Zinsvorteile bei der Prolongation nutzen

Der Fall einer Prolongation eines Darlehens tritt dann ein, wenn die getroffene Zinsvereinbarung zwischen Kreditinstitut und Kunde ausläuft. Dies ist insbesondere bei langfristigen Darlehen, insbesondere für eine Baufinanzierung, regelmäßig der Fall. Diese erstreckt sich nicht selten über einen Zeitraum von über 40 Jahren. Üblicherweise werden die Konditionen zwischen Kunde und Bank bzw. Sparkasse jedoch nur über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren fest vereinbart, in einigen Fällen werden auch Zinsbindungen von bis zu 20 Jahren von Kreditinstituten angeboten. In jedem Fall werden nach Ablauf der Zinsbindungsfrist neue Verhandlungen über die Zinssätze für die weitere Darlehenslaufzeit erforderlich.
In der Praxis vollzieht sich dies jedoch häufig dergestalt, dass dem Kunden von Seiten des Kreditinstituts ein Angebot zur Verlängerung der Immobilienfinanzierung zu den dann gültigen Standardkonditionen übersandt wird, ohne dass hierbei die bei bisheriger einwandfreier Geschäftsverbindung nachgewiesene Bonität des Kunden Berücksichtigung findet. Jeder Kreditnehmer ist gut beraten, bei einer Prolongation alternative Vergleichsangebote einzuholen, um das nicht unerhebliche Sparpotenzial durch eine zinsgünstigere Finanzierung ausschöpfen zu können. Eine gute Anlaufstelle hierfür sind unabhängige Finanzdienstleister, die mit einer Vielzahl von Banken zusammenarbeiten. Sofern der Abschluss zu einem Zeitpunkt mit extrem niedrigen Zinsen wie derzeit stattfindet, sollte man hierbei die Möglichkeit nutzen, für den nächsten Finanzierungsabschnitt einen höheren Tilgungssatz zu vereinbaren, um eine beschleunigte Entschuldung der Immobilie zu ermöglichen.

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