Artikel-Schlagworte: „Rente“

Längere Förderung

Dienstag, 20. September 2011

Wer die Vorteile der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge für sich entdeckt hat, kommt ab kommendem Jahr nicht umhin, diese länger zu nutzen. Ab 2012 neu abgeschlossene Verträge sehen nämlich aufgrund einer Änderung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen vor, dass die Leistungen aus Riester-Verträgen erst ab Vollendung des 62. Lebensjahrs gewährt werden dürfen. Derzeit ist der frühestmögliche Zeitpunkt, ab dem man die Rente oder (falls es sich um Riester-Fonds handelt) den Auszahlplan in Anspruch nehmen darf, die Vollendung des 60. Lebensjahrs. Durch die verlängerte Mindestsparzeit erhöht sich demgegenüber natürlich auch die Riester-Förderung. Gleichwohl ist die Änderung insgesamt aus Sicht des Sparers nachteilig. Die Verlängerung ist im Ergebnis mit weniger Flexibilität für den Sparer verbunden. Bislang kann man Riester-Verträge mit einem planmäßigen Ende der Sparphase zum 60. Geburtstag bis hin zum gesetzlichen Renteneintrittsalter abschließen und innerhalb dieser Bandbreite frei wählen, sich hierbei auch während der Laufzeit neu entscheiden. So gesehen sollte, wer sich grundsätzlich für die Riester-Rente interessiert, sich eher dieses Jahr neu für einen Abschluss entscheiden, sich aber vorher eingehend informieren. Schließlich ist das Produkt in jedem Fall langfristig angelegt. Die Änderung betrifft alle Varianten der Riester-Rente, also Versicherungen, Fonds und Banksparpläne.

Basis-Rente

Dienstag, 21. Juni 2011

Die Basis-Rente (auch nach ihrem geistigen Vater Rürup-Rente genannt) führt in der breiten Öffentlichkeit ein ziemliches Schattendasein, zumindest im Vergleich zu einer anderen Form der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge, der Riester-Rente. Ein wesentlicher Grund besteht darin, dass die Rürup-Rente ihre eigentliche Funktion als Basis der finanziellen Vorsorge für den Ruhestand nur für diejenigen ausübt, die keine (oder nur unbedeutende) Anwartschaften auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufgebaut haben. Die Rürup-Rente ist in ihrer Konstruktion der gesetzlichen Rente sehr ähnlich, was daran liegt, dass der Staat hierdurch den Bürgern die Möglichkeit einräumt, die insgesamt vorgenommenen Kürzungen im Bereich der Sozialversicherung (Altersrente, Berufsunfähigkeitsrente, Erwerbsunfähigkeitsrente) durch private Vorsorge zu kompensieren. Die Beiträge zur Rürup-Rente sind somit (innerhalb von auskömmlichen Höchstbeträgen) steuerlich in gleichem Maße als Vorsorgeaufwendungen abzugsfähig wie auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
Vornehmlich interessant ist dieses staatliche Angebot deshalb für Personen, die bislang nur durch private Vorsorge ohne Förderung fürs Alter vorgesorgt haben, insbesondere Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht oder Mitgliedschaft in einem berufsständischen Versorgungswerk. Für Arbeitnehmer und Beamte tritt die Rürup-Rente automatisch in Konkurrenz zu anderen Möglichkeiten für eine zusätzliche Vorsorge. Hierbei locken die potenziellen Steuervorteile, die mit einer Altersvorsorge über Rürup verbunden sind, ebenso kann die Sicherheit des Vermögens vor dem Zugriff Dritter ein Anreiz sein. Man kommt um den wesentlichen Nachteil – eingeschränkte Flexibilität – jedoch nicht herum: Wie bei der gesetzlichen Rente auch ist keine (Teil-)Auszahlung von Beträgen möglich; Leistungen fließen nur in Form einer Leibrente. Eine Hinterbliebenenversorgung ist nicht “automatisch“ enthalten, sondern muss gesondert vereinbart werden. Außerdem haben die Kosten, was ihre Höhe und die Transparenz angeht, wie bei allen Versicherungen, sicherlich noch Verbesserungspotenzial. Vor Abschluss einer Basis-Rente ist erstens wichtig, die Vor- und Nachteile dieser Vorsorgeform genau verinnerlicht zu haben, zweitens zu entscheiden, inwieweit man auf diesem Wege in einem Aufwasch auch Lücken bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsschutz schließen möchte und drittens ein gutes Produkt zu wählen. Als gut sind hierbei UWP-Fondspolicen zu bezeichnen, die Verluste ausschließen, darüber hinaus eine garantierte Mindestrendite bieten und bei einer chancenorientierten Form der Geldanlage zudem durch niedrige Kosten überzeugen.

Betriebsrente

Freitag, 25. März 2011

Die Betriebliche Altersvorsorge hat eine lange Tradition, war jedoch lange Zeit für breite Bevölkerungsschichten unzugänglich bzw. vergleichsweise uninteressant. In erster Linie wurden hiermit Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte durch ihren Arbeitgeber für den Eintritt in den Ruhestand durch Zusage einer Betriebsrente finanziell abgesichert. Dieser Personenkreis zeichnet sich noch heute dadurch aus, dass er über keine bzw. keine nennenswerten Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung verfügt und entsprechend auf andere regelmäßige Einkünfte als Altersvorsorge für die Zeit des Ruhestands angewiesen ist.
Die Betriebsrente wurde jedoch zunehmend für nahezu alle Arbeitnehmer interessanter. Einerseits steigt der Bedarf an Zusatzeinkünften über die gesetzliche Rente hinaus, da die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zunehmend geringer ausfallen werden. Andererseits wurde die Betriebsrente durch mehrere Reformen zunehmend attraktiver gestaltet, und zwar sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Der am häufigsten gewählte Durchführungsweg der bAV, eine Direktversicherung, zeichnet sich durch ein Minimum an Verwaltungsaufwand und ein hohes Maß an Flexibilität für alle Beteiligten aus. Der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer überweist die Versicherungsprämien an die Versicherungsgesellschaft; der Arbeitnehmer fungiert als versicherte Person. Wer die Beiträge letztlich aufbringt, der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer oder beide gemeinsam, ist Verhandlungssache bzw. ergibt sich aus Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen. Ungeachtet dessen sind die Beiträge innerhalb bestimmter Grenzen steuerfrei und sozialversicherungsfrei. Speziell die Sozialabgabenfreiheit erhöht die Attraktivität für beide Seiten: Der Arbeitnehmer spart aus dem Brutto statt aus dem Netto; der Arbeitgeber wird hinsichtlich der Lohnnebenkosten entlastet. Welche Versicherungen für eine Direktversicherung empfehlenswert sind und gute Konditionen bieten, können unabhängige Finanzberater, die nicht an eine bestimmte Gesellschaft gebunden sind, beurteilen.

Riester-Versicherungen

Montag, 21. Februar 2011

Rentenversicherungen stellen unverändert die meistverkaufte Variante von Riester-Verträgen dar. Ursprünglich, bei Einführung der staatlich geförderten zusätzlichen privaten Altersvorsorge, war es ausschließlich möglich, eine Riester-Rente über eine Versicherung abzuschließen. Nunmehr stehen als weitere Varianten auch Fondssparpläne, Banksparpläne und die Eigenheimrente (besser bekannt als Wohn-Riester, interessant als Bestandteil einer Baufinanzierung), zur Verfügung.
Wer eine Riester-Versicherung abschließt, wird Versicherter im Rahmen eines Rentenversicherungsvertrages. Die Unterschiede zur konventionellen privaten Rentenversicherung liegen neben der Berechtigung zur staatlichen Förderung darin, dass seitens des Gesetzgebers die Verhängung von Ratenzuschlägen, die ansonsten bei unterjähriger Beitragszahlung nicht unüblich ist, untersagt ist; daneben gelangen Unisex-Tarife zur Anwendung, d.h., Männer und Frauen werden trotz statistisch unterschiedlicher Lebenserwartung bei identischem Vertragsverlauf hinsichtlich der Ablaufleistung bzw. der monatlichen Rente gleichgestellt. Auch ist die Höhe der Kosten im Vergleich zu “normalen“ kapitalbildenden Versicherungen transparenter.
Die staatliche Förderung durch Altersvorsorgezulagen (Grundzulagen und Kinderzulagen) sowie steuerliche Abzugsfähigkeit der Beiträge innerhalb gewisser Grenzen als Sonderausgaben sorgt dafür, dass eine Riester-Versicherung häufig die bessere Alternative zu einer klassischen privaten Rentenversicherung für die private Altersvorsorge darstellt. Eine andere Frage ist jedoch, ob die staatliche Förderung nicht bei anderen Varianten der Riester-Rente besser aufgehoben ist. Dies hängt von den Zielen und Bedürfnissen sowie den persönlichen und finanziellen Verhältnissen des Kunden ab und gilt es also im Einzelfall zu prüfen. Die Höhe der Förderung ist bei allen Varianten von Riester-Verträgen identisch.

Umsonst-Rente

Donnerstag, 17. Februar 2011

Die nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Riester benannte Riester-Rente wurde eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, staatlich reguliert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Als Anreiz hierfür wurden staatliche Förderungsmechanismen installiert. Die Riester-Rente ermöglicht es, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge zu betreiben als Ergänzung zu den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, der ebenfalls staatlich geförderten Rürup-Rente und privaten, staatlich nicht oder nur gering geförderten Altersvorsorgeverträgen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung oder einer Kapitallebensversicherung.
Inwieweit der Abschluss einer Riester-Rente individuell eine interessante Option darstellt, um absehbare Lücken zu schließen, die dadurch entstehen, dass die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht ausreichen, den gewohnten oder zumindest den anvisierten Lebensstandard abzusichern, hängt von mehreren Faktoren ab, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Ein weiterer Schritt ist dann die Auswahl aus den diversen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich die staatliche Förderung für die Riester-Rente zu sichern (Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan und Eigenheimrente, besser bekannt als “Wohn-Riester“).
Herausragend interessant ist die Riester-Rente für nicht (unmittelbar) Förderberechtigte, z.B. Hausfrauen oder Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht, deren Ehepartner in den Genuss der Riester-Förderung kommen. Hier besteht die Möglichkeit, eine “Umsonst-Rente“ zur Unterstützung der Altersvorsorge zu erhalten. Eigenbeiträge sind bei der sogenannten mittelbaren Förderung nämlich nicht erforderlich!

Wie funktioniert Wohn-Riester?

Freitag, 4. Februar 2011

Bei der staatlich geförderten Eigenheimrente (“Wohn-Riester“) fließen die staatlichen Altersvorsorgezulagen direkt als Sondertilgungen in die Finanzierung des selbstgenutzten Wohneigentums (Eigenheim oder Eigentumswohnung) ein. Auf diese Weise bewirken sie eine unmittelbare Ersparnis von Darlehenszinsen und führen zu einer schnelleren Entschuldung. Der Abschluss eines Wohn-Riester-Darlehens ist im Vergleich zu den anderen am Markt angebotenen Formen der Riester-Rente (Rentenversicherung, Riester-Fonds, Banksparplan) somit grundsätzlich vorteilhaft, sofern die Darlehenszinsen die Rendite der alternativen Geldanlage übersteigen. Für die Wohn-Riester-Förderung gelten die grundsätzlichen Rahmenbedingungen der staatlich geförderten zusätzlichen privaten Altersvorsorge. Es gibt also keine Besonderheiten: Förderberechtigt sind, neben Beamten und sonstigen Empfängern von Besoldungsbezügen, alle rentenversicherungspflichtigen Personen, also insbesondere Arbeitnehmer (ohne Einkommensgrenzen). Wer nicht unmittelbar förderberechtigt ist, beispielsweise Selbstständige ohne Rentenversicherungspflicht oder Hausfrauen, wird (mittelbar) begünstigt, sofern der förderberechtigte Ehegatte einen eigenen Riester-Vertrag abschließt und anspart. Gekoppelt an den Kindergeldanspruch, werden darüber hinaus von staatlicher Seite Kinderzulagen gewährt.

Betriebsrente für Arbeitnehmer

Freitag, 21. Januar 2011

Durch die Betriebliche Altersvorsorge erwirtschaften Arbeitnehmer eine garantierte, lebenslange Betriebsrente zur Stärkung der Altersvorsorge. Die Beiträge werden, egal ob von Arbeitnehmer, Arbeitgeber oder gemeinsam getragen, durch staatliche Fördermaßnahmen begünstigt: Gemäß § 3 Nr. 63 EStG ist die betriebliche Altersversorgung bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) sowohl steuerfrei als auch sozialversicherungsfrei.
Das angesparte Kapital unterliegt der Unantastbarkeit. Es bestehen sowohl bei ALG-II-Bezug (Hartz IV) als auch bei einem Pflegefall eines unterhaltsberechtigten Familienangehörigen keine staatlichen Zugriffsmöglichkeiten.
Die Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge sind – anders als die Anwartschaften bzw. Vermögen der sogenannten ersten Vorsorgeschicht (Gesetzliche Rente und Rürup-Rente) – kapitalisierbar: Eine Entnahme von bis zu 30 Prozent des angesparten Vermögens ist, genau wie beim Pendant der zweiten Schicht, der Riester-Rente, bei Rentenbeginn zur freien Verfügung möglich. Insoweit ist die bAV flexibler als die (ebenfalls steuerbegünstigte) Rürup-Rente.

Wie geht man die private Altersvorsorge an?

Montag, 10. Januar 2011

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden nach heutigem Stand für einen Großteil der Bevölkerung nicht mehr ausreichend sein, um für die Zeit nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben einen ausreichenden oder gar angemessenen Lebensstandard zu gewährleisten. Private Vorsorge für das Alter ist insoweit unumgänglich, um bestehenden bzw. abzusehenden Lücken hinsichtlich der Altersvorsorge zu begegnen.
Die Art und Weise der Vorsorge kann auf verschiedene Wege erfolgen. Kapitalbildende Versicherungen sind hierbei eine von mehreren Optionen. Grundsätzlich sollten bei der Wahl der geeigneten Produkte die individuelle Zielsetzung, die Laufzeit und die persönliche Risikobereitschaft im Vordergrund stehen. Gleichzeitig sollten die Kosten, die in Zusammenhang mit der jeweiligen Geldanlage anfallen, sorgsam verglichen werden. Prüfenswert sind darüber hinaus die Angebote seitens des Staates, durch eine Förderung in Form von direkten Zulagen oder Steuervergünstigungen einen Beitrag zur privaten Altersvorsorge zu leisten. Die Betriebliche Altersvorsorge zählt unter bestimmten Voraussetzungen hierzu, ebenso wie die Riester-Rente und die Rürup-Rente.
Neben Versicherungen kommen Sparpläne sowie Fondssparpläne zum langfristigen Vermögensaufbau in Betracht. Auch eine selbstgenutzte Wohnimmobilie, die mit Eintritt in den beruflichen Ruhestand lastenfrei ist, stellt aufgrund der ersparten Miete ein weit verbreitetes Instrument für die private Altersvorsorge dar. Die entsprechende Immobilienfinanzierung sollte deshalb frühzeitig durch Bemessung der notwendigen Tilgungsleistungen strukturiert werden.

Riester-Rente

Freitag, 7. Januar 2011

Die nach dem ehemaligen Bundesarbeitsminister Riester benannte Riester-Rente wurde eingeführt, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, staatlich reguliert die vorgenommenen Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung zu kompensieren. Als Anreiz hierfür wurden staatliche Förderungsmechanismen installiert.
Die Riester-Rente ermöglicht es den Bürgern, staatlich gefördert eine zusätzliche private Altersvorsorge zu betreiben als Ergänzung zu den Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, einer betrieblichen Altersversorgung, der ebenfalls staatlich geförderten Rürup-Rente und privaten, staatlich nicht (oder nur gering) geförderten Altersvorsorgeverträgen wie beispielsweise einer privaten Rentenversicherung oder einer Kapitallebensversicherung.
Inwieweit der Abschluss einer Riester-Rente individuell eine interessante Option darstellt, um absehbare Lücken in der Altersvorsorge zu schließen, hängt von mehreren Faktoren ab, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Ein weiterer Schritt ist dann die Auswahl aus den diversen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sich die staatliche Förderung für die Riester-Rente zu sichern (Rentenversicherung, Fondssparplan, Banksparplan und Eigenheimrente, besser bekannt als “Wohn-Riester“). Besonders interessant ist die Riester-Rente für nicht Förderberechtigte, z.B. Hausfrauen, deren Ehepartner die Riester-Förderung erhalten. Hier besteht die Möglichkeit, eine “Umsonst-Rente“ zur Unterstützung der Altersvorsorge zu erhalten.

Rentenfonds

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Bei Rentenfonds handelt es sich um Investmentfonds, die das Kapital ihrer Anleger vornehmlich in Rentenwerte, also Anleihen jedweder Couleur, investieren. Anleihen gelten in ihrer Gesamtheit als eine vergleichsweise risikolose Form der Geldanlage. Im Einzelfall kann dies jedoch vollständig anders aussehen, sobald man Gläubiger eines insolventen Emittenten geworden ist.
Die Investition in den Anleihenmarkt über Investmentfonds gewährleistet eine deutliche Risikostreuung, da das Fondsvermögen gleichzeitig in eine Vielzahl von Titeln investiert wird, die zudem durch ein professionelles Management nach zahlreichen Kriterien ausgewählt und permanent überwacht werden. Einen entscheidenden Vorteil der Geldanlage in Fonds stellen im Übrigen die vielfach anzutreffenden Mindestanlagebeträge von Anleihen in Höhe von 50.000 € dar, die Privatanlegern eine ausreichende Streuung ihres Vermögens erschweren, wenn nicht unmöglich machen.
Das Management eines Rentenfonds ermöglicht es den Anlegern über eine Risikostreuung hinaus auch, gezielt an Chancen der Rentenmärkten teilzunehmen. Dies vollzieht sich durch Investitionen in Anleihen verschiedener Restlaufzeiten unter Berücksichtigung des Zinsniveaus, in Anleihen verschiedener Bonitätsklassen (von sehr sicheren Staatsanleihen bis hin zu Anleihen von Unternehmen in einer Phase der Konsolidierung) bis hin zu Investitionen in Fremdwährungsanleihen, um mögliche Chancen durch Wechselkursgewinne aufgrund eines schwachen Euros wahrnehmen zu können.
Die Ertragsperspektiven eines Rentenfonds gehen somit über die reine Vereinnahmung der jährlichen Zinszahlungen hinaus. Rentenfonds sind als mittelfristiges Instrument der Geldanlage ebenso geeignet wie als langfristiger Baustein zum Vermögensaufbau und zur flexiblen Altersvorsorge. Entstehende Kosten lassen sich dadurch reduzieren, dass man die Fondsanteile mit Rabatt auf den üblichen Ausgabeaufschlag erwirbt.