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Was versteht man eigentlich unter Bonität?

Freitag, 3. Dezember 2010

Der Begriff Bonität kann als Synonym für Kreditwürdigkeit angesehen werden. Neben der persönlichen Kreditwürdigkeit, die die Vertrauenswürdigkeit bzw. Zuverlässigkeit des Kreditnehmers betrifft, spielt insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der Bonitätsprüfung eine Rolle. Hierbei gehen Kreditinstitute bei der Prüfung eines Antrags auf eine Finanzierung der Frage nach, inwieweit der Kunde “gut“ für den jeweiligen Betrag ist. Dieses Prinzip gilt für Kredite jeder Größenordnung, vom Dispo bis hin zur Baufinanzierung.
Im Geschäft mit Privatkunden wird die Bonitätsprüfung heutzutage grundsätzlich standardisiert und EDV-gestützt durchgeführt. Eine Schufa-Auskunft ohne Negativmerkmale ist grundsätzlich Voraussetzung für eine Kreditvergabe. Für Selbstständige und Unternehmen wird es in aller Regel komplexer. Die Bonitätsprüfung erfolgt grundsätzlich nicht nur bei Antragstellung, sondern darüber hinaus auch fortlaufend durch Auswertung der einzureichenden Jahresabschlüsse und gegebenenfalls unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen. In Verbindung mit dem Rating des Kunden entscheiden auch Sicherheiten, die vom Kreditnehmer zur Risikobegrenzung zur Verfügung gestellt werden, über die Bewilligung und die Konditionen bereitgestellter Finanzierungen.