Artikel-Schlagworte: „Girokonto“

Dispos lohnen sich

Montag, 22. November 2010

Ein Dispositionskredit, kurz Dispo genannt, gehört gewissermaßen zur Grundausstattung eines Girokontos für Privatpersonen. Er ermöglicht es dem Kontoinhaber und gegebenenfalls den Kontobevollmächtigten, zu Lasten des Girokontos auch dann Verfügungen vorzunehmen, wenn das entsprechende Guthaben nicht mehr zur Verfügung steht. Die Verfügungen können entweder bar an der Kasse des jeweiligen Kreditinstituts oder mittels der EC-Karte am Geldautomaten erfolgen. Auch eine Verfügung durch Überweisungen ist ebenso möglich wie die Ausführung von Daueraufträgen. Zu guter Letzt gewährleistet ein eingeräumter Dispositionskredit, dass auch Lastschriften oder Schecks von der kontoführenden Bank oder Sparkasse eingelöst werden, wenn das Girokonto im Zeitpunkt der Belastung nicht das entsprechende Guthaben aufweist.
Bei allem Komfort, den ein Dispo bietet, sollte man ihn dennoch nur für absolute Ausnahmefälle und dann auch nur kurzfristig zur Überbrückung in Anspruch nehmen. Günstige Kredite sehen nämlich angesichts zweistelliger Zinssätze vollkommen anders aus. Wer den Ehrgeiz entwickelt, noch teureres Geld aufzunehmen, wird allenfalls bei Versicherungen fündig, sofern für eine Police Ratenzuschläge dafür fällig werden, dass die Jahresbeiträge anteilig monatlich gezahlt werden. Bei anstehenden größeren Anschaffungen sollte man sich somit tunlichst um einen günstigen Ratenkredit bemühen.

Dispos lohnen sich für Banken und Sparkassen, nicht für den Kunden!

Sofortkredite

Freitag, 13. August 2010

Sogenannte Sofortkredite werden vielfach beworben. Es handelt sich durchweg um normale Ratenkredite, die auch als Privatkredit, Privatdarlehen, Anschaffungsdarlehen, Persönliches Darlehen oder eben als Sofortkredit bezeichnet werden. Die Produkte sind so konzipiert, dass sie auf standardisierten Kreditvergabekriterien beruhen und auf eine schlanke, unbürokratische Abwicklung hinzielen. Die Unterlagen, die das Kreditinstitut vom Kunden benötigt, sind entsprechend überschaubar. Meist sind nur die letzten zwei bis drei Verdienstbescheinigungen sowie aktuelle Kontoauszüge notwendig. Weiterhin ist eine standardisierte Selbstauskunft auszufüllen, die Angaben zu persönlichen Daten, Arbeitgeber, Beschäftigungsdauer und finanziellen Verhältnissen (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Verbindlichkeiten) vorsieht. Der Kredit kann in der Regel sofort bewilligt und auch ausgezahlt werden, sofern keinerlei Unstimmigkeiten vorliegen. Zudem dürfen aus der Schufa-Auskunft, die von der Bank heutzutage online für einen Antrag auf ein Girokonto, einen Kredit oder eine Baufinanzierung eingeholt wird, keine Negativmerkmale erkennbar sein. Zu beachten ist, dass die Kredite, mit denen als Sofortkredit geworben wird, nicht zwangsläufig besonders günstig sein müssen. Auch Kredite, die nicht als Sofortkredite bezeichnet werden, werden grundsätzlich zügig und unbürokratisch bearbeitet.

Berufsstart in Sachen Finanzen

Donnerstag, 10. Juni 2010

Als Azubi oder Student braucht man nicht viele Finanzverträge, einige sind jedoch unerlässlich. Ein Girokonto ist obligat. Dies muss heutzutage nichts kosten. Ein Dispo ist bei regelmäßigen (auch geringen) Einkünften in der Regel inklusive, sollte aber nur zum Angucken und darüber hinaus lediglich für finanzielle Notfälle verwendet werden. Eine Haftpflichtversicherung benötigt, wer nicht mehr bei den Eltern wohnt. Der/die Lebensabschnittsverschöner/in, mit dem/r ein gemeinsamer Hausstand geführt wird, benötigt jedoch keine eigene Haftpflicht extra. Bei der Deckungssumme sollten 2,5 bis 3 Mio. € tunlichst nicht unterschritten werden; Verträge mit 1 Mio. €, die Berufsstartern bisweilen nahegelegt werden, sind unter Umständen bei verursachten Personenschäden unzureichend und darüber hinaus auch keineswegs günstiger. Azubis haben für die Anlage ihrer Vermögenswirksamen Leistungen die Auswahl zwischen Fonds und Bausparen, sollten sich vor Abschluss des Sparvertrags aber eingehend informieren über Chancen, Risiken, Kosten sowie Vor- und Nachteile von Aufstockungsbeträgen aus eigener Tasche. Wer ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielt (Azubis sowie Studenten, die nebenbei einen Midijob oder einen Minijob, bei dem sie auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichten, ausüben), sollte sich darüber hinaus mit den Vorzügen und Nachteilen der Riester-Rente auseinandersetzen.