Vorsorge mit der eigenen Immobilie

Immobilien als Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau bis hin zur privaten Altersvorsorge werden in verschiedenen Studien und Umfragen sehr häufig als sehr sicher und dementsprechend besonders geeignet angesehen. Im Vergleich zu anderen Vermögensformen wird neben anderen Argumenten, die teilweise durch die Erfahrungen aus der jüngsten Finanzkrise induziert sind, insbesondere auf die langfristige Wertstabilität von Wohnimmobilien sowie, vor dem Hintergrund einer latenten Inflationsangst, auch auf den Aspekt einer im Vergleich zu Geldwerten geringeren Gefahr einer Wertminderung durch nachhaltige überdurchschnittliche Steigerungen der allgemeinen Preissteigerungsrate, Inflation, abgestellt. Der lastenfreie Besitz eines Eigenheims bzw. einer Eigentumswohnung, bei der die ehemals bestehende Immobilienfinanzierung bereits eine vollständige Tilgung erfahren hat,  gewährleistet als weiteres Argument, das für Immobilien als Bestandteil der privaten Altersvorsorge spricht, angesichts der ersparten Miete in der Zeit des beruflichen Ruhestands eine nicht zu unterschätzende Entlastung der privaten Finanzen bzw. des monatlich zur stehenden Einkommens.

Die Risiken, die mit der Anschaffung einer selbstgenutzten Immobilie einher gehen, lassen jedoch nicht jedermann von diesem Vorsorgeinstrument überzeugt sein. So ist ein Eigenheim, auch wenn es staatlicherseits durch eine attraktive Förderung unterstützt wird, beispielsweise durch Wohn-Riester, dennoch als ein immenser finanzieller Kraftakt anzusehen. Insbesondere, wenn man ohnehin mehr Wert auf Flexibilität legt, was sowohl die privaten Finanzen angeht als auch sein Domizil, bietet es sich insoweit an, andere Optionen zur Aufstockung seiner langfristigen Vermögensbasis in Betracht zu ziehen, beispielsweise gute Fonds oder empfehlenswerte kapitalbildende Versicherungen.

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