Artikel-Schlagworte: „Schufa-Auskunft“

Beurteilung der Kreditwürdigkeit

Freitag, 4. März 2011

Die Kreditwürdigkeit des Kunden wird auch als Bonität bezeichnet. Sie stellt das maßgebliche Kriterium für Kreditinstitute bei der Entscheidung dar, ob ein Kredit gewährt wird bzw. zu welchen Bedingungen und zu welchen Konditionen. Die Bonität bemisst sich in erster Linie nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Kunden, also der Frage, inwieweit dieser entsprechend seiner Einkommens- und Vermögensverhältnisse voraussichtlich in der Lage sein wird, die bestehenden und durch die Neukreditvergabe hinzukommenden finanziellen Verpflichtungen vereinbarungsgemäß und planmäßig zu begleichen. Daneben fließt in die Bonität auch die persönliche Kreditwürdigkeit ein, die naturgemäß schwieriger quantitativ zu bemessen ist und Aspekte wie die persönliche Integrität des Kunden, seine Risikoneigung und auch beispielsweise seinen Bildungsstand tangieren kann.
Die Bonitätsprüfung seitens der Banken und Sparkassen folgt oftmals standardisierten Vorgaben. Sie folgt dem Ziel, die mit dem beantragten Kredit verbundenen Belastungen der nachhaltigen Kapitaldienstfähigkeit gegenüberzustellen. Die Unterlagen, die zur Bonitätsprüfung erforderlich sind, richten sich neben den festgelegten Standards entsprechend den hausinternen Usancen des jeweiligen Kreditinstituts nach der Höhe und der Art des Kredits. Während bei einer Baufinanzierung auch Objektunterlagen erforderlich sind, die die Werthaltigkeit der Immobilie und damit die Angemessenheit des Kaufpreises bzw. der veranschlagten Herstellungskosten dokumentieren sollen, ist der Umfang der Bonitätsunterlagen bei einem privaten Ratenkredit oder Anschaffungsdarlehen für gewöhnlich geringer. Zumeist sind für eine Kreditentscheidung die Selbstauskunft des Kunden, Verdienstnachweise jüngeren Datums, aktuelle Kontoauszüge sowie eine Schufa-Auskunft ausreichend. Mitunter fordert das Kreditinstitut, das die Finanzierung übernehmen soll, zusätzlich noch eine Bankauskunft von der Hausbank des Kunden an.

Was versteht man eigentlich unter Bonität?

Freitag, 3. Dezember 2010

Der Begriff Bonität kann als Synonym für Kreditwürdigkeit angesehen werden. Neben der persönlichen Kreditwürdigkeit, die die Vertrauenswürdigkeit bzw. Zuverlässigkeit des Kreditnehmers betrifft, spielt insbesondere die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit bei der Bonitätsprüfung eine Rolle. Hierbei gehen Kreditinstitute bei der Prüfung eines Antrags auf eine Finanzierung der Frage nach, inwieweit der Kunde “gut“ für den jeweiligen Betrag ist. Dieses Prinzip gilt für Kredite jeder Größenordnung, vom Dispo bis hin zur Baufinanzierung.
Im Geschäft mit Privatkunden wird die Bonitätsprüfung heutzutage grundsätzlich standardisiert und EDV-gestützt durchgeführt. Eine Schufa-Auskunft ohne Negativmerkmale ist grundsätzlich Voraussetzung für eine Kreditvergabe. Für Selbstständige und Unternehmen wird es in aller Regel komplexer. Die Bonitätsprüfung erfolgt grundsätzlich nicht nur bei Antragstellung, sondern darüber hinaus auch fortlaufend durch Auswertung der einzureichenden Jahresabschlüsse und gegebenenfalls unterjähriger betriebswirtschaftlicher Auswertungen. In Verbindung mit dem Rating des Kunden entscheiden auch Sicherheiten, die vom Kreditnehmer zur Risikobegrenzung zur Verfügung gestellt werden, über die Bewilligung und die Konditionen bereitgestellter Finanzierungen.

Sofortkredite

Freitag, 13. August 2010

Sogenannte Sofortkredite werden vielfach beworben. Es handelt sich durchweg um normale Ratenkredite, die auch als Privatkredit, Privatdarlehen, Anschaffungsdarlehen, Persönliches Darlehen oder eben als Sofortkredit bezeichnet werden. Die Produkte sind so konzipiert, dass sie auf standardisierten Kreditvergabekriterien beruhen und auf eine schlanke, unbürokratische Abwicklung hinzielen. Die Unterlagen, die das Kreditinstitut vom Kunden benötigt, sind entsprechend überschaubar. Meist sind nur die letzten zwei bis drei Verdienstbescheinigungen sowie aktuelle Kontoauszüge notwendig. Weiterhin ist eine standardisierte Selbstauskunft auszufüllen, die Angaben zu persönlichen Daten, Arbeitgeber, Beschäftigungsdauer und finanziellen Verhältnissen (Einnahmen, Ausgaben, Vermögen, Verbindlichkeiten) vorsieht. Der Kredit kann in der Regel sofort bewilligt und auch ausgezahlt werden, sofern keinerlei Unstimmigkeiten vorliegen. Zudem dürfen aus der Schufa-Auskunft, die von der Bank heutzutage online für einen Antrag auf ein Girokonto, einen Kredit oder eine Baufinanzierung eingeholt wird, keine Negativmerkmale erkennbar sein. Zu beachten ist, dass die Kredite, mit denen als Sofortkredit geworben wird, nicht zwangsläufig besonders günstig sein müssen. Auch Kredite, die nicht als Sofortkredite bezeichnet werden, werden grundsätzlich zügig und unbürokratisch bearbeitet.

Kredite to go

Freitag, 25. Juni 2010

Ein Ratenkredit muss in erster Linie günstig sein. Dies ist nicht immer der Fall, nachdem der Antragsteller – von den mit Sternchen oder Fußnoten versehenen Top-Konditionen im Schaufenster angelockt – seinen individuell im Rahmen der Bonitätsprüfung ermittelten Zinssatz erfährt. Dass der Kredit zu den wenig berauschenden Konditionen besonders zügig und unbürokratisch zu erhalten wäre, ist heutzutage für Ratenkredite kein herausstechendes Qualitätsmerkmal mehr. Wer sich informiert, findet Banken, die sich in der Lage sehen, günstige Kredite zu Festpreisen auch an Neukunden zu gewähren. Die Bearbeitungsdauer kann der Kunde selbst beeinflussen, indem er die (wenigen) benötigten Unterlagen in Form aktueller Verdienstbescheinigungen und Kontoauszüge sowie einer Kopie eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises beibringt und sich in der Lage sieht, die Selbstauskunft unfallfrei auszufüllen und zu unterschreiben, kann bei einer Schufa-Auskunft ohne Negativmerkmale mit einer sehr zeitnahen Gutschrift des Kreditbetrages rechnen. Ob es buchstäblich ein “Kredit to go“ wird, bliebe einen Versuch wert; inwieweit informierte Kunden hierfür Bedarf haben, ist indessen fraglich.