Archiv für die Kategorie „Versicherungen“

Versicherungsvergleich

Mittwoch, 9. November 2011

Weitaus schwieriger, als man meinen könnte, stellen sich Vergleiche bei Versicherungen dar. Jedenfalls dann, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, im Ergebnis lediglich Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Leicht passiert es bei der Auswahl unter diversen Angeboten zahlreicher Versicherungsgesellschaften, dass man den Überblick darüber verliert, was man als Gegenwert in Form eines jeweiligen Versicherungsschutzes denn eigentlich benötigt und was in der jeweiligen Police hiervon enthalten ist. Eine Erschwernis besteht insbesondere in Versicherungsbausteinen und Versicherungszusätzen, bei denen anhand eines Versicherungsvorschlags, wie man ihn vom Vermittler seines Vertrauens erhält oder sich selbst aus dem Internet geholt hat, nicht erkennbar ist, was zu welchen Konditionen in der gesamten Versicherungsprämie finanziell zu Buche schlägt. Bei Vergleichsportalen hängt die Aussagekraft der ausgeworfenen Ergebnisse davon ab, welche Angaben erforderlich sind: je mehr, desto zwar mehr Aufwand, aber auch mehr Aussagekraft. In jedem Fall darf man jedoch getrost davon ausgehen, dass auch bei einer Vielzahl von Suchkriterien, nach denen die Tarife gefiltert und anhand der Höhe der Prämie gelistet werden, Unterschiede zwischen den einzelnen Policen vorhanden sind. Je nach Versicherungsart sind es mal mehr und mal weniger. Verabschieden sollte man sich in jedem Fall von der Vorstellung, dass sich die einzelnen Angebote lediglich im Preis unterscheiden! Am ehesten macht ein reiner Preisvergleich Sinn bei einer Risiko-Lebensversicherung, wie sie häufig in Zusammenhang mit der Aufnahme größerer Verbindlichkeiten, z.B. für eine Immobilienfinanzierung, benötigt und abgeschlossen wird. Wer rein gar nicht raucht (auch nicht ab und zu eine gute Zigarre), gesund wie ein Fisch im Wasser ist und keine wie auch immer gefahrenerheblichen Hobbys ausübt, ist, sofern er einen Bürojob im kaufmännischen Bereich und mit akademischer Vorbildung in Vollzeit ausübt und kein Freund der Fernreisen ist, grundsätzlich mit dem günstigsten Angebot am besten bedient. Bei anderen Konstellationen für eine Risiko-Lebensversicherung mag dies bereits anders aussehen, wenn man das Kleingedruckte bei der Auswahl berücksichtigt. Bei allen anderen Versicherungen wiederum zeigt sich in der Praxis oft, dass das insgesamt beste Angebot mit den wenigsten Haken und Ösen im konkreten Einzelfall nicht dasjenige ist, welches auf den ersten Blick als das günstigste erscheint.

Risikoschutz nicht vernachlässigen

Mittwoch, 2. November 2011

Lebensversicherungen sollte man sich für die Altersvorsorge sparen. Besser ist es grundsätzlich, Geldanlage bzw. Vermögensaufbau sowie Risikoschutz voneinander zu trennen. Nicht sparen hingegen sollte man sich den Risikoschutz im Zusammenhang mit größeren finanziellen Verpflichtungen, wie sie mit einer Baufinanzierung zwangsläufig einhergehen. Eine reine Risikolebensversicherung ist die deutlich preisgünstigere Variante im Vergleich zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung, da sie lediglich das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person während der Vertragslaufzeit absichert. Um Familienangehörige im Falle des Ablebens des Allein- oder Hauptverdieners dahingehend abzusichern, dass bestehende finanzielle Verpflichtungen weiterhin bedient werden können, ist sie unerlässlich. Entsprechend ist es dringend zu empfehlen, eine Risiko-LV anlässlich des Erwerbs der eigenen vier Wände oder des Baus eines Eigenheims abzuschließen. Im Falle eines Falles wäre sonst in den wohl meisten Fällen die zwangsweise Verwertung der Immobilie kaum abzuwenden. Sparen lässt sich bei den ohnehin günstigen Versicherungsprämien deutlich, indem ein Tarif mit fallender Versicherungssumme gewählt wird. Die Absicherung passt sich somit dem ausstehenden Risiko in Form der noch nicht getilgten Restschuld der Baufinanzierung an. Im Rahmen der Zusammenstellung der Baufinanzierung sollten Kunden den Betrag für eine Risiko-LV mit einplanen. Angesichts der derzeit historisch günstigen Konditionen für Baugeld sind die Darlehensbelastungen ohnehin erstaunlich niedrig, so dass man bei den geringen Prämien für die Versicherung nicht falschen Geiz walten lassen sollte. Vergleichen sollte man angeschts der bei Versicherungen leider üblichen immensen Preisunterschiede dennoch!

Wofür eine Lebensversicherung abschließen?

Freitag, 21. Oktober 2011

Lebensversicherungen werden ab kommendem Jahr unattraktiver aufgrund von Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Betroffen sind allerdings nur neu abgeschlossene Verträge ab 2012. Sollte man daher noch in diesem Jahr eine Lebensversicherung abschließen? Es kommt darauf an. Nämlich, wofür man sie benötigt (bzw. zu welchem Zweck man sie empfohlen bekommt)!

Kapitalbildende Lebensversicherungen kosten in zweierlei Hinsicht Geld. Zum einen zahlt man für den Risikoschutz. Zum anderen allerdings kosten sie auch Rendite, nämlich dann, wenn man eine Lebensversicherung abschließt, die neben der Absicherung für den Todesfall zusätzlich als Sparvertrag die eigene Altersvorsorge aufpäppeln soll. Grundsätzlich ist es anzuraten, Sparen und Risikoschutz voneinander getrennt zu halten. Man fährt mit einer günstigen reinen Risiko-Lebensversicherung und einer alternativen Form der langfristigen Geldanlage (zum Beispiel mit einer guten privaten Rentenversicherung) praktisch immer besser im Vergleich zu dem Kombiprodukt Kapitallebensversicherung. Für einen ausreichenden Todesfallschutz ist im Übrigen eine Kapitallebensversicherung schon deshalb ungeeignet, weil die dafür anfallenden Versicherungsprämien immens ins Geld gingen.

Für eine Risiko-Lebensversicherung, mit der man nur absichert, aber nicht zusätzlich noch spart, ändert sich im Übrigen ab 2012 nichts. Man benötigt sie nicht, wenn man keine Hinterbliebenen hat oder diese nicht versorgt wissen möchte. Man unterliegt hingegen in grobem Maße falschem Geiz, wenn man Verbindlichkeiten in nicht geringem Maße (insbesondere durch eine Immobilienfinanzierung) aufgebaut hat, die seine Erben nicht abbauen könnten, und sich nicht die meist verblüffend geringen Prämien zur Absicherung des Todesfallrisikos leistet. Für Sparfüchse, die speziell die Immobilienfinanzierung abgesichert wissen wollen, gibt es degressiv kalkulierte Tarife, bei denen sich die Höhe der Versicherungssumme der im Zeitablauf immer geringer werdenden Restschuld der Darlehen anpasst. Wie bei allen Versicherungen gilt allerdings auch für eine Risiko-LV: Erst umfassend vergleichen, dann abschließen!

Vorsicht Vergleichsportale!

Montag, 10. Oktober 2011

Vergleichsportale gibt es online mittlerweile wie Sand am Meer. Wem sie nützen, ist jedoch von Fall zu Fall abhängig. Die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von konkurrierenden Angeboten kostenlos und unproblematisch das günstigste auswählen zu können, hat zweifellos Vorteile. Zuallererst für den Betreiber des Portals, der seine Dienstleistung von den teilnehmenden Anbietern vergütet bekommt. Darüber hinaus unter Umständen auch für den Nutzer, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Es kommt zunächst darauf an, ob der Nutzer genau weiß, was er benötigt. Ist dies der Fall und existieren tatsächlich mehrere Angebote am Markt, die genau dies bieten, so ist der Preis das ausschlaggebende Kaufargument. Wenn denn auch alle relevanten Anbieter in dem jeweiligen Portal gelistet sind, bietet sich auf diese Weise eine vorzügliche Möglichkeit, mit wenig Aufwand unter Umständen viel Geld zu sparen. In der TV-Werbung sind solche Szenarien, etwa bei ein und demselben Hotelzimmer, aufgeführt. Problematisch wird das ganze nur dann, wenn der Kunde eben nicht genau weiß, was er möchte. Ob ihm dies bewusst oder unbewusst ist, ist insoweit nicht entscheidend. Sofern die einzelnen Angebote, die anhand der wenigen einzugebenden Angaben herausgefiltert werden, jeweils inhaltlich nur zum Teil übereinstimmen, vergleicht man – bewusst oder unbewusst – Äpfel mit Birnen. Deutlich wird dies insbesondere bei Versicherungen. Die Annahme, mehrere Versicherungsgesellschaften würden bei einer gleichartigen Police mit einer identischen Höhe der Absicherung auch nur annähernd das Gleiche bieten, ist leider fern jeder Realität (und von Seiten der Versicherungen auch gewünscht). Tendenziell ist es vielmehr so, dass die billigsten Angebote die meisten Haken und Ösen aufweisen. Bevor man den vermeintlich günstigsten Vertrag abschließt, der für die gewünschte Leistung angeboten wird, sollte man nicht nur den Preis, sondern auch die Versicherungsbedingungen vergleichen. Eine besonders niedrige Versicherungsprämie ist oftmals weniger ein Schnäppchen als vielmehr rausgeschmissenes Geld. Die einzige Form der Absicherung, bei der ein Vergleichsportal mehr bieten kann, als nur einen mehr oder weniger groben Anhaltspunkt, ist eine Risiko-Lebensversicherung, bei der für ein und denselben Kunden und eine konkrete Versicherungssumme für eine bestimmte Laufzeit tatsächlich die günstigste Versicherung auch die beste ist. Abgeschlossen wird sie in der Praxis immer dann, wenn eine mögliche Hinterbliebenenversorgung für den Todesfall zu gewährleisten ist. Auch hohe bestehende Verbindlichkeiten, beispielsweise in Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung, sind häufig eine Notwendigkeit, entsprechende Vorsorge zu treffen. Bei den Konditionen für eine Immobilienfinanzierung selbst sieht es schon wieder ganz anders aus, was den Nutzwert von Online-Portalen angeht. Grobe Richtwerte und Anhaltspunkte: Ja. Tatsächlich erhältliche Zinssätze, auf die man im wahrsten Sinne bauen kann: Häufig nein.

Längere Förderung

Dienstag, 20. September 2011

Wer die Vorteile der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge für sich entdeckt hat, kommt ab kommendem Jahr nicht umhin, diese länger zu nutzen. Ab 2012 neu abgeschlossene Verträge sehen nämlich aufgrund einer Änderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen vor, dass die Leistungen aus Riester-Verträgen erst ab Vollendung des 62. Lebensjahrs gewährt werden dürfen. Derzeit ist der frühestmögliche Zeitpunkt, ab dem man die Rente oder (falls es sich um Riester-Fonds handelt) den Auszahlplan in Anspruch nehmen darf, die Vollendung des 60. Lebensjahrs. Durch die verlängerte Mindestsparzeit erhöht sich demgegenüber natürlich auch die Riester-Förderung. Gleichwohl ist die Änderung insgesamt aus Sicht des Sparers nachteilig. Die Verlängerung ist im Ergebnis mit weniger Flexibilität für den Sparer verbunden. Bislang kann man Riester-Verträge mit einem planmäßigen Ende der Sparphase zum 60. Geburtstag bis hin zum gesetzlichen Renteneintrittsalter abschließen und innerhalb dieser Bandbreite frei wählen, sich hierbei auch während der Laufzeit neu entscheiden. So gesehen sollte, wer sich grundsätzlich für die Riester-Rente interessiert, sich eher dieses Jahr neu für einen Abschluss entscheiden, sich aber vorher eingehend informieren. Schließlich ist das Produkt in jedem Fall langfristig angelegt. Die Änderung betrifft alle Varianten der Riester-Rente, also Versicherungen, Fonds und Banksparpläne.

Sparen bei der Absicherung

Montag, 19. September 2011

Ein allgemein empfohlener Weg der Absicherung im Zusammenhang mit der Aufnahme größerer Darlehensbeträge ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Diese umfasst zugunsten der versicherten Person lediglich einen Todesfallschutz. “Lediglich“ bedeutet in diesem Fall, dass grundsätzlich keine weiteren Einschlüsse im Vertrag enthalten sind, die eine Zahlungspflicht der Versicherungsgesellschaft begründen würden. Dies ist auch gut so. Denn: Es geht bei dieser Variante der Lebensversicherung eben nur darum, Hinterbliebene für den Fall eines Falles dahingehend abzusichern, dass sie nicht vor einem finanziellen Scherbenhaufen bzw. dem Ruin stehen. Anders als bei kapitalbildenden Versicherungen wird bewusst kein Vermögensaufbau betrieben.
Wenn man sich dafür entscheidet, seinen potenziellen Erben das Risiko aufzubürden, bestehende Verbindlichkeiten selbst bedienen zu müssen bzw. davon ausgeht, dass diese den Nachlass ausschlagen, kann man sich diese Form der Absicherung sparen. Ansonsten wird in den allermeisten Fällen der Tatbestand des falschen Geizes erfüllt sein. Eine reine Risiko-Lebensversicherung ist in preislicher Hinsicht nämlich verblüffend günstig. Bei der Höhe der Versicherungssumme sollte im Zweifel somit ebenfalls nicht gespart werden, um die Absicherung der Hinterbliebenen zu gewährleisten. Entsprechend sind vorrangig bestehende Kredite, insbesondere eine laufende Immobilienfinanzierung, abzudecken. Darüber hinaus gehende Beträge sind in dem Maße erforderlich, wie sie der überlebende Partner benötigen würde, um finanziell sich und gegebenenfalls vorhandene Kinder für die dann eintretenden Umstände abgesichert zu sehen. Bei der Tarifwahl empfiehlt es sich, eine Variante zu wählen, bei der die jährlichen Überschüsse nicht verzinslich angesammelt werden, sondern als Sofortrabatt die Versicherungsprämie reduzieren. Ratenzuschläge, die für eine unterjährige Zahlungsweise der jährlichen Versicherungsprämie anfallen, beispielsweise einen monatlichen Zahlungsturnus, sollte man sich sparen. Eine Risikoversicherung auf zwei Leben, d.h., beide Partner, ist in der Praxis günstiger im Vergleich zu zwei eigenständigen Policen.

Schwere Krankheiten Vorsorge

Freitag, 2. September 2011

Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs – Schwere Krankheiten können jedermann nachhaltig aus der Bahn werfen. Nicht nur, aber auch beruflich. Vorsorge lässt sich jedoch nicht nur in gesundheitlicher, sondern auch in finanzieller Hinsicht treffen. Eine sogenannte Dread Disease Versicherung (Absicherung gegen schwere Krankheiten) leistet bei Eintritt des Versicherungsfalles eine steuerfreie Einmalzahlung. Der Versicherungsfall liegt vor bei Auftreten einer versicherten Erkrankung, versichert sind bis zu 43 unterschiedliche Krankheiten. Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall sind die in der Praxis am häufigsten auftretenden Fälle, bei denen aufgrund der Schwere der Erkrankung die Leistungen aus der Sozialversicherung häufig nicht ausreichen, um die finanziellen Einbußen abzufedern.
Die Kosten einer Absicherung sind insgesamt als günstig anzusehen. Die Angebote auf dem deutschen Markt unterscheiden sich jedoch sehr stark, was den Leistungsumfang und die Versicherungsbedingungen angeht. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass diese Versicherungsform noch relativ jung in Deutschland ist. Somit gilt bei dieser überaus sinnvollen Form der Vorsorge noch mehr als bei gängigeren Versicherungen, dass man sich vor dem Abschluss unbedingt eingehend von unabhängiger Seite informieren lassen sollte.

Risikoversicherung

Mittwoch, 31. August 2011

Versicherungen sind grundsätzlich dafür da, Risiken abzusichern. Insofern ist der Begriff Risikoversicherung im Grunde wenig aussagekräftig. Üblicherweise verbirgt sich hinter einer als Risikoversicherung bezeichneten Police in der Praxis eine Risiko-Lebensversicherung. Diese ursprüngliche Form der Lebensversicherung dient dazu, die Risiken, die den Hinterbliebenen im Falle des Todes der versicherten Person innerhalb der Laufzeit der Versicherung finanziell abzusichern. Vereinbart wird eine Versicherungssumme, welche im Falle des Todes fällig wird. Ein darüber hinaus gehender Sparvorgang findet grundsätzlich nicht statt. Dies ist bei einer anderen Form der Lebensversicherung, der sogenannten Kapitallebensversicherung, der Fall. Bei dieser oft unter dem Schlagwort Lebensversicherung vermarkteten Produkt findet neben der reinen Risikoabsicherung ein zusätzlicher Sparvorgang statt, welcher zur Vermögensbildung des Versicherungsnehmers gedacht ist. Im Erlebensfall, wenn also der Versicherungsfall während der Versicherungslaufzeit nicht eingetreten ist, erhält man somit ebenfalls eine Gegenleistung. Diese kann je nach Vereinbarung und nach Ermessen des Versicherungsnehmers in der Auszahlung des aufgelaufenen Guthabens bestehen oder in einer wie auch immer ausgestalteten Rentenzahlung. Im Gegensatz zur reinen Risiko-Lebensversicherung stehen kapitalbildende Lebensversicherungen bisweilen in der Kritik, was die Rendite und die Kosten sowie deren Transparenz angeht. Eine reine Risikoversicherung zur Absicherung des Todesfallrisikos findet hingegen uneingeschränkte Akzeptanz und wird häufig in Zusammenhang mit dem Abschluss einer Immobilienfinanzierung bzw. – im Falle eines Bauvorhabens – zur finanziellen Absicherung der Verpflichtungen aus der zugehörigen Baufinanzierung eingesetzt.

Basis für Selbstständige

Freitag, 19. August 2011

Die Gegebenheiten in der Sozialversicherung haben für beruflich Selbstständige in den letzten Jahren grundlegende Veränderungen mit sich gebracht. Zum Beispiel steht auch Selbstständigen, die von den Einschnitten bei der gesetzlichen Rentenversicherung nicht betroffen sind, da sie nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, mit Hilfe der staatlich geförderten Basis-Rente (im Volksmund auch Rürup-Rente genannt) eine steuerbegünstigte und vor dem Zugriff Dritter geschützte Möglichkeit zur Verfügung, die private Altersvorsorge aus- oder aufzubauen.
Hingegen haben sich die Rahmenbedingungen in der Krankenversicherung durch die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungspflicht, die sich auch auf die gesetzliche Pflegeversicherung erstreckt, eher nachteilig entwickelt. Allerdings haben auch Selbstständige nunmehr einen leichteren Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung und darüber hinaus weiterhin die Möglichkeit, sich privat zu versichern. Die Absicherung in der privaten Krankenversicherung entspricht im sogenannten Basistarif jeweils mindestens dem Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Für Selbstständige, die sich in der Anfangsphase ihrer Existenzgründung befinden, kann ein (gegebenenfalls vorläufiger) Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung unter Kostengesichtspunkten attraktiv sein, falls eine Förderung durch den staatlichen Gründungszuschuss bewilligt wird. In diesem Falle werden für Kranken- und Pflegeversicherung niedrigere Mindestbeiträge zugrunde gelegt, was in der Anlaufphase der beruflichen Selbstständigkeit, die häufig durch eine anfänglich schleppende Umsatzentwicklung und nicht selten durch Verluste geprägt ist, zu einer spürbaren Entlastung des privaten Budgets führt.

Keine reine Huckepack-Förderung mehr

Mittwoch, 10. August 2011

Die Riester-Rente erfährt ab kommendem Jahr folgende Änderung: Reine Zulagenverträge, bei denen der Sparer keine eigenen Beiträge einzahlt, aber dennoch die Förderung in Form der staatlichen Altersvorsorgezulagen erhält, sind passé. Bislang konnten etwa Hausfrauen von den Vorteilen dieser Form der geförderten Altersvorsorge profitieren, wenn ihr Ehegatte einen eigenen Riester-Vertrag in erforderlicher Höhe bedient. Die Huckepack-Förderung, die bislang im Ergebnis zu einer Umsonst-Rente für nicht unmittelbar Förderberechtigte führte, wird künftig nicht mehr möglich sein. Ein Mindestbeitrag von 60 Euro jährlich, der sogenannte Sockelbetrag, muss künftig von jedermann aus eigener Tasche aufgebracht werden. Dies betrifft sowohl Riester-Fonds als auch Riester-Versicherungen sowie Banksparpläne und Wohn-Riester.