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Börse feiert Schuldenschnitt für Griechenland

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Nach der gestrigen Einigung über einen Schuldenschnitt für Griechenland um 50% springen die Aktienkurse weltweit nach oben. Ob dies der Beginn einer nachhaltigen Erholung der Börsen ist oder ob sich in Kürze wiederum Ernüchterung breit machen wird angesichts der weiterhin bestehenden Probleme und Unsicherheitsfaktoren, kann niemand seriös mit hinreichender Sicherheit prognostizieren. In einem solchen Umfeld könnte es auf mittlere bis längere Sicht vielversprechend sein, regelmäßig über einen Sparplan Fonds ohne Ausgabeaufschlag zu erwerben, die von erfahrenen Vermögensverwaltern geführt werden und die schon andere Krisen besser als ihre Konkurrent gemeistert haben. In der Regel handelt es sich hierbei um gemischte Fonds, die also nicht nur in Aktien, sondern auch in Anleihen investieren und die jeweilige Gewichtung je nach Marktlage flexibel anpassen können. Gemischte Fonds, die zur Vermögensverwaltung auch für kleinere Anlagebeträge (oder eben für regelmäßige Sparbeiträge) konzipiert sind, stellen im Übrigen die älteste Form von Investmentfonds dar. Sie sind wie alle zum öffentlichen Vertrieb zugelassenen Fonds dadurch gekennzeichnet, dass sie das Kapital sehr vieler Anleger aufnehmen und in verschiedene Wertpapiere investieren. Die Mindestanlagebeträge sind meistens sehr niedrig. Die Vermögenswerte der Anleger sind, da es sich bei einem Fonds um ein Sondervermögen handelt, auch vor dem Zugriff Dritter geschützt. Die Verwahrung der Vermögenswerte erfolgt bei einer von der Kapitalanlagegesellschaft unabhängigen Depotbank, die die Käufe und Verkäufe von Wertpapieren ausführt und überwacht. Seit Ausbruch der Finanzkrise sind gemischte Fonds im Vergleich zu reinen Aktienfonds wieder populärer geworden. Sie erscheinen besser geeignet, eine auskömmliche Rendite ohne die erheblichen Risiken und Schwankungen einer ausschließlichen Aktienanlage zu erzielen. Kosten in Form des Ausgabeaufschlags lassen sich, wie gesagt, durch einen Fonds Rabatt reduzieren.

Kaufgelegenheiten

Freitag, 16. September 2011

Wenn es an der Börse wie derzeit gehörig scheppert, bieten sich mitunter sehr günstige Kaufgelegenheiten. Dies ist historisch betrachtet nach starken Kursrückgängen auf breiter Front überwiegend das Ergebnis einer rückwärtigen Betrachtung gewesen. Dass der Zeitpunkt einer Wende zum Besseren nicht seriös zu prognostizieren ist, sollte jedoch außer Frage stehen. Wichtig ist entsprechend, dass man nur Gelder investiert, die nicht kurzfristig benötigt werden. Dieser Grundsatz, den man ohnehin bei der Geldanlage außerhalb von Konten beherzigen sollte, ist in hochvolatilen Phasen wie momentan an Wichtigkeit nicht zu überbieten. Überdies – auch dies ist eine leider oftmals auf die leichte Schulter genommene Empfehlung, die in jedem ernst zu nehmenden Börsenbuch zu finden ist – sollte man nicht zu speziell investieren. Es kann beispielsweise natürlich so kommen, dass die zunächst durch die Immobilien- und jetzt durch die Euro/Schuldenkrise besonders gebeutelten Banken besonders stark an einer Erholung partizipieren werden, genauso gut kann es auch passieren, dass eine zukünftig einsetzende Erholung weitgehend an ihnen vorbeiläuft. Also im Zweifel besser in qualitativ langjährig überzeugende Investmentfonds als in einzelne Aktien investieren und tendenziell breit streuende Fonds gegenüber solchen bevorzugen, die auf einzelne Branchen oder Länder fokussiert sind. Eine Kaufgelegenheit der anderen Art bietet sich im Übrigen für angehende Immobilienbesitzer: Die Flucht von Anlegern in den sicheren Hafen der Bundesanleihen hat (flankiert durch die Fortführung der Politik des billigen Geldes durch die EZB, welche aktuell der Konjunktur mehr mit Sorge gegenübersteht als einer möglichen Inflation) für außerordentlich günstiges Baugeld gesorgt!