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Prolongation

Dienstag, 28. September 2010

Die Prolongation (= Verlängerung) einer Finanzierung steht an, wenn diese vormals befristet wurde oder wenn die zwischen Kreditinstitut und Kreditnehmer vereinbarte Zinsbindungsfrist endet.
Die Verlängerung befristeter Kredite betrifft in aller Regel Dispositionskredite auf dem Girokonto, bisweilen auch eingeräumte Kreditüberschreitungen oder Kontoüberziehungen. Da es sich hierbei um außerordentlich teure Kredite handelt, drängt es sich in diesem Falle auf, anstelle einer Prolongation eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit vorzunehmen.
Eine Verlängerung von Darlehen zum Auslauf der vereinbarten Festzinsbindungsfrist hingegen wird auch als Anschlussfinanzierung bezeichnet. Sie ermöglicht dem Kunden gegebenenfalls auch, ein günstigeres Angebot eines anderen Kreditinstituts anzunehmen und eine Ablösung der Restvaluta des Darlehens in die Wege zu leiten, ohne dass hierfür eine Vorfälligkeitsentschädigung anfiele. Den klassischen Fall einer langfristigen Darlehensaufnahme mit zwischenzeitlichen Prolongationen stellt eine Baufinanzierung bzw. Immobilienfinanzierung dar.