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Finanzierung aus einer Hand

Montag, 9. Juli 2012

Eine Baufinanzierung ist ein nicht ganz unkompliziertes Unterfangen. Bis das ganze Procedere unter Dach und Fach gebracht ist, bedarf es nicht selten einer größeren Menge von Formalitäten. Wenn die endgültige Bewilligung der benötigten Finanzierungsmittel erst einmal unter Dach und Fach gebracht ist, ist auf dem Weg in die eigenen vier Wände erfahrungsgemäß schon ein beträchtliches Stück zurückgelegt. Nur ist eben diese erste Hürde, die gewissermaßen das eigentliche Fundament eines Hauses darstellt, nicht ohne Tücken und dementsprechend auch nicht ohne Weiteres zu meistern, wenn man keine suboptimalen Ergebnisse erzielen möchte.
Umso erfreulicher erscheint es vor diesem Hintergrund zunächst, wenn man hinsichtlich der Immobilienfinanzierung einen Ansprechpartner hat, der alles aus einer Hand erledigt. Dies sollte aber nicht den Schluss nahe legen, dass es grundsätzlich von Vorteil wäre, die gesamten benötigten Finanzierungsmittel von einer Bank oder Sparkasse zu erhalten. In der Praxis ist es vielmehr so, dass in der weit überwiegenden Zahl der Immobilienfinanzierungen mehrere Kreditinstitute involviert sind. Dies lässt sich insbesondere auf Fördergelder zurückführen, die von speziellen Förderinstituten mit staatlichem Hintergrund gewährt werden. Allerdings nur auf Antrag. Diesen prüfen zu lassen, führt bei einer privaten Wohneigentumsfinanzierung nahezu stets zu dem Ergebnis, dass die Einbeziehung öffentlicher Fördermittel aufgrund ihrer im Vergleich sehr günstigen Konditionen von Vorteil ist. Auch Bausparkassen als weitere Spezialkreditinstitute sind häufig involviert. Bausparen ist traditionell ein wesentlicher Eckpfeiler im Rahmen der Gesamtfinanzierung einer privat genutzten Wohnimmobilie. Häufig haben angehende Immobilienbesitzer es im Rahmen der Finanzierung ihres Objektes somit mit drei unterschiedlichen Kreditgebern zu tun. Allerdings handelt es sich in den meisten Fällen im Ergebnis dennoch um eine Finanzierung aus einer Hand, da der Kunde, wenn er mit einem qualifizierten unabhängigen Finanzdienstleister zusammenarbeitet, nur einen Ansprechpartner hat, der sich um die möglichst kostengünstige Zusammenstellung und Abwicklung der einzelnen Finanzierungsbausteine kümmert.

Mit Bausparen ins Eigenheim

Freitag, 22. Juni 2012

Einer der Vorteile beim Bausparen besteht neben der Zinssicherheit und den günstigen Finanzierungsbedingungen in der staatlichen Förderung, mit deren Hilfe sich eine Immobilienfinanzierung finanziell leichter schultern lässt. Hierzu zählt unter anderem die staatliche Wohnungsbau-Prämie. Diese erhalten Bausparer, sofern sie die im Wohnungsbauprämiengesetz festgelegten Einkommensgrenzen nicht überschreiten und (anders als bei der Arbeitnehmer-Sparzulage bei der Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen) als weitere Voraussetzung das Bausparguthaben wohnwirtschaftlich verwenden. Die wohnwirtschaftliche Verwendung ist insbesondere dann gegeben, wenn das Bausparguthaben als Eigenkapital in eine Baufinanzierung eingebracht wird, sofern die zu errichtende Immobilie als Eigenheim genutzt wird. Im Übrigen sollten grundsätzlich bei einer Immobilienfinanzierung auch die weiteren bestehenden Möglichkeiten genutzt werden, staatliche Fördermittel zu nutzen, um die finanzielle Belastung zu reduzieren und die Finanzierung möglichst günstig zu gestalten, also Geld zu sparen. In Betracht kommen insbesondere öffentliche Fördergelder der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese zeichnen sich grundsätzlich durch im Vergleich zu den Angeboten von privaten oder öffentlich-rechtlichen Kreditinstituten unschlagbar günstige Konditionen aus, was sowohl die Zinssätze als auch die Rückzahlungsmodalitäten angeht. Auch die staatlichen Zulagen im Rahmen der Eigenheimrente (Wohn-Riester) lassen sich durch Bausparen nutzen. Diese verbilligen als Sondertilgungen die Gesamtkosten der Finanzierung meist erheblich. Wer das Zinsänderungsrisiko nach Ablauf einer Zinsfestschreibungsperiode scheut, kann sich die derzeit historisch niedrigen Zinssätze durch ein sogenanntes Konstantdarlehen dauerhaft sichern. Beraten lassen sollte man sich durch unabhängige Finanzdienstleister, die mit diversen Anbietern zusammenarbeiten und somit aus einer Vielzahl von Tarifen und Finanzierungsvarianten auswählen können.

Vermögenswirksame Leistungen: 3 Möglichkeiten

Mittwoch, 20. Juni 2012

Wer Vermögenswirksame Leistungen von seinem Arbeitgeber erhält, hat ein Luxusproblem. Dieses besteht darin, sich zu entscheiden, auf welche Weise der Vermögensaufbau betrieben werden soll. Der Gesetzgeber hat in den Rahmenbedingungen, dem 5. Vermögensbildungsgesetz, mehrere Optionen zugelassen, die geeignet für die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen sind. In der Praxis kommen jedoch nahezu ausschließlich Sparpläne in Investmentfonds sowie ein Bausparvertrag zum Einsatz.
Fonds, die für Vermögenswirksame Leistungen geeignet sind, müssen das ihnen anvertraute Kapital der Anleger zu einem maßgeblichen Teil in Aktien anlegen. Andernfalls wären die eingezahlten Beträge nicht förderberechtigt, d.h., auch bei Vorliegen aller Tatbestandsvoraussetzungen würde dem Sparer keine Arbeitnehmer-Sparzulage zustehen. Aus diesem Grund stehen nur Aktienfonds für die Anlage von Vermögenswirksamen Leistungen zur Verfügung. Entsprechend muss der Anleger mit höheren Schwankungen der Anteilspreise während der Laufzeit des Sparvertrags rechnen. Einerseits ist eine höhere Rendite möglich als mit konservativeren Formen der Geldanlage, andererseits sind auch Verluste nicht auszuschließen, insbesondere wenn das Ruhejahr nach Ablauf der Einzahlungsphase des Vermögenswirksamen Sparvertrags ein außergewöhnlich schlechtes Börsenjahr sein sollte. Man kann jedoch das angesparte Guthaben auch nach Fälligkeit des Sparvertrags bis zu einer Kurserholung stehen lassen, ist also nicht zu einem zeitnahen Verkauf gezwungen.
Bausparen ist nicht mit den Risiken von Fonds verbunden, unter Umständen weniger Geld ausgezahlt zu bekommen, als in den Sparvertrag in Form von Vermögenswirksamen Leistungen geflossen ist. Die erzielbare Rendite ist begrenzt, bei bestimmten Tarifen jedoch von vorn herein kalkulierbar. Misslich bei Abschluss eines Bausparvertrags ist die Abschlussgebühr, die vorrangig aus den Einzahlungen bedient wird und die Rendite mindert. Vorteilhaft ist die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen insbesondere dann, wenn der Sparer davon ausgeht, zu einem späteren Zeitpunkt eine Baufinanzierung in Angriff zu nehmen. Das angesparte Bausparguthaben kann in diesem Fall bereits einen soliden Grundstock für ein späteres Bauspardarlehen darstellen.
Die dritte Variante besteht darin, die VL in einen Zuschuss des Arbeitgebers zu einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) umwandeln zu lassen. Der Vorteil liegt in diesem Fall darin, dass man (innerhalb gesetzlicher Höchstbeträge) steuer- und sozialabgabenfrei anspart, also aus dem Brutto statt aus dem Netto. Der Nachteil ist die längere Vertragslaufzeit (frühestmöglicher Leistungsbeginn ist das 62. Lebensjahr) gegenüber einem VL-Vertrag mit einer Laufzeit von grundsätzlich sieben Jahren.

Hohe staatliche Förderung

Dienstag, 19. Juni 2012

Ein schlagendes Argument dafür, sich mit der Riester-Rente auseinander zu setzen, ist die staatliche Förderung. Anders als bei klassischen Möglichkeiten, langfristig Kapital aufzubauen und Vorsorge für den Zeitraum des beruflichen Ruhestands zu treffen, hat der Staat mit der Riester-Rente ein Instrument geschaffen, bei dem neben den Beiträgen des Sparers auch staatliche Zulagen auf den jeweiligen Vorsorgevertrag einfließen. Wie hoch die Förderung im Einzelnen ausfällt, hängt von mehreren Kriterien ab.
Zunächst ist entscheidend, ob man als Sparer überhaupt in den Genuss der staatlichen Riester-Förderung kommt. Wer rentenversicherungspflichtig ist, also grundsätzlich alle Arbeitnehmer, bekommt ebenso staatliche Zulagen wie Beamte und diesen gleichgestellte Personen wie Soldaten und Richter. Um die maximale Förderung zu erhalten, ist es notwendig, dass in jedem Jahr jeweils mindestens vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens eingezahlt werden. Bei Empfängern von Amtsbezügen sind es entsprechend vier Prozent der ruhestandsfähigen Bezüge des Vorjahres, die als Voraussetzung für die maximale Zulage des Staates einzuzahlen sind. Ist diese Voraussetzung erfüllt, erhält man jährlich eine sogenannte Grundzulage in Höhe von 154 Euro. Empfänger von Kindergeld erhalten überdies auch Kinderzulagen. Für jedes Kind, für das entweder ein Anspruch auf Kindergeld besteht oder für das ein Kinderfreibetrag im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung gewährt wird, fließen zusätzlich jährlich 185 Euro (bzw. 300 Euro bei Kindern ab Geburtsjahr 2008). Über die Zulagen hinaus winken noch zusätzliche Steuervorteile, sofern man höhere Beträge einzahlt, als für die maximale Zulage gefordert ist.
Wichtig ist darüber hinaus zu wissen, dass man erst zum Ende der Sparphase, also frühestens nach Vollendung des 62. Lebensjahres, durch Beginn der zusätzlichen Rentenzahlungen oder bei Fonds des Auszahlplans Leistungen aus dem Vertrag erhält. Wie hoch die Förderung ausfällt, hängt jedoch nicht davon ab, bei welchem Anbieter man abschließt. Auch die Art der Riester-Rente hat keinen Einfluss auf die Höhe der Zulagen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es egal, ob man eine Rentenversicherung abschließt, Fonds über einen Sparplan erwirbt oder einen geförderten Bausparvertrag nutzt. Sofern man mit dem Bau oder Erwerb von Wohneigentum liebäugelt, bietet sich tendenziell eher Bausparen als Vorsorgeform an. Die staatlichen Zulagen werden hierbei zur Tilgung der Immobilienfinanzierung verwendet. Die Rendite ergibt sich auf diese Weise durch die ersparten Darlehenszinsen.

Der Staat spart mit

Dienstag, 22. Mai 2012

Wer von seinem verfügbaren Einkommen regelmäßig etwas zur Seite und auf die hohe Kante legen will, hat bei näherer Betrachtung die Qual der Wahl. Damit ist nicht nur die schier unerschöpfliche Auswahl an Anbietern am Markt gemeint, die um die Gunst der Kunden wetteifern. Auch die verschiedenen Varianten an Möglichkeiten, sein Geld für sich arbeiten zu lassen, erschweren die Entscheidung im Einzelfall. Grundsätzlich gilt, dass man sich insbesondere um drei Dinge bei Fragen rund um die Geldanlage kümmern sollte: Informationen erstens zur Sicherheit, zweitens zur Flexibilität und drittens zu den Kosten sind unabdingbar, wenn man nicht Gefahr laufen will, etwas Ungeeignetes oder zumindest Unzweckmäßiges auszuwählen bzw. sich verkaufen zu lassen. Als vierten Punkt kann man überdies die Möglichkeiten zählen, den Staat als Mitsparer ins Boot zu holen.

Für mittelfristig angelegte Sparverträge für Vermögenswirksame Leistungen wird staatlicherseits eine Arbeitnehmer-Sparzulage gewährt, sofern die Einkommensverhältnisse des Sparers bestimmte Schwellenwerte nicht überschreiten. Diese hängen davon ab, welche Anlageform gewählt wird (Bausparen oder Fonds).

In deutlich höherem Ausmaß spart der Staat allerdings mit, wenn man eine Geldanlageform wählt, die von vorn herein langfristig bis in die Zeit des beruflichen Ruhestands ausgerichtet ist. Die Riester-Förderung wurde speziell dafür eingeführt, Anreize zu schaffen, damit möglichst weite Teile der Bevölkerung sich rechtzeitig um absehbare Lücken der Altersvorsorge kümmern und den Zinseszinseffekt für sich nutzbar machen. Wichtig ist hierbei insbesondere auch, dass Verlustrisiken insoweit ausgeschlossen sind, als zum Rentenbeginn mindestens die eigenen Beiträge des Sparers sowie die eingegangenen Zulagen des Staates als Basis für eine zusätzliche Rente garantiert zur Verfügung stehen. Dies sollte in der Praxis bestehende Hemmnisse abbauen, sich auch Geldanlageformen zuzuwenden, die auf kürzere und mittlere Sicht mit Risiken verbunden sind. Da das private Eigenheim oder eine selbstgenutzte Eigentumswohnung auch gefördertes Altersvorsorgevermögen darstellen, lässt sich die Riester-Förderung auch in die Finanzierung integrieren: Die staatlichen Zulagen fließen hierbei als Sondertilgungen in die Immobilienfinanzierung ein. Darlehenslaufzeit und Zinsbelastung werden hierdurch deutlich reduziert.

Bausparförderung

Montag, 16. April 2012

Die staatliche Förderung des Baus oder Erwerbs selbstgenutzten Wohneigentums hat in Deutschland eine lange Tradition. Aufgrund sozialpolitischer Überlegungen wird der Wunsch vieler Menschen nach den eigenen vier Wänden durch verschiedene staatliche Zuschüsse und Vergünstigungen gefördert, um die Finanzierung eines Eigenheims oder einer Eigentumswohnung bewerkstelligen zu können. Bausparen stellt traditionell ein beliebtes und verbreitetes Instrument im Rahmen der Wohneigentumsförderung dar. Derzeit bestehen drei Möglichkeiten, staatlich gefördert zu werden. Diese können auch zusammen bzw. gleichzeitig in Anspruch genommen werden. Hierdurch kann das Bausparen zusätzlich zu seinen ohnehin bestehenden Vorzügen, beispielsweise zinsgünstige Kredite in Form eines Bauspardarlehens, noch attraktiver gestaltet werden.
Erstens besteht die Möglichkeit, bei Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen durch Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen (VL) in einem Bausparvertrag die staatliche Arbeitnehmer-Sparzulage zu erhalten. Zweitens wird, ebenfalls unter Berücksichtigung von Einkommensgrenzen und zusätzlich unter der Voraussetzung einer wohnwirtschaftlichen Verwendung, die staatliche Wohnungsbauprämie gewährt. Drittens kann man, sofern man zu dem geförderten Personenkreis zählt, auch die Riester-Förderung nutzen, und zwar ohne Einkommensgrenzen. Ob man zum geförderten Personenkreis zählt, kann man unproblematisch in einer unabhängigen Finanzberatung klären; gleichzeitig erhält man auf diese Weise einen Überblick über die zahlreichen am Markt verfügbaren Angebote an zertifizierten Bauspartarifen. Die Zertifizierung ist Voraussetzung, um Bausparen als so genannte Eigenheimrente, auch Wohn-Riester genannt, zielgerichtet in eine Baufinanzierung einbinden zu können, um diese durch die staatlichen Zulagen und gegebenenfalls ergänzende steuerliche Vergünstigungen günstiger gestalten zu können.

Zulagen für die Immobilienfinanzierung

Mittwoch, 23. November 2011

Der Staat hat ein breit gefächertes Instrumentarium bereitgestellt, um breiten Bevölkerungsschichten bei der Finanzierung selbstgenutzten Wohneigentums unter die Arme zu greifen. Ein Bausparvertrag ermöglicht es, die Fördermöglichkeiten bei der Zusammenstellung einer privaten Baufinanzierung vollständig und bequem auszuschöpfen.
Bausparen verhilft angehenden Wohnungs- oder Hausbesitzern, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten, zur Wohnungsbau-Prämie. Arbeitnehmer, die Vermögenswirksame Leistungen ihres Arbeitgebers erhalten, können diese auf einen Bausparvertrag fließen lassen. Gegebenenfalls können auch eigene Beiträge ohne Zuwendungen des Arbeitgebers auf diese Weise zur Gewährung der steuerfreien und sozialversicherungsfreien Arbeitnehmer-Sparzulage führen. Auch für die dritte Kategorie der staatlichen Zulagen, die man im Rahmen einer Baufinanzierung mittels Bausparen nutzen kann, die Altersvorsorge-Zulage als Bestandteil der Riester-Förderung, gilt jedoch: Nur wer die Zulagen beantragt, erhält sie auch. Wer sie nicht beantragt, verschenkt bares Geld. Die Riester-Förderung beim Bausparen, für die im Gegensatz zu den beiden anderen Zulagen keine Einkommensgrenzen gelten, sichert man sich am besten, indem man einen Dauerzulagenantrag bei der Bausparkasse stellt. Hierfür ist es unbeachtlich, ob man einen Bausparvertrag anspart, um eine Riester-Rente zur Stärkung seiner privaten Altersvorsorge zu erhalten, oder ob man die Zulagen dafür verwendet, eine Immobilienfinanzierung schneller zu tilgen. Die steuerliche Förderung wird optimiert, indem man sich zur Einkommensteuer veranlagen lässt, auch wenn man hierzu aufgrund seiner steuerlichen Situation grundsätzlich nicht verpflichtet wäre. Die Arbeitnehmer-Zulage durch Einzahlungen Vermögenswirksamer Leistungen auf einen Bausparvertrag wird ebenfalls im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung beantragt. Die staatlichen Zulagen führen insgesamt dazu, dass sich die monatliche Belastung aus der Immobilienfinanzierung meist spürbar reduziert. Insbesondere bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital sollte man die gegebenen Fördermöglichkeiten aus diesem Grunde ausschöpfen und diese nicht verschenken.

Vermögenswirksame Leistungen

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der planmäßige mittelfristige Vermögensaufbau wird staatlicherseits für Arbeitnehmer mit kleineren und mittleren Einkommen besonders gefördert. Vermögenswirksame Leistungen werden mittlerweile von den meisten Arbeitgebern aufgrund von Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder aufgrund individueller Vereinbarungen als Gehaltsbestandteil gezahlt. Wenn dies ausnahmsweise nicht der Fall ist, können Arbeitnehmer hier auch selbstständig tätig werden, indem ein Teil des Nettogehalts nicht ausgezahlt wird, sondern in einen Sparvertrag für Vermögenswirksame Leistungen fließt. Staatlicherseits wird die Arbeitnehmer-Sparzulage gewährt, wenn geltende Einkommensgrenzen nicht überschritten werden. Die Höhe hängt davon ab, wie viel gespart wird und welche Anlageform gewählt wird. Zur Auswahl stehen Fonds und ein Bausparvertrag. Bausparen ist hierbei tendenziell für sicherheitsorientierte Anleger geeignet, während Investmentfonds zwar grundsätzlich nicht frei von Risiken sind, dafür aber auch höhere Renditechancen beinhalten. Bei den Kosten ist zu berücksichtigen, dass bei einem Bausparvertrag grundsätzlich zu Vertragsbeginn eine Abschlussgebühr fällig wird, während Fonds vielfach Nebenkosten in Form von Ausgabeaufschlägen mit sich bringen. Diese kann man sich jedoch sparen, indem man gezielt nach der Möglichkeit Ausschau hält, Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu erwerben. Bei beiden Anlageformen sollte man darüber hinaus nicht das erstbeste Angebot annehmen, sondern vergleichen, da jeweils eine Vielzahl von Anbietern mit deutlich unterschiedlichen Konditionen am Markt tätig sind. Wenn einem VL tarifvertraglich oder aufgrund von Betriebsvereinbarungen zustehen, sollte man jedoch in keinem Fall hierauf verzichten.

Sonderangebot für junge Leute

Dienstag, 11. Oktober 2011

Grundsätzlich gilt im Hinblick auf die staatliche Wohnungsbauprämie, in deren Genuss man bei Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen durch Bausparen kommen kann, dass das Bausparguthaben wohnwirtschaftlich verwendet werden muss. Für junge Leute gibt es allerdings eine besonders vorteilhafte Ausnahmeregelung: Wenn ein Bausparer vor seinem 25. Geburtstag einen neuen Bausparvertrag abschließt, gilt zunächst die grundsätzliche siebenjährige Bindungsfrist. Ist diese jedoch abgelaufen, kann der Bausparer über das mit der Wohnungsbauprämie geförderte Bausparguthaben in vollem Umfang und somit uneingeschränkt flexibel verfügen.
Dies bedeutet, dass das angesparte Kapital für den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums verwendet werden kann, aber nicht muss (wie es ansonsten Bedingung ist). Diese vorteilhafte Ausnahme für junge Bausparer, bei der von der ansonsten strikten Zweckbindung der geförderten Sparbeiträge abgesehen wird, resultiert daraus, dass gerade in jungen Jahren in vielen Fällen noch gar nicht ersichtlich ist, inwieweit zu einem späteren Zeitpunkt eigene vier Wände angestrebt werden und hierfür eine Baufinanzierung in Angriff genommen werden soll. Weil insbesondere junge Leute, die sich beispielsweise noch in der beruflichen Ausbildung befinden, oftmals noch keine Vorstellung haben, ob Kaufen oder Bauen einer Immobilie für sie einmal ein Thema werden könnte, bietet diese Ausnahmeregelung somit die Chance, in den Genuss der allgemeinen Vorteile des Bausparens sowie der besonderen Fördermöglichkeiten zu kommen, ohne dass von vorn herein eine bestimmte Zweckbindung vonnöten wäre. Diese Flexibilität bei der Verwendung des angesparten Guthabens ist unter sonst gleichen Umständen im Vergleich zu anderen Möglichkeiten der Geldanlage ein nicht unwesentliches Kriterium bei der Auswahl.

Sichere Sache

Donnerstag, 22. September 2011

Niemand wird begeistert reagieren, wenn ihm eine Bausparermentalität attestiert wird, da diese unterschwellig mit Attributen wie beispielsweise langweilig oder fade verbunden wird. Dies gilt im Besonderen für Fragen rund um die Geldanlage bzw. die Finanzen im Allgemeinen. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten, vor allem Finanzkrisen, zeigt sich jedoch erfahrungsgemäß, dass konservative Herangehensweisen und auf Sicherheit bedachte Anlageformen wie eben Bausparen reale Vorzüge aufweisen.
Die Sicherheit des Bausparens kann entsprechend auch als einer seiner maßgeblichen Vorteile angesehen werden. Dies betrifft sowohl die Ausrichtung auf eine risikolose Möglichkeit der Geldanlage als auch darüber hinaus die Option auf einen verlässlichen Eckpfeiler einer Immobilienfinanzierung in Form eines zinsgünstigen und kalkulierbaren Bauspardarlehens.
Das auf einem Bausparvertrag kontinuierlich angesparte Bausparguthaben genießt schon aus dem Grunde ein außerordentliches Maß an Sicherheit, dass Bausparkassen als Kreditinstitute einer besonderen staatlichen Aufsicht unterliegen und die verwahrten Einlagen entsprechend der staatlichen Einlagensicherung unterliegen. Sicherheit besteht beim Bausparen auch hinsichtlich der Konditionen, da die angebotenen Bauspartarife grundsätzlich mit Festzinsvereinbarungen ausgestattet sind. Dies betrifft sowohl die Guthabenzinsen als auch die späteren Darlehenszinsen im Falle der Inanspruchnahme des Bauspardarlehens für die Durchführung einer Immobilienfinanzierung. In Bezug auf das zinsgünstige Bauspardarlehen besteht ab Zuteilungsreife des Bausparvertrages im Übrigen ein Rechtsanspruch. Dies beinhaltet ein nicht zu unterschätzendes Maß an zusätzlicher Sicherheit: Die insgesamt aufzubringende Finanzierung der Immobilie kann in der entsprechenden Höhe von vorn herein eingeplant werden kann. Das notwendige Volumen der Immobilienfinanzierung, das durch Eigenkapital, Förderdarlehen oder gewöhnliche Bankdarlehen aufgebracht werden muss, sinkt dementsprechend. Verbinden lässt sich Bausparen im Übrigen mit den Angeboten, die der Staat im Hinblick auf die Riester-Förderung unterbreitet. Eine private Finanzierung einer Wohnimmobilie lässt sich durch die Nutzung von Wohn-Riester in vielen Fällen erheblich günstiger gestalten. Über die Möglichkeiten und die individuellen finanziellen Vorteile sollte man sich durch unabhängige Finanzdienstleister informieren lassen.