Artikel-Schlagworte: „Eigenheim“

Modernisierungsdarlehen

Montag, 12. September 2011

Der klassische Vorteil, den man mit Bausparen nutzen kann, ist die Inanspruchnahme eines zinsgünstigen Bauspardarlehens. Es ergänzt im Rahmen der gesamten Finanzierung eines Eigenheims häufig Baudarlehen, die von Kreditinstituten herausgegeben werden. Die Finanzierungsmöglichkeiten, die Bausparkassen ihren Kunden bieten, sind damit jedoch nicht erschöpft. Auch zum Modernisieren eines Eigenheims lassen sich oftmals zinsgünstige Finanzierungskonzepte entwickeln, die einen Vergleich mit den Angeboten von Banken und Sparkassen beileibe nicht scheuen müssen. Dies bezieht sich sowohl auf die Zinssätze als auch auf die Flexibilität, beispielsweise hinsichtlich der Zinsbindungsdauer. Unter Umständen ist es darüber hinaus möglich, hierbei als zusätzlichen Bonus die Riester-Förderung mit attraktiven staatlichen Zulagen zu nutzen und in die Finanzierung einzubinden. Ein Paket aus günstigen Zinssätzen, Einbindung staatlicher Zulagen und gegebenenfalls weiteren öffentlichen Fördergeldern stellt in der Praxis eine optimale Finanzierungslösung für Modernisierungsmaßnahmen mit einer niedrigen monatlichen Belastung für den Darlehensnehmer dar.

Mit Förderung in die eigenen vier Wände

Mittwoch, 27. April 2011

Im Rahmen einer anstehenden Baufinanzierung sollte man grundsätzlich zweierlei prüfen: Die Darlehenskonditionen sowie die Möglichkeiten einer öffentlichen Förderung. Beide Faktoren stellen eine wirkungsvolle Stellschraube an der monatlichen Belastung durch die Finanzierung dar. Wenn man – häufig dadurch, dass man sich an unabhängige Finanzdienstleister wendet, die mit zahlreichen Banken im Bereich der Immobilienfinanzierung zusammenarbeiten – günstiges Baugeld “einkauft“ und staatliche Fördermittel zielgerichtet nutzt, ist der Unterschied hinsichtlich der monatlichen Belastung und bezogen auf die gesamten Finanzierungskosten während der Darlehenslaufzeit oftmals beträchtlich. Mitunter ermöglicht es sogar erst das Zusammenspiel beider Faktoren, dass die Hausfinanzierung überhaupt tragbar ist und in die Wege geleitet werden kann. Beispielsweise eine knapp kalkulierte Baufinanzierung ohne Eigenkapital, die auch als Vollfinanzierung bezeichnet wird, kann mit Hilfe zinsgünstiger Förderdarlehen und zusätzlicher öffentlicher Förderung gelingen. Hierzu zählt Wohn-Riester: Durch diesen jüngsten Spross der Riester-Familie wurde die staatliche Förderung selbstgenutzten Wohneigentums ausgeweitet und weiter verbessert. Günstiger im Vergleich zu einer Immobilienfinanzierung ohne staatliche Förderung wird eine Nutzung von Wohn-Riester dadurch, dass die staatlichen Altersvorsorgezulagen direkt als Sondertilgungen zugunsten des speziellen Darlehens fließen. Diese Sondertilgungen reduzieren die Restschuld und bewirken eine Ersparnis von Sollzinsen unter Nutzung des Zinseszinseffekts. Bei den anderen Varianten der Riester-Rente findet nur eine indirekte Wohneigentumsförderung statt: Bei Rentenversicherungen, Fondssparplänen und Banksparplänen, die nach den Bestimmungen der staatlich geförderten Altersvorsorge zertifiziert sind, kann das angesparte Kapital als Einmalentnahme für den Kauf oder den Bau einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden. Auch die Ablösung einer Immobilienfinanzierung, die mit Eintritt in den beruflichen Ruhestand bzw. mit Abschluss der Sparphase des Riester-Vertrags noch besteht, ist ebenfalls möglich, ohne dass dies die erhaltene Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen und möglichen zusätzlichen steuerlichen Vorteilen gefährden würde. Welche Form der Riester-Rente für die persönlichen Zielsetzungen geeignet ist, hängt davon ab, ob eine möglichst schnelle Entschuldung der eigenen Immobilie oberste Priorität hat oder ein zielgerichteter Vermögensaufbau als zusätzliche Altersvorsorge mit der Option, die eigenen vier Wände hierdurch bei Bedarf auch lastenfrei gestalten zu können.

Die Riester-Rente

Mittwoch, 29. September 2010

Die nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Riester benannte Riester-Rente wurde eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, staatlich reguliert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Als Anreiz hierfür wurden staatliche Förderungsmechanismen installiert.
Die Riester-Rente ermöglicht es den Bürgern, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge zu betreiben als Ergänzung zu den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, der ebenfalls staatlich geförderten Rürup-Rente und privaten Altersvorsorgeverträgen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung oder einer Kapitallebensversicherung.
Inwieweit der Abschluss einer Riester-Rente individuell eine interessante Option darstellt, um absehbare Lücken in der Altersvorsorge zu schließen, die dadurch entstehen, dass die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausreichen, den gewohnten oder zumindest den anvisierten Lebensstandard abzusichern, hängt von mehreren Faktoren ab, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Insbesondere ist zu klären, ob man zu dem geförderten Personenkreis zählt: Dieser umfasst alle rentenversicherungspflichtigen Personen, also sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer und bestimmte Gruppen von Selbstständigen, sowie Beamte und sonstige Empfänger von Amtsbezügen. Ein weiterer Schritt ist dann die Auswahl aus den diversen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich die staatliche Förderung für die Riester-Rente zu sichern (Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan, Bausparvertrag und Eigenheimrente, besser bekannt als “Wohn-Riester“).
Herausragend interessant ist die Riester-Rente für nicht Förderberechtigte, z.B. Hausfrauen, deren Ehepartner die Riester-Förderung erhalten. Hier besteht die Möglichkeit, eine “Umsonst-Rente“ zur Unterstützung der Altersvorsorge zu erhalten.

Immobilienrente

Donnerstag, 8. Juli 2010

Das Eigenheim gilt gemeinhin als die sicherste Form der privaten Altersvorsorge. Hierbei steht zunächst der Vorteil der Mietersparnis im Vordergrund. Eine Möglichkeit, über selbstgenutztes Wohneigentum zusätzliche regelmäßige Zahlungen zur Aufstockung der Einnahmen im Ruhestand zu erhalten, besteht in einer sogenannten Immobilienrente. Hierbei wird auf dem Objekt eine Umkehrhypothek eingetragen, aus der bis zum Verkauf des Hauses oder bei Ableben des letzten Eigentümers eine Rente gezahlt wird. Die Hauseigentümer selbst haben keinerlei laufende Zahlungen an die finanzierende Bank zu leisten. Entsprechend gibt es auch keine ansonsten bei der Kreditvergabe übliche Bonitätsprüfung. Lediglich in Bezug auf die Immobilie ist grundsätzliche Voraussetzung, dass diese annähernd lastenfrei zu sein hat. Die ursprüngliche Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung sollte somit schon ihre Erledigung gefunden haben.