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Basis für Selbstständige

Freitag, 19. August 2011

Die Gegebenheiten in der Sozialversicherung haben für beruflich Selbstständige in den letzten Jahren grundlegende Veränderungen mit sich gebracht. Zum Beispiel steht auch Selbstständigen, die von den Einschnitten bei der gesetzlichen Rentenversicherung nicht betroffen sind, da sie nicht der Rentenversicherungspflicht unterliegen, mit Hilfe der staatlich geförderten Basis-Rente (im Volksmund auch Rürup-Rente genannt) eine steuerbegünstigte und vor dem Zugriff Dritter geschützte Möglichkeit zur Verfügung, die private Altersvorsorge aus- oder aufzubauen.
Hingegen haben sich die Rahmenbedingungen in der Krankenversicherung durch die Einführung einer gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungspflicht, die sich auch auf die gesetzliche Pflegeversicherung erstreckt, eher nachteilig entwickelt. Allerdings haben auch Selbstständige nunmehr einen leichteren Zugang zur gesetzlichen Krankenversicherung und darüber hinaus weiterhin die Möglichkeit, sich privat zu versichern. Die Absicherung in der privaten Krankenversicherung entspricht im sogenannten Basistarif jeweils mindestens dem Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung. Für Selbstständige, die sich in der Anfangsphase ihrer Existenzgründung befinden, kann ein (gegebenenfalls vorläufiger) Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung unter Kostengesichtspunkten attraktiv sein, falls eine Förderung durch den staatlichen Gründungszuschuss bewilligt wird. In diesem Falle werden für Kranken- und Pflegeversicherung niedrigere Mindestbeiträge zugrunde gelegt, was in der Anlaufphase der beruflichen Selbstständigkeit, die häufig durch eine anfänglich schleppende Umsatzentwicklung und nicht selten durch Verluste geprägt ist, zu einer spürbaren Entlastung des privaten Budgets führt.

Basis-Rente

Dienstag, 21. Juni 2011

Die Basis-Rente (auch nach ihrem geistigen Vater Rürup-Rente genannt) führt in der breiten Öffentlichkeit ein ziemliches Schattendasein, zumindest im Vergleich zu einer anderen Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, der Riester-Rente. Ein wesentlicher Grund besteht darin, dass die Rürup-Rente ihre eigentliche Funktion als Basis der finanziellen Vorsorge für den Ruhestand nur für diejenigen ausübt, die keine (oder nur unbedeutende) Anwartschaften auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufgebaut haben. Die Rürup-Rente ist in ihrer Konstruktion der gesetzlichen Rente sehr ähnlich, was daran liegt, dass der Staat hierdurch den Bürgern die Möglichkeit einräumt, die insgesamt vorgenommenen Kürzungen im Bereich der Sozialversicherung (Altersrente, Berufsunfähigkeitsrente, Erwerbsunfähigkeitsrente) durch private Vorsorge zu kompensieren. Die Beiträge zur Rürup-Rente sind somit (innerhalb von auskömmlichen Höchstbeträgen) steuerlich in gleichem Maße als Vorsorgeaufwendungen abzugsfähig wie auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Vornehmlich interessant ist dieses staatliche Angebot deshalb für Personen, die bislang nur durch private Vorsorge ohne Förderung fürs Alter vorgesorgt haben, insbesondere Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht oder Mitgliedschaft in einem berufsständischen Versorgungswerk. Für Arbeitnehmer und Beamte tritt die Rürup-Rente automatisch in Konkurrenz zu anderen Möglichkeiten für eine zusätzliche Vorsorge. Hierbei locken die potenziellen Steuervorteile, die mit einer Altersvorsorge über Rürup verbunden sind, ebenso kann die Sicherheit des Vermögens vor dem Zugriff Dritter ein Anreiz sein. Man kommt um den wesentlichen Nachteil – eingeschränkte Flexibilität – jedoch nicht herum: Wie bei der gesetzlichen Rente auch ist keine (Teil-)Auszahlung von Beträgen möglich; Leistungen fließen nur in Form einer Leibrente. Eine Hinterbliebenenversorgung ist nicht “automatisch“ enthalten, sondern muss gesondert vereinbart werden. Außerdem haben die Kosten, was ihre Höhe und die Transparenz angeht, wie bei allen Versicherungen, sicherlich noch Verbesserungspotenzial. Vor Abschluss einer Basis-Rente ist erstens wichtig, die Vor- und Nachteile dieser Vorsorgeform genau verinnerlicht zu haben, zweitens zu entscheiden, inwieweit man auf diesem Wege in einem Aufwasch auch Lücken bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsschutz schließen möchte und drittens ein gutes Produkt zu wählen. Als gut sind hierbei UWP-Fondspolicen zu bezeichnen, die Verluste ausschließen, darüber hinaus eine garantierte Mindestrendite bieten und bei einer chancenorientierten Form der Geldanlage zudem durch niedrige Kosten überzeugen.

Die Rürup-Rente

Donnerstag, 30. September 2010

Der Gesetzgeber hat durch die Basis-Rente (besser bekannt als Rürup-Rente) die Möglichkeit geschaffen, für die erfolgten Kürzungen im Bereich der gesetzlichen Rentenversicherung private Vorsorge zu annähernd gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen betreiben zu können. Für Selbstständige, die nicht in die gesetzliche Rente einzahlen (Pflicht oder freiwillig), ist die Rürup-Rente die einzige Möglichkeit, eine steuerlich geförderte Altersvorsorge aufzubauen. Berechtigt zum Abschluss einer Rürup-Rente ist jeder, ohne Ausnahme.
Zurzeit angebotene Varianten sind: Klassische private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen (Fondspolicen), Mischformen hiervon und Fondssparpläne. Die Beiträge zu einer Rürup-Rente sind mit einem jährlich steigenden Anteil als Sonderausgaben absetzbar bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 20 T€ (Verheiratete 40 T€); auf den Höchstbetrag sind etwaige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung jedoch anzurechnen. Die Auszahlung erfolgt frühestens ab dem 60. Lebensjahr, und zwar ausschließlich – wie die gesetzliche Rente – als persönliche Leibrente. Diese ist anteilig zu versteuern (Rentenbeginn 2010: zu 60 %, steigend bis Rentenbeginn 2040: zu 100 %). Das angesparte Guthaben ist bis zum Rentenbeginn pfändungssicher und insgesamt und Hartz-IV-sicher. Im Gegenzug ist das angesparte Vermögen jedoch weniger flexibel einsetzbar als bei der Riester-Rente: Es ist weder übertragbar, beleihbar noch veräußerbar. Allerdings lassen sich (bis zu insgesamt 49 % des Beitrags) Zusatzversicherungen integrieren: Berufsunfähigkeitsschutz, Erwerbsunfähigkeitsschutz, Hinterbliebenenversorgung. Nur wenn letztere vereinbart wird, ist auch eine Vererbung des angesparten Vermögens auf den überlebenden Ehepartner (und Kinder, soweit und solange Kindergeldanspruch besteht) darstellbar.

Die Riester-Rente

Mittwoch, 29. September 2010

Die nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Riester benannte Riester-Rente wurde eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, staatlich reguliert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Als Anreiz hierfür wurden staatliche Förderungsmechanismen installiert.
Die Riester-Rente ermöglicht es den Bürgern, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge zu betreiben als Ergänzung zu den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, der ebenfalls staatlich geförderten Rürup-Rente und privaten Altersvorsorgeverträgen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung oder einer Kapitallebensversicherung.
Inwieweit der Abschluss einer Riester-Rente individuell eine interessante Option darstellt, um absehbare Lücken in der Altersvorsorge zu schließen, die dadurch entstehen, dass die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausreichen, den gewohnten oder zumindest den anvisierten Lebensstandard abzusichern, hängt von mehreren Faktoren ab, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Insbesondere ist zu klären, ob man zu dem geförderten Personenkreis zählt: Dieser umfasst alle rentenversicherungspflichtigen Personen, also sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer und bestimmte Gruppen von Selbstständigen, sowie Beamte und sonstige Empfänger von Amtsbezügen. Ein weiterer Schritt ist dann die Auswahl aus den diversen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich die staatliche Förderung für die Riester-Rente zu sichern (Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan, Bausparvertrag und Eigenheimrente, besser bekannt als “Wohn-Riester“).
Herausragend interessant ist die Riester-Rente für nicht Förderberechtigte, z.B. Hausfrauen, deren Ehepartner die Riester-Förderung erhalten. Hier besteht die Möglichkeit, eine “Umsonst-Rente“ zur Unterstützung der Altersvorsorge zu erhalten.