Artikel-Schlagworte: „Risiko-LV“

Nicht zu teuer absichern

Mittwoch, 1. August 2012

Versicherungen werden von Seiten der Banken und Sparkassen oftmals angeboten, um einen Ratenkredit abzusichern. Eine Restschuldversicherung soll hierbei die noch nicht getilgte Kreditsumme im Falle des Ablebens des Kreditnehmers während der Laufzeit der Finanzierung in einer Summe als Versicherungsleistung erbringen. Zusätzlich ist mitunter auch in den Versicherungsbedingungen vorgesehen, dass die Versicherungsgesellschaft die vereinbarten Kreditraten bei längerer Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers übernimmt.
Während es im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Baufinanzierung uneingeschränkt zu empfehlen ist, die Risiken, die darin bestehen, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Allein- oder Hauptverdieners die Immobilie finanziell nicht halten können, ist dies in Bezug auf die meist überschaubaren Summen eines Ratenkredites zu hinterfragen. Eine Restschuldversicherung muss im Ergebnis häufig als zu teuer angesehen werden. Erschwert wird diese Erkenntnis in der Praxis für den Kunden dadurch, dass die Versicherungsprämien grundsätzlich nicht zusammen mit den Finanzierungskosten (Zinsen und etwaige sonstige Entgelte) in die Berechnung des Effektiven Jahreszinses einzubeziehen sind, es sei denn, der Abschluss würde von Seiten des Kreditinstituts als formale Auflage für eine positive Kreditentscheidung gemacht. Laut Preisangabenverordnung wären die Versicherungskosten ansonsten in den Effektivzins einzurechnen. Der Unterschied beläuft sich häufig auf eine Größenordnung von zusätzlichen 6 bis 7% p.a.!
Als deutlich preisgünstigere Alternative steht für angehende Kreditnehmer eine klassische Risikolebensversicherung mit degressiv fallender Versicherungssumme zur Verfügung, die idealerweise nach Durchführung eines Preis-Leistungs-Vergleiches durch einen unabhängigen Finanzdienstleister abgeschlossen und an die finanzierende Bank oder Sparkasse abgetreten wird.

Lebensversicherung kann suboptimal sein

Dienstag, 10. April 2012

Eine Lebensversicherung kann die optimale Versicherung sein, es kommt jedoch auf den Einzelfall sowie auf den angestrebten Zweck an, der mit dieser Form der Absicherung vom Versicherungsnehmer verfolgt wird. Sie funktioniert in ihrer ursprünglichen Form als Risiko-Lebensversicherung ganz einfach: Falls der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit stirbt, zahlt die Versicherungsgesellschaft die vereinbarte Versicherungssumme aus. Kleingedrucktes spielt im Vergleich zu anderen Versicherungen weniger eine Rolle. Wählt man zwischen zwei Angeboten aus, ist im Zweifel das günstigere das bessere. Dieses unkomplizierte Produkt kann sehr sinnvoll sein anlässlich einer Darlehensaufnahme zum Eigenheimerwerb, falls die Hinterbliebenen im Zweifelsfall nicht finanziell in der Lage wären, die zum Zeitpunkt des Todes des Allein- oder Hauptverdieners bestehenden Verbindlichkeiten aus eigenem Einkommen zu bedienen. Eine besonders preisgünstige Variante einer Risiko-LV ist mit einer degressiv fallenden Versicherungssumme ausgestattet, die sich an der im Zeitablauf noch ausstehenden Restschuld der aufgenommenen Immobilienfinanzierung orientiert.
Kapitalbildende Lebensversicherungen sind im Vergleich deutlich teurer und stellen nicht selten ein suboptimales Produkt dar, da hiermit der Versuch unternommen wird, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Risikoschutz und Vermögensbildung. Letztere lässt sich, falls Versicherungen als Anlageinstrument gewünscht sind, effizienter mit einer Rentenversicherung betreiben, beispielsweise mit guten Fondspolicen, die Garantieleistungen beinhalten, um das Kapitalanlagerisiko für den Kunden einzudämmen. Oder man wählt für den Sparvorgang, während die Absicherung über eine Risiko-Lebensversicherung abgebildet wird, langjährig erfolgreiche Fonds ohne Ausgabeaufschlag, wie sie häufig durch gute unabhängige Finanzdienstleister vermittelt werden.

Trennen Sie!

Freitag, 13. Januar 2012

Machen Sie´s mit Ihren Finanzen wie mit dem Müll (falls Sie kein Umweltbarbar sind): Trennen Sie! Und zwar Risikoschutz und Kapitalanlage. Ein Kombiprodukt, welches beides vereint, ist die klassische Kapitallebensversicherung. Sie ist hierzulande ein Dauerbrenner als Vorsorgeform. Die Vertragstreue ist jedoch leider gering. Kaum die Hälfte dieser ursprünglich als langfristige Vorsorge abgeschlossenen Verträge erlebt statistisch betrachtet ihr planmäßiges Ende. Vorzeitige Beendigungen in Form von Kündigungen sind jedoch ein letztlich teures Geschäft. Die bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung anfallenden Kosten, die berechnet werden, reduzieren die Auszahlungssumme. Zudem fällt diese oft deutlich geringer aus als vermutet. In den meisten Fällen erhält man wegen der langjährig niedrigen Zinsen deutlich weniger ausgezahlt, als unverbindlich als Prognose seinerzeit bei Vertragsabschluss in Aussicht gestellt wurde. Lebensversicherungen sollen in der Variante der Kapitallebensversicherung grundsätzlich zweierlei leisten: Geldanlage und Risikoschutz. Diese Kombination führt nur selten zu befriedigenden Ergebnissen. Vielmehr bietet eine Trennung in Risikoschutz und Geldanlage in aller Regel bessere Ergebnisse. Wenn man sich, beispielsweise zur Absicherung der Angehörigen für den Fall eines Falles im Zusammenhang mit Darlehen für eine Immobilienfinanzierung, eine günstige Risiko-Lebensversicherung besorgt, ist der Aspekt Risikoschutz optimal dargestellt. Die Geldanlage kann, muss aber nicht über Versicherungen erfolgen. Je langfristiger diese ausgelegt ist, desto eher sollte man bereit sein, auch chancenorientierte Geldanlagemöglichkeiten einzubeziehen. Informieren sollte man sich beispielsweise über die Möglichkeiten, die sich mit der Geldanlage in Investmentfonds bieten. Als Sparplan ausgestattet, lässt sich auf längere Sicht ein solider Kapitalstock aufbauen. Im Gegensatz zu einem von vorn herein mit einer festen Laufzeit ausgestatteten Sparvertrag oder einer entsprechenden Versicherung ist ein Fondssparplan jedoch flexibler ausgestattet. In der Praxis lassen sich über unabhängige Finanzdienstleister vielfach gute Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben, was diese Form der Geldanlage zudem auch kostengünstig gestaltet.

Versicherungsvergleich

Mittwoch, 9. November 2011

Weitaus schwieriger, als man meinen könnte, stellen sich Vergleiche bei Versicherungen dar. Jedenfalls dann, wenn man nicht Gefahr laufen möchte, im Ergebnis lediglich Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Leicht passiert es bei der Auswahl unter diversen Angeboten zahlreicher Versicherungsgesellschaften, dass man den Überblick darüber verliert, was man als Gegenwert in Form eines jeweiligen Versicherungsschutzes denn eigentlich benötigt und was in der jeweiligen Police hiervon enthalten ist. Eine Erschwernis besteht insbesondere in Versicherungsbausteinen und Versicherungszusätzen, bei denen anhand eines Versicherungsvorschlags, wie man ihn vom Vermittler seines Vertrauens erhält oder sich selbst aus dem Internet geholt hat, nicht erkennbar ist, was zu welchen Konditionen in der gesamten Versicherungsprämie finanziell zu Buche schlägt. Bei Vergleichsportalen hängt die Aussagekraft der ausgeworfenen Ergebnisse davon ab, welche Angaben erforderlich sind: je mehr, desto zwar mehr Aufwand, aber auch mehr Aussagekraft. In jedem Fall darf man jedoch getrost davon ausgehen, dass auch bei einer Vielzahl von Suchkriterien, nach denen die Tarife gefiltert und anhand der Höhe der Prämie gelistet werden, Unterschiede zwischen den einzelnen Policen vorhanden sind. Je nach Versicherungsart sind es mal mehr und mal weniger. Verabschieden sollte man sich in jedem Fall von der Vorstellung, dass sich die einzelnen Angebote lediglich im Preis unterscheiden! Am ehesten macht ein reiner Preisvergleich Sinn bei einer Risiko-Lebensversicherung, wie sie häufig in Zusammenhang mit der Aufnahme größerer Verbindlichkeiten, z.B. für eine Immobilienfinanzierung, benötigt und abgeschlossen wird. Wer rein gar nicht raucht (auch nicht ab und zu eine gute Zigarre), gesund wie ein Fisch im Wasser ist und keine wie auch immer gefahrenerheblichen Hobbys ausübt, ist, sofern er einen Bürojob im kaufmännischen Bereich und mit akademischer Vorbildung in Vollzeit ausübt und kein Freund der Fernreisen ist, grundsätzlich mit dem günstigsten Angebot am besten bedient. Bei anderen Konstellationen für eine Risiko-Lebensversicherung mag dies bereits anders aussehen, wenn man das Kleingedruckte bei der Auswahl berücksichtigt. Bei allen anderen Versicherungen wiederum zeigt sich in der Praxis oft, dass das insgesamt beste Angebot mit den wenigsten Haken und Ösen im konkreten Einzelfall nicht dasjenige ist, welches auf den ersten Blick als das günstigste erscheint.

Risikoschutz nicht vernachlässigen

Mittwoch, 2. November 2011

Lebensversicherungen sollte man sich für die Altersvorsorge sparen. Besser ist es grundsätzlich, Geldanlage bzw. Vermögensaufbau sowie Risikoschutz voneinander zu trennen. Nicht sparen hingegen sollte man sich den Risikoschutz im Zusammenhang mit größeren finanziellen Verpflichtungen, wie sie mit einer Baufinanzierung zwangsläufig einhergehen. Eine reine Risikolebensversicherung ist die deutlich preisgünstigere Variante im Vergleich zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung, da sie lediglich das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person während der Vertragslaufzeit absichert. Um Familienangehörige im Falle des Ablebens des Allein- oder Hauptverdieners dahingehend abzusichern, dass bestehende finanzielle Verpflichtungen weiterhin bedient werden können, ist sie unerlässlich. Entsprechend ist es dringend zu empfehlen, eine Risiko-LV anlässlich des Erwerbs der eigenen vier Wände oder des Baus eines Eigenheims abzuschließen. Im Falle eines Falles wäre sonst in den wohl meisten Fällen die zwangsweise Verwertung der Immobilie kaum abzuwenden. Sparen lässt sich bei den ohnehin günstigen Versicherungsprämien deutlich, indem ein Tarif mit fallender Versicherungssumme gewählt wird. Die Absicherung passt sich somit dem ausstehenden Risiko in Form der noch nicht getilgten Restschuld der Baufinanzierung an. Im Rahmen der Zusammenstellung der Baufinanzierung sollten Kunden den Betrag für eine Risiko-LV mit einplanen. Angesichts der derzeit historisch günstigen Konditionen für Baugeld sind die Darlehensbelastungen ohnehin erstaunlich niedrig, so dass man bei den geringen Prämien für die Versicherung nicht falschen Geiz walten lassen sollte. Vergleichen sollte man angeschts der bei Versicherungen leider üblichen immensen Preisunterschiede dennoch!

Wofür eine Lebensversicherung abschließen?

Freitag, 21. Oktober 2011

Lebensversicherungen werden ab kommendem Jahr unattraktiver aufgrund von Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Betroffen sind allerdings nur neu abgeschlossene Verträge ab 2012. Sollte man daher noch in diesem Jahr eine Lebensversicherung abschließen? Es kommt darauf an. Nämlich, wofür man sie benötigt (bzw. zu welchem Zweck man sie empfohlen bekommt)!

Kapitalbildende Lebensversicherungen kosten in zweierlei Hinsicht Geld. Zum einen zahlt man für den Risikoschutz. Zum anderen allerdings kosten sie auch Rendite, nämlich dann, wenn man eine Lebensversicherung abschließt, die neben der Absicherung für den Todesfall zusätzlich als Sparvertrag die eigene Altersvorsorge aufpäppeln soll. Grundsätzlich ist es anzuraten, Sparen und Risikoschutz voneinander getrennt zu halten. Man fährt mit einer günstigen reinen Risiko-Lebensversicherung und einer alternativen Form der langfristigen Geldanlage (zum Beispiel mit einer guten privaten Rentenversicherung) praktisch immer besser im Vergleich zu dem Kombiprodukt Kapitallebensversicherung. Für einen ausreichenden Todesfallschutz ist im Übrigen eine Kapitallebensversicherung schon deshalb ungeeignet, weil die dafür anfallenden Versicherungsprämien immens ins Geld gingen.

Für eine Risiko-Lebensversicherung, mit der man nur absichert, aber nicht zusätzlich noch spart, ändert sich im Übrigen ab 2012 nichts. Man benötigt sie nicht, wenn man keine Hinterbliebenen hat oder diese nicht versorgt wissen möchte. Man unterliegt hingegen in grobem Maße falschem Geiz, wenn man Verbindlichkeiten in nicht geringem Maße (insbesondere durch eine Immobilienfinanzierung) aufgebaut hat, die seine Erben nicht abbauen könnten, und sich nicht die meist verblüffend geringen Prämien zur Absicherung des Todesfallrisikos leistet. Für Sparfüchse, die speziell die Immobilienfinanzierung abgesichert wissen wollen, gibt es degressiv kalkulierte Tarife, bei denen sich die Höhe der Versicherungssumme der im Zeitablauf immer geringer werdenden Restschuld der Darlehen anpasst. Wie bei allen Versicherungen gilt allerdings auch für eine Risiko-LV: Erst umfassend vergleichen, dann abschließen!

Vorsicht Vergleichsportale!

Montag, 10. Oktober 2011

Vergleichsportale gibt es online mittlerweile wie Sand am Meer. Wem sie nützen, ist jedoch von Fall zu Fall abhängig. Die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von konkurrierenden Angeboten kostenlos und unproblematisch das günstigste auswählen zu können, hat zweifellos Vorteile. Zuallererst für den Betreiber des Portals, der seine Dienstleistung von den teilnehmenden Anbietern vergütet bekommt. Darüber hinaus unter Umständen auch für den Nutzer, allerdings mit gewissen Einschränkungen. Es kommt zunächst darauf an, ob der Nutzer genau weiß, was er benötigt. Ist dies der Fall und existieren tatsächlich mehrere Angebote am Markt, die genau dies bieten, so ist der Preis das ausschlaggebende Kaufargument. Wenn denn auch alle relevanten Anbieter in dem jeweiligen Portal gelistet sind, bietet sich auf diese Weise eine vorzügliche Möglichkeit, mit wenig Aufwand unter Umständen viel Geld zu sparen. In der TV-Werbung sind solche Szenarien, etwa bei ein und demselben Hotelzimmer, aufgeführt. Problematisch wird das ganze nur dann, wenn der Kunde eben nicht genau weiß, was er möchte. Ob ihm dies bewusst oder unbewusst ist, ist insoweit nicht entscheidend. Sofern die einzelnen Angebote, die anhand der wenigen einzugebenden Angaben herausgefiltert werden, jeweils inhaltlich nur zum Teil übereinstimmen, vergleicht man – bewusst oder unbewusst – Äpfel mit Birnen. Deutlich wird dies insbesondere bei Versicherungen. Die Annahme, mehrere Versicherungsgesellschaften würden bei einer gleichartigen Police mit einer identischen Höhe der Absicherung auch nur annähernd das Gleiche bieten, ist leider fern jeder Realität (und von Seiten der Versicherungen auch gewünscht). Tendenziell ist es vielmehr so, dass die billigsten Angebote die meisten Haken und Ösen aufweisen. Bevor man den vermeintlich günstigsten Vertrag abschließt, der für die gewünschte Leistung angeboten wird, sollte man nicht nur den Preis, sondern auch die Versicherungsbedingungen vergleichen. Eine besonders niedrige Versicherungsprämie ist oftmals weniger ein Schnäppchen als vielmehr rausgeschmissenes Geld. Die einzige Form der Absicherung, bei der ein Vergleichsportal mehr bieten kann, als nur einen mehr oder weniger groben Anhaltspunkt, ist eine Risiko-Lebensversicherung, bei der für ein und denselben Kunden und eine konkrete Versicherungssumme für eine bestimmte Laufzeit tatsächlich die günstigste Versicherung auch die beste ist. Abgeschlossen wird sie in der Praxis immer dann, wenn eine mögliche Hinterbliebenenversorgung für den Todesfall zu gewährleisten ist. Auch hohe bestehende Verbindlichkeiten, beispielsweise in Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung, sind häufig eine Notwendigkeit, entsprechende Vorsorge zu treffen. Bei den Konditionen für eine Immobilienfinanzierung selbst sieht es schon wieder ganz anders aus, was den Nutzwert von Online-Portalen angeht. Grobe Richtwerte und Anhaltspunkte: Ja. Tatsächlich erhältliche Zinssätze, auf die man im wahrsten Sinne bauen kann: Häufig nein.

Sparen bei der Absicherung

Montag, 19. September 2011

Ein allgemein empfohlener Weg der Absicherung im Zusammenhang mit der Aufnahme größerer Darlehensbeträge ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Diese umfasst zugunsten der versicherten Person lediglich einen Todesfallschutz. “Lediglich“ bedeutet in diesem Fall, dass grundsätzlich keine weiteren Einschlüsse im Vertrag enthalten sind, die eine Zahlungspflicht der Versicherungsgesellschaft begründen würden. Dies ist auch gut so. Denn: Es geht bei dieser Variante der Lebensversicherung eben nur darum, Hinterbliebene für den Fall eines Falles dahingehend abzusichern, dass sie nicht vor einem finanziellen Scherbenhaufen bzw. dem Ruin stehen. Anders als bei kapitalbildenden Versicherungen wird bewusst kein Vermögensaufbau betrieben.
Wenn man sich dafür entscheidet, seinen potenziellen Erben das Risiko aufzubürden, bestehende Verbindlichkeiten selbst bedienen zu müssen bzw. davon ausgeht, dass diese den Nachlass ausschlagen, kann man sich diese Form der Absicherung sparen. Ansonsten wird in den allermeisten Fällen der Tatbestand des falschen Geizes erfüllt sein. Eine reine Risiko-Lebensversicherung ist in preislicher Hinsicht nämlich verblüffend günstig. Bei der Höhe der Versicherungssumme sollte im Zweifel somit ebenfalls nicht gespart werden, um die Absicherung der Hinterbliebenen zu gewährleisten. Entsprechend sind vorrangig bestehende Kredite, insbesondere eine laufende Immobilienfinanzierung, abzudecken. Darüber hinaus gehende Beträge sind in dem Maße erforderlich, wie sie der überlebende Partner benötigen würde, um finanziell sich und gegebenenfalls vorhandene Kinder für die dann eintretenden Umstände abgesichert zu sehen. Bei der Tarifwahl empfiehlt es sich, eine Variante zu wählen, bei der die jährlichen Überschüsse nicht verzinslich angesammelt werden, sondern als Sofortrabatt die Versicherungsprämie reduzieren. Ratenzuschläge, die für eine unterjährige Zahlungsweise der jährlichen Versicherungsprämie anfallen, beispielsweise einen monatlichen Zahlungsturnus, sollte man sich sparen. Eine Risikoversicherung auf zwei Leben, d.h., beide Partner, ist in der Praxis günstiger im Vergleich zu zwei eigenständigen Policen.

Alternativen zur Lebensversicherung

Mittwoch, 11. Mai 2011

Es gibt keine Alternative zu einer Lebensversicherung! Allerdings nur dann, wenn der Todesfallschutz benötigt wird. Beispielsweise im Rahmen einer Baufinanzierung ist es in vielen Fällen uneingeschränkt empfehlenswert, eine preisgünstige Risiko-Lebensversicherung parallel zu den Darlehensverträgen abzuschließen. Hierdurch wird ausgeschlossen, dass im Falle eines Falles – der Alleinverdiener oder Hauptverdiener stirbt – die Immobilie zwangsweise verwertet werden muss, häufig mit Verlusten. Dies wäre stets dann der Fall, wenn die Hinterbliebenen die Belastung durch die Finanzierung nicht mehr finanziell stemmen könnten und ein Verkauf unter Zeitdruck, oder eben gegebenenfalls zwangsweise, in die Wege geleitet werden müsste. Dass die Kosten für diese Versicherungen überaus günstig sind, so dass sie im Verhältnis zu der monatlichen Belastung aus der Immobilienfinanzierung nur einen Bruchteil ausmachen, liegt daran, dass nur das Todesfallrisiko abgedeckt wird und, anders als bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung, kein zusätzlicher Sparvorgang stattfindet. Würde man hingegen versuchen, den benötigten Risikoschutz in Höhe der Darlehen für die Eigenheimfinanzierung über eine Kapital-LV abzudecken, hätte man eine ungleich höhere monatliche Versicherungsprämie zu schultern. Obendrein hat sich dieser Sparvorgang schon seit langer zeit als nicht effizient herausgestellt, da die Renditen, die mit dieser Form der Geldanlage erzielt wurden, oftmals zu Enttäuschungen bei den Versicherungsnehmern führten. Ein Ende dieser Entwicklung, die unter anderem auf hohe Kostenbelastungen der Verträge und niedrige Zinsen zurückzuführen ist, ist nicht abzusehen. Insofern sollte man stets Risikoschutz und Geldanlage trennen. Eine Alternative zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung könnte somit in der Kombination aus Risiko-Lebensversicherung und guter privater Rentenversicherung (z.B. einer UWP-Police) liegen, eine andere Option besteht in der Kombination aus Risiko-Lebensversicherung und Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

Wie viel Schutz muss sein?

Montag, 18. April 2011

Mieter benötigen keine Sturm- und Wasserversicherung. Diese ist Sache des Hausbesitzers, welcher in der Regel die Auswahl der jeweiligen Wohngebäudeversicherung an die Hausverwaltung delegiert. Jugendliche, die das Elternhaus in Richtung erster eigener Bude verlassen, benötigen eine eigenständige Privathaftpflichtversicherung, da sie mit eigenem Wohnsitz nicht mehr über die Eltern mitversichert sind. Zieht hingegen in besagte Bude der oder die Lebensabschnittsverschöner(in) mit ein, ist eine gemeinsame Haftpflichtpolice ausreichend. Diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig es ist, anlassbezogen seinen Versicherungsschutz zu überprüfen.
Welche Versicherungen man überhaupt benötigt, hängt einerseits von den persönlichen Lebensumständen wie den familiären und beruflichen Verhältnissen ab, andererseits vom persönlichen individuellen Sicherheitsbedürfnis. Ein Muss neben den gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtversicherungen (Krankenversicherung, Pflegeversicherung, gegebenenfalls Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, gesetzliche Unfallversicherung, Kfz-Haftpflicht und Wohngebäudeversicherung) stellt die Privathaftpflicht dar. Hieran zu sparen, ist mindestens falscher Geiz, wenn nicht schlicht dumm.
Sofern ein Haushalt mit einem Alleinverdiener oder Hauptverdiener eine Baufinanzierung in Angriff nimmt, empfiehlt sich darüber hinaus der Abschluss einer Risikolebensversicherung. Diese schließt das Risiko aus, dass die Hinterbliebenen nicht in der Lage sind, den Kapitaldienst zu leisten und die Bank entsprechend gezwungen ist, Zwangsmaßnahmen zur Verwertung der Immobilie in die Wege zu leiten. Auch Familien, die nicht in eigenen vier Wänden wohnen, sollten zur Absicherung der Kinder für den Fall eines Falles entsprechend Vorsorge treffen.
Für jedermann stellen sich darüber hinaus Fragen hinsichtlich des Schutzes gegen mögliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, sei es durch Alter, Krankheit, Verschleiß oder Unfall. Eine gesetzliche Absicherung ist in den meisten Fällen nicht existent oder unterhalb des Sozialhilfeniveaus anzusiedeln. Mit den Vor- und Nachteilen einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder alternativen Schwere Krankheiten Vorsorge sollte man sich besser früher als später auseinandersetzen.