Artikel-Schlagworte: „Arbeitnehmer-Sparzulage“

Bausparförderung

Montag, 16. April 2012

Die staatliche Förderung des Baus oder Erwerbs selbstgenutzten Wohneigentums hat in Deutschland eine lange Tradition. Aufgrund sozialpolitischer Überlegungen wird der Wunsch vieler Menschen nach den eigenen vier Wänden durch verschiedene staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen gefördert, um die Finanzierung eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung bewerkstelligen zu können. Bausparen stellt traditionell ein beliebtes und verbreitetes Instrument im Rahmen der Wohneigentumsförderung dar. Derzeit bestehen drei Möglichkeiten, staatlich gefördert zu werden. Diese können auch zusammen bzw. gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Hierdurch kann das Bausparen zusätzlich zu seinen ohnehin bestehenden Vorzügen, beispielsweise zinsgünstige Kredite in Form eines Bauspardarlehens, noch attraktiver gestaltet werden.
Erstens besteht die Möglichkeit, bei Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen durch Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen (VL) in einem Bausparvertrag die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Zweitens wird, ebenfalls unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen und zusätzlich unter der Voraussetzung einer wohnwirtschaftlichen Verwendung, die staatliche Wohnungsbauprämie gewährt. Drittens kann man, sofern man zu dem geförderten Personenkreis zählt, auch die Riester-Förderung nutzen, und zwar ohne Einkommensgrenzen. Ob man zum geförderten Personenkreis zählt, kann man unproblematisch in einer unabhängigen Finanzberatung klären; gleichzeitig erhält man auf diese Weise einen Überblick über die zahlreichen am Markt verfügbaren Angebote an zertifizierten Bauspartarifen. Die Zertifizierung ist Voraussetzung, um Bausparen als so genannte Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt, zielgerichtet in eine Baufinanzierung einbinden zu können, um diese durch die staatlichen Zulagen und gegebenenfalls ergänzende steuerliche Vergünstigungen günstiger gestalten zu können.

Zulagen für die Immobilienfinanzierung

Mittwoch, 23. November 2011

Der Staat hat ein breit gefächertes Instrumentarium bereitgestellt, um breiten Bevölkerungsschichten bei der Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums unter die Arme zu greifen. Ein Bausparvertrag ermöglicht es, die Fördermöglichkeiten bei der Zusammenstellung einer privaten Baufinanzierung vollständig und bequem auszuschöpfen.
Bausparen verhilft angehenden Wohnungs- oder Hausbesitzern, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, zur Wohnungsbau-Prämie. Arbeitnehmer, die Vermögenswirksame Leistungen ihres Arbeitgebers erhalten, können diese auf einen Bausparvertrag fließen lassen. Gegebenenfalls können auch eigene Beiträge ohne Zuwendungen des Arbeitgebers auf diese Weise zur Gewährung der steuerfreien und sozialversicherungsfreien Arbeitnehmer-Sparzulage führen. Auch für die dritte Kategorie der staatlichen Zulagen, die man im Rahmen einer Baufinanzierung mittels Bausparen nutzen kann, die Altersvorsorge-Zulage als Bestandteil der Riester-Förderung, gilt jedoch: Nur wer die Zulagen beantragt, erhält sie auch. Wer sie nicht beantragt, verschenkt bares Geld. Die Riester-Förderung beim Bausparen, für die im Gegensatz zu den beiden anderen Zulagen keine Einkommensgrenzen gelten, sichert man sich am besten, indem man einen Dauerzulagenantrag bei der Bausparkasse stellt. Hierfür ist es unbeachtlich, ob man einen Bausparvertrag anspart, um eine Riester-Rente zur Stärkung seiner privaten Altersvorsorge zu erhalten, oder ob man die Zulagen dafür verwendet, eine Immobilienfinanzierung schneller zu tilgen. Die steuerliche Förderung wird optimiert, indem man sich zur Einkommensteuer veranlagen lässt, auch wenn man hierzu aufgrund seiner steuerlichen Situation grundsätzlich nicht verpflichtet wäre. Die Arbeitnehmer-Zulage durch Einzahlungen Vermögenswirksamer Leistungen auf einen Bausparvertrag wird ebenfalls im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung beantragt. Die staatlichen Zulagen führen insgesamt dazu, dass sich die monatliche Belastung aus der Immobilienfinanzierung meist spürbar reduziert. Insbesondere bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital sollte man die gegebenen Fördermöglichkeiten aus diesem Grunde ausschöpfen und diese nicht verschenken.

Vermögenswirksame Leistungen

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der planmäßige mittelfristige Vermögensaufbau wird staatlicherseits für Arbeitnehmer mit kleineren und mittleren Einkommen besonders gefördert. Vermögenswirksame Leistungen werden mittlerweile von den meisten Arbeitgebern aufgrund von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder aufgrund individueller Vereinbarungen als Gehaltsbestandteil gezahlt. Wenn dies ausnahmsweise nicht der Fall ist, können Arbeitnehmer hier auch selbstständig tätig werden, indem ein Teil des Nettogehalts nicht ausgezahlt wird, sondern in einen Sparvertrag für Vermögenswirksame Leistungen fließt. Staatlicherseits wird die Arbeitnehmer-Sparzulage gewährt, wenn geltende Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Die Höhe hängt davon ab, wie viel gespart wird und welche Anlageform gewählt wird. Zur Auswahl stehen Fonds und ein Bausparvertrag. Bausparen ist hierbei tendenziell für sicherheitsorientierte Anleger geeignet, während Investmentfonds zwar grundsätzlich nicht frei von Risiken sind, dafür aber auch höhere Renditechancen beinhalten. Bei den Kosten ist zu berücksichtigen, dass bei einem Bausparvertrag grundsätzlich zu Vertragsbeginn eine Abschlussgebühr fällig wird, während Fonds vielfach Nebenkosten in Form von Ausgabeaufschlägen mit sich bringen. Diese kann man sich jedoch sparen, indem man gezielt nach der Möglichkeit Ausschau hält, Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu erwerben. Bei beiden Anlageformen sollte man darüber hinaus nicht das erstbeste Angebot annehmen, sondern vergleichen, da jeweils eine Vielzahl von Anbietern mit deutlich unterschiedlichen Konditionen am Markt tätig sind. Wenn einem VL tarifvertraglich oder aufgrund von Betriebsvereinbarungen zustehen, sollte man jedoch in keinem Fall hierauf verzichten.

VL-Anlage

Freitag, 17. Dezember 2010

Die Anlage monatlicher Sparbeiträge im Rahmen eines Sparvertrags für Vermögenswirksame Leistungen (VL) ermöglicht es jedem Arbeitnehmer, auch mit kleinen Beträgen einen planmäßigen mittelfristigen Vermögensaufbau zu betreiben. Jeder Arbeitnehmer kann mit seinem Arbeitgeber vereinbaren, dass ein Teil des Bruttogehalts nicht an ihn überwiesen wird, sondern zur Anlage von VL verwendet wird. Aufgrund von Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen ist in der Praxis überwiegend geregelt, dass der Arbeitgeber zumindest einen Zuschuss gewährt oder die Vermögenswirksamen Leistungen sogar vollständig übernimmt.
Eine staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmer-Sparzulage gestaltet die Geldanlage mit VL überaus attraktiv. Sie wird, sofern geltende Einkommensgrenzen nicht überschritten werden, vom Finanzamt gewährt. Gefördert wird Bausparen sowie eine VL-Anlage in Fonds. Bausparen ist als konservativere Form der Geldanlage anzusehen, kann jedoch auch über das spätere Bauspardarlehen einen günstigen Baustein im Rahmen einer von längerer Hand geplanten Baufinanzierung darstellen. Aktienfonds (nur diese sind begünstigt durch die Sparzulage) beinhalten demgegenüber die Chance auf eine mittel- bis langfristig höhere Rendite.