Artikel-Schlagworte: „Leasing“

Riskante Finanzierungsmodelle

Freitag, 29. April 2011

Zu den Finanzierungsvarianten, die nicht ohne Risiken für den Kreditnehmer sind, zählen sogenannte Ballonkredite. Hierbei handelt es sich um Finanzierungen mit einer vergleichsweise niedrigen laufenden monatlichen Belastung, die dadurch zustande kommt, dass eine deutlich höhere Schlussrate zum Ende der Kreditlaufzeit fällig wird. Diese Kreditvariante hat somit für den Kunden den angenehmen Effekt einer niedrigen laufenden Kreditrate, beinhaltet gleichzeitig jedoch das Risiko, dass die Finanzierung der Schlussrate Probleme mit sich bringen kann. Häufig ist bei Vertragsabschluss vorgesehen, dass diese aus dem Verkaufserlös des mit dem Kredit seinerzeit finanzierten Autos aufgebracht werden soll. Ob und inwieweit dies bei Fälligkeit realisierbar ist, bleibt jedoch zunächst offen. Kritisch ist diese Konstruktion insbesondere dann, wenn sie schlicht notwendig ist, um die laufende monatliche Belastung durch den Kredit in Einklang mit der finanziellen Leistungsfähigkeit des Kunden bringen zu können. Wenn etwa ein Ballonkredit abgeschlossen wird, weil ein konventioneller Ratenkredit, auch mit günstigen Konditionen, zu einer Kreditrate führt, die das monatlich zur Verfügung stehende Budget sprengt, ist es im Zweifel eher anzuraten, auf den Kredit und damit die Anschaffung zu verzichten. In diesem Zusammenhang sei auf Leasing verwiesen. Die Parallelen zum Ballonkredit bestehen darin, dass auch hier innerhalb der Vertragslaufzeit durch die monatlichen Raten nicht der gesamte Finanzierungsbetrag bzw. Kaufpreis getilgt wird, sondern der Zeitwert, den der geleaste Gegenstand, z.B. das Auto, entsprechend der geplanten Nutzungsintensität voraussichtlich noch haben wird. Hier kommt es auf die Vertragskonstellation an, wer (Kunde oder Leasinggesellschaft) in welchem Umfang für die Risiken gerade zu stehen hat, wenn der Verkaufserlös des Fahrzeugs eben doch niedriger ausfallen sollte. Anders ausgedrückt: Wer garantiert den Restwert? Leasing kann sich somit – wie bei einer klassischen Finanzierung durch einen Kredit – unter Umständen im Nachhinein als die letztlich teurere Alternative herausstellen. Über Pro und Contra können sich Unternehmen im Detail beispielsweise bei einer unabhängigen Unternehmensberatung informieren; Privatkunden sollten bei der Entscheidung, ob die Finanzierung des Autos durch einen Ratenkredit oder über Leasing erfolgen soll, neben der Höhe der jeweiligen Gesamtkosten für beide Finanzierungsalternativen auch die Frage ins Kalkül ziehen, wie lange sie das Fahrzeug nutzen möchten.

Lohnt Leasing als Alternative zum Kredit?

Freitag, 26. November 2010

Leasing wird mitunter dann als Alternative zu einem Ratenkredit gewählt, wenn die Hausbank bei der Kreditvergabe abwinkt. Es gibt in der Tat ab und an die Konstellation, dass ein Kunde nicht für einen Kredit in der gewünschten Höhe “gut“ ist, hingegen einen Leasingvertrag erhält. Der Unterschied zwischen beiden Varianten liegt in der Differenz hinsichtlich der monatlichen Belastung. Diese ist beim Leasing grundsätzlich niedriger. Dies ergibt sich daraus, dass der Kunde während der vereinbarten Vertragslaufzeit nicht vollständig tilgt. Allerdings stellt sich der Gesamtbetrag, der vom Kunden zu zahlen ist, meist höher dar als bei einem Kredit.
Bevor man sich anstelle eines ursprünglich geplanten Kredits auf einen Leasingvertrag einlässt, gilt es, einiges zu prüfen. Dies betrifft insbesondere die vertraglichen Bestimmungen hinsichtlich der Regelungen zum Laufzeitende. Kann oder muss man den Leasinggegenstand käuflich übernehmen, falls ja, zu welchen Konditionen? Im Übrigen ist, genau wie bei jeder Form der Finanzierung, noch zu prüfen, inwieweit das jeweilige Angebot im Vergleich zu anderen Leasinggesellschaften günstig ist. Gegebenenfalls holt man Angebote der Konkurrenz ein. Auf die Suche kann man sich unproblematisch begeben, indem man den unabhängigen Finanzdienstleister seines Vertrauens hiermit beauftragt.