oder man verfügt über lastenfreies Wohneigentum, welches mit einer Mietersparnis im Ruhestand verbunden ist.

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