Artikel-Schlagworte: „Haftpflicht“

Nützlicher Zusatz

Montag, 11. Juli 2011

Versicherungen haben bisweilen die Eigenschaft, nicht besonders transparent zu sein. Dies betrifft beispielsweise die zahlreichen Einschlüsse und Ausschlüsse, die in den Versicherungsbedingungen geregelt sind. Zusätze, die in eine Police integriert werden können, sind oft nicht auf Anhieb nach Sinnhaftigkeit und Preiswürdigkeit zu durchschauen. Dies betrifft auch die (nach herrschender Meinung) wichtigste Versicherung überhaupt, die Privathaftpflichtversicherung. Versicherungsvergleiche im Netz ermöglichen allenfalls einen groben Überblick und filtern die (nominal) günstigsten Angebote heraus. Da es hierbei nur um den Preis geht, sind es logischerweise nur die absoluten Standard- bzw. Basisvarianten. Welche Möglichkeiten es gibt, seinen Versicherungsschutz sinnvoll zu erweitern, erfährt man natürlich nur dann, wenn man einzelne Angebote genauer unter die Lupe nimmt. Ein nützlicher Zusatz ist beispielsweise die sogenannte Forderungsausfalldeckung, die Schäden reguliert, die dem Versicherungsnehmer von einem Dritten zugefügt werden, der entweder unbekannt ist oder den Schaden (mangels eigener Haftpflicht, auch solche Leute gibt es) nicht bezahlen kann.

Wie viel Schutz muss sein?

Montag, 18. April 2011

Mieter benötigen keine Sturm- und Wasserversicherung. Diese ist Sache des Hausbesitzers, welcher in der Regel die Auswahl der jeweiligen Wohngebäudeversicherung an die Hausverwaltung delegiert. Jugendliche, die das Elternhaus in Richtung erster eigener Bude verlassen, benötigen eine eigenständige Privathaftpflichtversicherung, da sie mit eigenem Wohnsitz nicht mehr über die Eltern mitversichert sind. Zieht hingegen in besagte Bude der oder die Lebensabschnittsverschöner(in) mit ein, ist eine gemeinsame Haftpflichtpolice ausreichend. Diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig es ist, anlassbezogen seinen Versicherungsschutz zu überprüfen.
Welche Versicherungen man überhaupt benötigt, hängt einerseits von den persönlichen Lebensumständen wie den familiären und beruflichen Verhältnissen ab, andererseits vom persönlichen individuellen Sicherheitsbedürfnis. Ein Muss neben den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtversicherungen (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, gegebenenfalls Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Kfz-Haftpflicht und Wohngebäudeversicherung) stellt die Privathaftpflicht dar. Hieran zu sparen, ist mindestens falscher Geiz, wenn nicht schlicht dumm.
Sofern ein Haushalt mit einem Alleinverdiener oder Hauptverdiener eine Baufinanzierung in Angriff nimmt, empfiehlt sich darüber hinaus der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Diese schließt das Risiko aus, dass die Hinterbliebenen nicht in der Lage sind, den Kapitaldienst zu leisten und die Bank entsprechend gezwungen ist, Zwangsmaßnahmen zur Verwertung der Immobilie in die Wege zu leiten. Auch Familien, die nicht in eigenen vier Wänden wohnen, sollten zur Absicherung der Kinder für den Fall eines Falles entsprechend Vorsorge treffen.
Für jedermann stellen sich darüber hinaus Fragen hinsichtlich des Schutzes gegen mögliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, sei es durch Alter, Krankheit, Verschleiß oder Unfall. Eine gesetzliche Absicherung ist in den meisten Fällen nicht existent oder unterhalb des Sozialhilfeniveaus anzusiedeln. Mit den Vor- und Nachteilen einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder alternativen Schwere Krankheiten Vorsorge sollte man sich besser früher als später auseinandersetzen.

Falscher Geiz

Montag, 7. März 2011

Verschiedenen Quellen zufolge sollen zwischen 20% und 30% aller Haushalte über keine Privathaftpflichtversicherung verfügen. Plausible Gründe lassen sich nicht ausmachen, da der finanzielle Aufwand als sehr überschaubar ist, insbesondere vor dem Hintergrund der Gegenleistung: Schutz vor Schadensersatzansprüchen Dritter, die den finanziellen Ruin darstellen können.
Wenn man sich entschlossen hat, diese Risiken, seien sie auch noch so unwahrscheinlich, abzusichern, sollte man allerdings keinen falschen Geiz hinsichtlich der Höhe der Versicherungssumme walten lassen. In der Praxis bisweilen anzutreffende Verträge über 1 Mio. € sind zu knapp bemessen für einen hinreichenden Schutz für Haftungsansprüche, die aus Personenschäden herrühren. Verbraucherschützer empfehlen, hier nicht unter 3 Mio. € abzuschließen.
Sparen sollte man nicht am falschen Ende, sondern vielmehr am richtigen: Ratenzuschläge, die bei einer unterjährigen (z.B. monatlichen) Zahlungsweise berechnet werden, stellen im Ergebnis sehr teure Kredite dar, die man bei der Versicherungsgesellschaft aufnimmt. Diese Kosten sollte man sich schenken, auch bei anderen Versicherungen.

Berufsstart in Sachen Finanzen

Donnerstag, 10. Juni 2010

Als Azubi oder Student braucht man nicht viele Finanzverträge, einige sind jedoch unerlässlich. Ein Girokonto ist obligat. Dies muss heutzutage nichts kosten. Ein Dispo ist bei regelmäßigen (auch geringen) Einkünften in der Regel inklusive, sollte aber nur zum Angucken und darüber hinaus lediglich für finanzielle Notfälle verwendet werden. Eine Haftpflichtversicherung benötigt, wer nicht mehr bei den Eltern wohnt. Der/die Lebensabschnittsverschöner/in, mit dem/r ein gemeinsamer Hausstand geführt wird, benötigt jedoch keine eigene Haftpflicht extra. Bei der Deckungssumme sollten 2,5 bis 3 Mio. € tunlichst nicht unterschritten werden; Verträge mit 1 Mio. €, die Berufsstartern bisweilen nahegelegt werden, sind unter Umständen bei verursachten Personenschäden unzureichend und darüber hinaus auch keineswegs günstiger. Azubis haben für die Anlage ihrer Vermögenswirksamen Leistungen die Auswahl zwischen Fonds und Bausparen, sollten sich vor Abschluss des Sparvertrags aber eingehend informieren über Chancen, Risiken, Kosten sowie Vor- und Nachteile von Aufstockungsbeträgen aus eigener Tasche. Wer ein rentenversicherungspflichtiges Einkommen erzielt (Azubis sowie Studenten, die nebenbei einen Midijob oder einen Minijob, bei dem sie auf die Sozialversicherungsfreiheit verzichten, ausüben), sollte sich darüber hinaus mit den Vorzügen und Nachteilen der Riester-Rente auseinandersetzen.