Artikel-Schlagworte: „Forward Darlehen“

Überraschende Zinssenkung

Freitag, 4. November 2011

Der Leitzins wurde gestern, quasi als erste Amtshandlung des neuen EZB-Präsidenten Draghi, um 25 Basispunkte auf nur noch 1,25 Prozent gesenkt. Dies freut Kreditnehmer. Gleichzeitig mag dies bei Sparern für Unbehagen sorgen (mehr dazu am Montag). 

Was die Freude von Kreditnehmern (oder solchen, die es werden wollen) angeht: Zu ausschweifend sollte sie nicht ausfallen. Schließlich ist im Einzelfall noch zu klären, ob und inwieweit man von noch günstigeren Zinsen profitieren kann. Wer bereits einen Kredit oder ein Darlehen laufen hat, guckt gewissermaßen in die Röhre, sofern (wie in den allermeisten Fällen) eine Festzinsvereinbarung mit der Bank getroffen wurde. Lediglich bei einer laufenden Immobilienfinanzierung, bei der in absehbarer Zeit eine Anschlussfinanzierung ansteht, ist die Zinssenkung auf ein noch niedrigeres Niveau eine gute Nachricht, da das Risiko sinkt, dass man, wenn man mit seiner Darlehensprolongation an der Reihe ist, sein Geld teurer einkaufen muss, da die Zinsen bis dahin wiederum gestiegen sind (z.B., weil es bis dahin eine nachhaltige Entspannung in Bezug auf Finanzkrisen und ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit gegeben hat). Tipp insoweit: Bei versierten unabhängigen Finanzdienstleistern über ein Forward Darlehen informieren!

Ansonsten ist keinesfalls ausgemachte Sache, dass die Senkung des Leitzinses (zu dem sich die Banken untereinander auf täglicher Basis Geld leihen) kurz- oder mittelfristig Auswirkungen auf die Konditionen für mittelfristige Kredite oder langfristige Darlehen (insbesondere für eine Immobilienfinanzierung) haben wird. Macht im Grunde auch nichts, da sich die Zinsen in diesem Bereich ohnehin in historisch niedrigen Dimensionen befinden. Bei grundsätzlich stabilen Immobilienpreisen ergeben sich logischerweise derzeit verblüffend niedrige monatliche Belastungen. Darauf zu spekulieren, dass es in naher Zukunft noch günstiger werden könnte, dürfte beinahe falscher Geiz sein!

Der Profit liegt im Einkauf

Freitag, 7. Oktober 2011

Die neu aufgeflackerte Finanzkrise bzw. die aktuell das Geschehen an den Finanzmärkten bestimmende Schuldenkrise im Euroraum hat zu einem für Anleger auf den ersten Blick misslichen Szenario geführt: Zinsen nur noch knapp über der Nulllinie für risikolose Anlagen (wobei die Meinungen, was hierunter überhaupt noch zu zählen ist, deutlich auseinander gehen) und hohe Risiken an den Börsen. Auf den zweiten Blick stellt sich die Lage etwas differenzierter dar: Die bemerkenswert niedrigen Zinsen für kurzfristige Geldanlagen lassen sich umgehen, indem man auf Sonderangebote zurückgreift. Der Unterschied zwischen 08/15-Konditionen und Aktionszinssätzen im Tages- und Festgeldbereich ist nicht zu verachten. Nach den Erfahrungen mit Kaupthing Edge sollte man sich jedoch nur auf Kreditinstitute verlassen, die über jeden Zweifel hinsichtlich der Einlagensicherung erhaben sind. Sonderkonditionen der anderen Art gibt es gewissermaßen zurzeit im Baugeld-Bereich: Da Deutschland bonitätsmäßig in Europa weiterhin als der Mercedes gilt, sind die Renditen hierzulande im längerfristigen Bereich deutlich zurückgegangen. Im Gleichklang sind auch die Darlehenszinsen für eine Immobilienfinanzierung deutlich gesunken. Wer als Kreditnehmer in Kürze eine Anschlussfinanzierung benötigt, hat insoweit Glück und kann von den aktuell günstigen Einkaufskonditionen für Baugeld profitieren. Wenn es bis zum Zeitpunkt der Darlehensverlängerung noch etwas dauert, ist die Sicherung der niedrigen Zinssätze über ein Forward Darlehen in jedem Fall eine Überlegung wert. Kostenlose Beratungen erhalten Interessierte hierzu bei versierten unabhängigen Finanzdienstleistern. Diese können auch bei einem anderen Aspekt behilflich sein, der die Geldanlage betrifft: Wenn man es für möglich hält, dass die Finanzwelt (wieder einmal) doch nicht untergeht und die gravierenden Kursverluste der jüngsten Zeit insofern auf mittlere bis längere Sicht als günstige Gelegenheit begreift, lassen sich durch Sonderkonditionen beim Einkauf die Chancen auf eine Teilhabe an einer irgendwann einsetzenden Erholung erhöhen. Der Kauf guter Fonds ohne Ausgabeaufschlag könnte sich aktuell zu einem späteren Zeitpunkt als überaus lohnende Investition herausstellen.

Weitere Zinserhöhung in Sicht

Dienstag, 14. Juni 2011

Ausgehend von den jüngsten Äußerungen seitens des EZB-Präsidenten ist mit einer weiteren Erhöhung des Leitzinses in absehbarer Zeit, vermutlich sogar in einem Monat, zu rechnen. Unabhängig davon, wie hoch dieser ausfallen wird, ist in jedem Falle davon auszugehen, dass Sparer weiterhin mit nicht eben üppigen Renditen für ihre klassischen Geldanlagen leben müssen und dass Baugeld sich zwar weiter von den historischen Tiefstständen im letzten Herbst entfernen wird, aber dennoch im langfristigen Vergleich als sehr günstig zu bezeichnen ist. Inwieweit der sich abzeichnende Trend weg vom billigen Geld nachhaltig sein wird und man auf mittlere Sicht wieder – bei weiteren möglichen Zinserhöhungen oder, insbesondere bei längeren Laufzeiten, durch Angebot und Nachfrage – von höheren Zinsen sprechen kann, ist aus heutiger Sicht noch völlig spekulativ. Wesentliche Einflussfaktoren sind hierbei Konjunktur und Inflation, welche ihrerseits wiederum nicht völlig unabhängig voneinander sind. Für Geldanleger gewinnen in einem Szenario steigender Zinsen tendenziell Geldmarktfonds, die als Fonds ohne Ausgabeaufschlag beim Erwerb in der Regel mit keinen Nebenkosten verbunden sind, wieder an Attraktivität im Vergleich zu einer Festgeldanlage. Wer hingegen eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat und wessen Anschlussfinanzierung noch nicht unmittelbar vor der Tür steht, der sollte sich um Modalitäten sowie Vor- und Nachteile, die mit einem Forward Darlehen verbunden sind, zumindest eingehend vertraut machen, um seine Möglichkeiten zum Schutz vor steigenden Zinsen zumindest einschätzen und bewerten zu können.

Zinsbindungsfristen

Freitag, 13. Mai 2011

Ob und wie lange man bei seiner Baufinanzierung die Zinsen festschreiben lässt, ist eine Entscheidung, die reiflich überlegt sein will. Festlegen muss man sich in dieser Hinsicht sowohl bei der Erstvalutierung der Baudarlehen als auch bei jeder späteren Anschlussfinanzierung. Grundsätzlich hat jede Bank mehrere Varianten hinsichtlich der Zinsbindungsfrist im Angebot. Variabel verzinsliche Darlehen erhalten für den Darlehensnehmer ein Höchstmaß an Flexibilität. Bei dieser Variante lässt sich durch eine Kündigung des Darlehensvertrages mit grundsätzlich dreimonatiger Kündigungsfrist beispielsweise auch flexibel eine Umschuldung zu einem günstigeren Finanzierungspartner in die Wege leiten. Zudem sind in der Regel die Darlehenskonditionen für variabel verzinsliche Darlehen die günstigsten, die angeboten werden. Auf der anderen Seite erhält man natürlich keine Gewähr, dass dies so bleibt. Allgemein steigende Zinsen führen auch dazu, dass sich Baugeld verteuert. Insofern würden sich steigende Zinsen auch bei der monatlichen Belastung der Kreditnehmer bemerkbar machen. Steigende Zinsen hätten zur Folge, dass sich die monatliche Belastung, die sich aus Zinsen und Tilgung zusammensetzt, für den Kunden erhöht. Es ist letztlich die Frage, ob man in absehbarer Zeit mit steigenden Zinsen rechnet und auch, ob man sich diese im Ernstfall ohne größere Probleme leisten könnte.
Hierfür bietet sich ein Baufinanzierungsrechner an, um quasi auf dem Reißbrett durchkalkulieren, wie viel Zinserhöhung man problemlos im Vergleich zu aktuellen Konditionen für variabel verzinsliche Darlehen verkraften könnte. Gegenüberstellen kann man die aktuellen Konditionen für fest verzinsliche Darlehen mit unterschiedlichen Festzinsbindungsfristen. Auf diese Weise erkennt man, ab wann man im Zweifel mit Zitronen gehandelt hätte, wann also der Konditionsvorteil durch Inanspruchnahme eines variabel verzinslichen Darlehens durch laufende Zinserhöhungen zunichte gemacht würde. Als Option für eine Anschlussfinanzierung, die noch nicht unmittelbar, sondern erst mittelfristig ansteht, sollte man gegebenenfalls ein Forward Darlehen in Betracht ziehen.

Anschlussfinanzierung kalkulieren

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Bei einer Anschlussfinanzierung (Prolongation) einer Baufinanzierung ist es töricht, das Angebot der Hausbank ohne weitere Prüfung anzunehmen. Dieses beinhaltet in aller Regel die jeweils gültigen Standardkonditionen. Berücksichtigt wird somit nicht, dass sich das Risiko für die Bank seit Beginn der ursprünglichen Finanzierung reduziert hat. Dies aus zwei Gründen: Zum einen wurden bereits Tilgungen geleistet; die Sicherheit durch die Immobilie ist somit werthaltiger. Zum anderen hat der Kunde während der Laufzeit des Darlehens seine persönliche Bonität, sprich Kreditwürdigkeit, unter Beweis gestellt.
Wenn man im Vorwege die Konditionen für die Anschlussfinanzierung vergleicht und bis zum Ablauf der aktuellen Zinsbindungsfrist noch einige Zeit vergeht, sollte man sich gegebenenfalls nach einem Forward Darlehen erkundigen. Dieses sichert, gegen einen kleinen Aufpreis, die Konditionen bis zur tatsächlichen Valutierung des Darlehens ab. Man sichert sich auf diese Weise somit dagegen ab, dass bis zum Zeitpunkt der neuen Zinsfestschreibung laufende Zinserhöhungen zu einer Verteuerung führen. Die genauen Auswirkungen lassen sich unproblematisch und kostenlos durch einen Baufinanzierungsrechner durchkalkulieren.