Artikel-Schlagworte: „UWP-Policen“

Garantien kosten Geld

Freitag, 24. Juni 2011

Sicherheit hat ihren Preis. Bei der Geldanlage ist dies nicht anders. Wer auf Nummer sicher gehen will und bei einem langfristig angelegten Sparplan ausschließen möchte, dass ihm, auch wenn es noch so unwahrscheinlich ist, Verluste entstehen können, muss mit der Konsequenz leben, dass die Renditeaussichten entsprechend begrenzt bis bescheiden bleiben. Bei klassischen kapitalbildenden Versicherungen äußert sich dies in einem Garantiezins in Höhe von (noch) 2,25% auf den Sparanteil der Versicherungspämie (nach Kosten), der im Wesentlichen durch eine Geldanlage seitens der Versicherungen in annähernd risikolose Anleihen erwirtschaftet wird. Chancenorientiertere (und somit auch risikoreichere) Investments finden nur in untergeordnetem Umfang statt. Die Quittung ist eine in der Regel enttäuschende Rendite auch bei sehr lange laufenden Verträgen. In der Praxis wird allerdings die Mehrheit der ursprünglich langfristig bis hin zur Altersvorsorge geplanten Lebens- und Rentenversicherungen vorzeitig beendet. Aufgrund der hohen Kosten, die im Wesentlichen zudem in der Anfangsphase angefallen waren und somit verhinderten, dass der Zinseszinseffekt überhaupt ins Rollen kommt, handelt es sich insgesamt häufig um ein Verlustgeschäft, so dass die Garantie im Ergebnis ins Leere gelaufen ist und zu teuer bezahlt wurde.

Eine Alternative besteht darin, sich über spezielle Fondspolicen die Garantie weitaus günstiger zu sichern, nämlich nur für den Zeitpunkt, an dem sie tatsächlich benötigt wird, nämlich zum planmäßigen Vertragsende. Auf diese Weise erhält man Zugang zu Anbietern, die von vorn herein chancenorientierter bei der Anlage der ihnen anvertrauten Kundengelder vorgehen können. Wenn neben einer geringeren Kostenbelastung und einer renditeorientierten Form der Geldanlage im Ergebnis keine Abstriche bei der Sicherheit zu machen sind, spricht sehr vieles dafür, eben keine klassische Rentenversicherung abzuschließen. Verluste können entstehen (müssen aber nicht) bei UWP-Policen, die in Tests, Ratings und Ergebnissen seit Jahren blendend abschneiden, wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird, und nur dann.

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Alternativen zur Lebensversicherung

Mittwoch, 11. Mai 2011

Es gibt keine Alternative zu einer Lebensversicherung! Allerdings nur dann, wenn der Todesfallschutz benötigt wird. Beispielsweise im Rahmen einer Baufinanzierung ist es in vielen Fällen uneingeschränkt empfehlenswert, eine preisgünstige Risiko-Lebensversicherung parallel zu den Darlehensverträgen abzuschließen. Hierdurch wird ausgeschlossen, dass im Falle eines Falles – der Alleinverdiener oder Hauptverdiener stirbt – die Immobilie zwangsweise verwertet werden muss, häufig mit Verlusten. Dies wäre stets dann der Fall, wenn die Hinterbliebenen die Belastung durch die Finanzierung nicht mehr finanziell stemmen könnten und ein Verkauf unter Zeitdruck, oder eben gegebenenfalls zwangsweise, in die Wege geleitet werden müsste. Dass die Kosten für diese Versicherungen überaus günstig sind, so dass sie im Verhältnis zu der monatlichen Belastung aus der Immobilienfinanzierung nur einen Bruchteil ausmachen, liegt daran, dass nur das Todesfallrisiko abgedeckt wird und, anders als bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung, kein zusätzlicher Sparvorgang stattfindet. Würde man hingegen versuchen, den benötigten Risikoschutz in Höhe der Darlehen für die Eigenheimfinanzierung über eine Kapital-LV abzudecken, hätte man eine ungleich höhere monatliche Versicherungsprämie zu schultern. Obendrein hat sich dieser Sparvorgang schon seit langer zeit als nicht effizient herausgestellt, da die Renditen, die mit dieser Form der Geldanlage erzielt wurden, oftmals zu Enttäuschungen bei den Versicherungsnehmern führten. Ein Ende dieser Entwicklung, die unter anderem auf hohe Kostenbelastungen der Verträge und niedrige Zinsen zurückzuführen ist, ist nicht abzusehen. Insofern sollte man stets Risikoschutz und Geldanlage trennen. Eine Alternative zu einer kapitalbildenden Lebensversicherung könnte somit in der Kombination aus Risiko-Lebensversicherung und guter privater Rentenversicherung (z.B. einer UWP-Police) liegen, eine andere Option besteht in der Kombination aus Risiko-Lebensversicherung und Fonds ohne Ausgabeaufschlag.