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Baufinanzierung bleibt günstig

Dienstag, 12. Oktober 2010

Die Zinsen für eine Baufinanzierung stellen sich aktuell im langfristigen Vergleich als äußerst günstig dar. Mit einem Baufinanzierungsrechner kann man unproblematisch ermitteln, wie viel Haus man sich aktuell leisten kann, welchen Einfluss mögliche Zinssteigerungen auf die monatliche Belastung haben und wie schnell das Haus oder die Eigentumswohnung abbezahlt werden kann. Wer eine Immobilienfinanzierung konkret in Angriff nehmen möchte, sollte sich zuvor eingehend über Einsparmöglichkeiten bei der Finanzierung durch staatliche Fördermöglichkeiten informieren. Besonders zinsgünstige Förderdarlehen der öffentlichen Hand können zu einer weiteren deutlichen Ersparnis bei der Zinsbelastung. Mögliche Zuschüsse, Zulagen oder Steuervergünstigungen können im Einzelfall auch nicht unerhebliche Beträge ausmachen. Unabhängige Finanzdienstleister sind für Kunden oftmals eine gute Anlaufstelle, um die teils schwierige und vor allem unübersichtliche Materie (den sogenannten “Förderdschungel“) zu durchdringen.

Tilgung einer Baufinanzierung

Freitag, 1. Oktober 2010

Eine Baufinanzierung umfasst einen Zeitraum von bisweilen über 30 Jahren. Dies ergibt sich aus der hohen Darlehenssumme, die es zu tilgen gilt. Die Mindesttilgung, die Banken und Sparkassen bei der Vergabe von Darlehen für eine Immobilienfinanzierung voraussetzen, beläuft sich auf jährlich 1 Prozent zuzüglich ersparter Zinsen.
Ohne die Tilgung ersparter Zinsen beliefe sich der Darlehenszeitraum bei einer jährlich Tilgung von einem Prozent des Darlehensbetrages auf 100 Jahre. Die ersparten Zinsen erhöhen jedoch die Tilgungsleistung dadurch, dass die Darlehensrate während der Dauer der Festzinsbindung konstant bleibt, der Zinsanteil jedoch mit jeder geleisteten Tilgung sinkt. Der Zinsanteil sinkt, da sich die ausstehende Darlehensschuld als Bemessungsgrundlage für die Zinsberechnung mit jeder Tilgungsleistung reduziert.
Dadurch, dass bei einem Annuitätendarlehen, der klassischen Finanzierungsvariante für eine Immobilie, die ersparten Zinsen nicht die Darlehensrate reduzieren, sondern gewissermaßen durch zusätzliche Tilgungsanteile ersetzt werden, bleibt die Darlehensrate konstant. Der in der Darlehensrate enthaltene Tilgungsanteil steigt sukzessive an; die Tilgung der ausstehenden Darlehensvaluta erhöht sich mit jeder Darlehensrate, und zwar absolut und prozentual. Dies beschleunigt die Tilgung der Baufinanzierung und führt zu einer deutlich schnelleren Entschuldung, als es eine Tilgung von jährlich einem Prozent vermuten lässt. In Abhängigkeit von den Darlehenszinsen ergibt sich somit eine Laufzeit der Immobilienfinanzierung von rund 30 Jahren. Die Wirkungsweise einer höheren Tilgung oder einer einprozentigen Tilgung bei unterschiedlichen Darlehenszinssätzen kann man mit einem Baufinanzierungsrechner, wie er beispielsweise im Internet vielfach angeboten wird, leicht nachvollziehen.

Prolongation

Dienstag, 28. September 2010

Die Prolongation (= Verlängerung) einer Finanzierung steht an, wenn diese vormals befristet wurde oder wenn die zwischen Kreditinstitut und Kreditnehmer vereinbarte Zinsbindungsfrist endet.
Die Verlängerung befristeter Kredite betrifft in aller Regel Dispositionskredite auf dem Girokonto, bisweilen auch eingeräumte Kreditüberschreitungen oder Kontoüberziehungen. Da es sich hierbei um außerordentlich teure Kredite handelt, drängt es sich in diesem Falle auf, anstelle einer Prolongation eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit vorzunehmen.
Eine Verlängerung von Darlehen zum Auslauf der vereinbarten Festzinsbindungsfrist hingegen wird auch als Anschlussfinanzierung bezeichnet. Sie ermöglicht dem Kunden gegebenenfalls auch, ein günstigeres Angebot eines anderen Kreditinstituts anzunehmen und eine Ablösung der Restvaluta des Darlehens in die Wege zu leiten, ohne dass hierfür eine Vorfälligkeitsentschädigung anfiele. Den klassischen Fall einer langfristigen Darlehensaufnahme mit zwischenzeitlichen Prolongationen stellt eine Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung dar.

Dispozinsen bleiben zu hoch

Mittwoch, 15. September 2010

Das Zinsniveau stellt sich weiterhin als historisch niedrig dar. Überall? Nicht bei privaten Dispositionskrediten auf dem Gehaltskonto! Weiterhin bewegen sich die Dispozinsen überwiegend im zweistelligen Bereich; Stiftung Warentest spricht in der aktuellen Ausgabe von “Finanztest“ entsprechend von dem Dispo als Kostenfalle. Für Ratenkredite lassen sich deutlich bessere Konditionen finden. Der Zinsvorteil reicht mitunter sogar aus, um die Tilgung zu finanzieren. Denn diese ist die eigentliche Crux bei Dispokrediten: Sie findet nicht statt, sofern der Kontoinhaber/Kreditnehmer nicht selbstständig hierfür Sorge trägt. Wer sein Konto dauerhaft im Soll führt, sollte aus diesem Grund nicht zögern, eine Umschuldung in Angriff zu nehmen: Anstelle eines happigen vierteljährlichen Rechnungsabschlusses für das Girokonto, bei dem neben etwaigen Kontoführungsgebühren die Zinsen für die Inanspruchnahme des Dispos belastet werden, wird monatlich (oder auch vierteljährlich) die Rate für den Kredit fällig, die neben (niedrigeren) Zinsen auch einen Tilgungsanteil enthält. Auf das Jahr gerechnet, ergibt sich eine nicht unerhebliche Ersparnis. Außerdem findet eine Entschuldung statt, gewissermaßen genauso schleichend, wie zuvor der Sollsaldo auf dem Girokonto angewachsen war.

Kredite zum Festpreis

Donnerstag, 19. August 2010

Ein Festpreiskredit ist nicht zu verwechseln mit einem Festzinskredit. Während ein Festzinskredit dadurch gekennzeichnet ist, dass die Zinsen für die gesamte Laufzeit (bei einer langfristigen Baufinanzierung meist zunächst für einen bestimmten Zeitraum) konstant bleiben, handelt es sich bei einem Festpreiskredit um einen Kredit, bei dem die Konditionen grundsätzlich für alle Kreditnehmer gleich sind, also nicht von der Bonität des jeweiligen Kunden abhängig gemacht werden. Banken, die Ratenkredite als Festpreiskredite anbieten, verzichten somit auf sogenannte Lockvogel-Angebote mit Traumkonditionen, die sich im Rahmen der individuellen Bonitätsprüfung des Kunden dann doch nicht als haltbar herausstellen. Die Prüfung des Kreditantrags und der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden entscheidet bei Festpreiskrediten im Wesentlichen nur darüber, ob der Kredit vergeben wird, und nicht, zu welchem Preis.

Sofortkredite

Freitag, 13. August 2010

Sogenannte Sofortkredite werden vielfach beworben. Es handelt sich durchweg um normale Ratenkredite, die auch als Privatkredit, Privatdarlehen, Anschaffungsdarlehen, Persönliches Darlehen oder eben als Sofortkredit bezeichnet werden. Die Produkte sind so konzipiert, dass sie auf standardisierten Kreditvergabekriterien beruhen und auf eine schlanke, unbürokratische Abwicklung hinzielen. Die Unterlagen, die das Kreditinstitut vom Kunden benötigt, sind entsprechend überschaubar. Meist sind nur die letzten zwei bis drei Verdienstbescheinigungen sowie aktuelle Kontoauszüge notwendig. Weiterhin ist eine standardisierte Selbstauskunft auszufüllen, die Angaben zu persönlichen Daten, Arbeitgeber, Beschäftigungsdauer und finanziellen Verhältnissen (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Verbindlichkeiten) vorsieht. Der Kredit kann in der Regel sofort bewilligt und auch ausgezahlt werden, sofern keinerlei Unstimmigkeiten vorliegen. Zudem dürfen aus der Schufa-Auskunft, die von der Bank heutzutage online für einen Antrag auf ein Girokonto, einen Kredit oder eine Baufinanzierung eingeholt wird, keine Negativmerkmale erkennbar sein. Zu beachten ist, dass die Kredite, mit denen als Sofortkredit geworben wird, nicht zwangsläufig besonders günstig sein müssen. Auch Kredite, die nicht als Sofortkredite bezeichnet werden, werden grundsätzlich zügig und unbürokratisch bearbeitet.

Selbstauskunft

Mittwoch, 28. Juli 2010

Wer einen Kredit beantragt, sei es einen Kleinkredit oder eine Baufinanzierung, muss gegenüber dem jeweiligen Kreditinstitut bzw. Finanzdienstleister eine Selbstauskunft ausfüllen und unterschreiben. Hierbei handelt es sich um ein vorwiegend standardisiertes Formular, welches Kreditgeber verwenden, um sich ein Bild über die Einkommens- und Vermögensverhältnisse machen zu können. Die Selbstauskunft gehört somit zu den Bonitätsunterlagen, die Kreditinstitute benötigen, um zu entscheiden, inwieweit sie eine Finanzierung durchführen wollen.
In der Selbstauskunft werden neben Angaben über die Einkommensverhältnisse, den Beruf und die Beschäftigungsdauer beim aktuellen Arbeitgeber auch Daten zu bestehenden finanziellen Verpflichtungen in Form von Kredit- oder Leasingverbindlichkeiten erhoben, darüber hinaus auch zu regelmäßigen monatlichen Ausgaben wie Miete, Nebenkosten, Kfz und Lebenshaltung. Im Gegenzug werden auch Angaben zu vorhandenen Guthaben und eventuellem Grundbesitz erbeten. Auch die persönlichen Verhältnisse hinsichtlich Familienstand, Haushaltsgröße und bezüglich bestehender Unterhaltsverpflichtungen werden erhoben.
Die Angaben werden standardmäßig anhand der Einträge in der Datenbank der Schufa überprüft. Insgesamt dient die Selbstauskunft im Zusammenspiel mit den anderen Bonitätsunterlagen wie Verdienstnachweisen, Kontoauszügen und Schufa-Auskunft dazu einen möglichst genauen Einblick in die finanziellen Verhältnisse des Kunden zu gewährleisten, um die mit der Kreditvergabe einhergehenden Risiken zu begrenzen.

Kredite to go

Freitag, 25. Juni 2010

Ein Ratenkredit muss in erster Linie günstig sein. Dies ist nicht immer der Fall, nachdem der Antragsteller – von den mit Sternchen oder Fußnoten versehenen Top-Konditionen im Schaufenster angelockt – seinen individuell im Rahmen der Bonitätsprüfung ermittelten Zinssatz erfährt. Dass der Kredit zu den wenig berauschenden Konditionen besonders zügig und unbürokratisch zu erhalten wäre, ist heutzutage für Ratenkredite kein herausstechendes Qualitätsmerkmal mehr. Wer sich informiert, findet Banken, die sich in der Lage sehen, günstige Kredite zu Festpreisen auch an Neukunden zu gewähren. Die Bearbeitungsdauer kann der Kunde selbst beeinflussen, indem er die (wenigen) benötigten Unterlagen in Form aktueller Verdienstbescheinigungen und Kontoauszüge sowie einer Kopie eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises beibringt und sich in der Lage sieht, die Selbstauskunft unfallfrei auszufüllen und zu unterschreiben, kann bei einer Schufa-Auskunft ohne Negativmerkmale mit einer sehr zeitnahen Gutschrift des Kreditbetrages rechnen. Ob es buchstäblich ein “Kredit to go“ wird, bliebe einen Versuch wert; inwieweit informierte Kunden hierfür Bedarf haben, ist indessen fraglich.