Artikel-Schlagworte: „Kostenaufstellung“

Finanzierungen ohne Eigenkapital

Mittwoch, 13. Juli 2011

Eine Baufinanzierung ist keine Wissenschaft und eine Vollfinanzierung, bei der der Käufer bzw. Bauherr also kein Eigenkapital einsetzen möchte, kein Ding der Unmöglichkeit. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Finanzierung auf soliden Füßen steht. Die Gesamtkostenaufstellung enthällt bei einem Neubauvorhaben folgende Posten: Grundstückskosten, Grunderwerbsteuer, Kosten für Notar und Grundbuchamt, Gebäudekosten, Erschließungskosten, Baunebenkosten, Kosten für Außenanlagen und gegebenenfalls Sonstiges. Wird hingegen ein bestehendes Objekt Gegenstand der Finanzierung, egal ob Eigenheim oder Eigentumswohnung, fallen folgende Positionen an: Kaufpreis, Grunderwerbsteuer, Kosten für Notar und Grundbuchamt, Maklercourtage inkl. Umsatzsteuer sowie Kosten für – je nach Zustand – Renovierung, Sanierung und/oder Um- bzw. Anbau.

Der Finanzierungsplan muss die gesamten Investitionskosten abdecken. Hieraus errechnet sich eine monatliche Belastung, indem zunächst Eigenmittel, die eingebracht werden sollen, vom Finanzierungsbedarf abgezogen werden. Werden kein Eigenkapital zur Abdeckung eines Teils der gesamten Investition eingesetzt, ist dies in der Praxis kein Ausschlussgrund. Es kommt lediglich darauf an, dass die sich ergebende monatliche Belastung, die bei einer Vollfinanzierung logischerweise höher ausfällt, im Einklang mit den finanziellen Verhältnissen des Kunden steht. Neben der Höhe der benötigten Darlehensmittel haben die Zinssätze der Darlehen sowie die anfängliche Tilgungsleistung einen Einfluss auf die Darlehensraten und damit auf die monatliche Belastung. Unkompliziert lassen sich Beispielrechnungen mit einem Baufinanzierungsrechner duchführen.