Artikel-Schlagworte: „Versicherungen“

Einsatzmöglichkeiten einer Lebensversicherung

Dienstag, 19. November 2013

Es gibt mehrere Varianten der Lebensversicherung. Die ursprüngliche Form ist die reine Risiko-Lebensversicherung. Sie sichert das Risiko ab, dass der Versicherungsnehmer während der Vertragslaufzeit stirbt. Die Begünstigten erhalten in diesem Falle die vereinbarte Versicherungssumme ausbezahlt. Sehr sinnvoll kann der Abschluss im Zuge einer Baufinanzierung, insbesondere bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital, sein oder bei der Aufnahme größerer Kredite, sofern Hinterbliebene im Zweifelsfalle nicht in der Lage wären, die Verbindlichkeiten aus eigener finanzieller Kraft abzutragen. Eine besonders preisgünstige Variante der Risiko-Lebensversicherung beinhaltet eine degressiv fallende Versicherungssumme. Diese orientiert sich an der im Zeitablauf noch ausstehenden Restschuld der aufgenommenen Finanzierung. Der Risikoschutz sinkt also in dem Maße, wie sich die Darlehen durch laufende Tilgungen reduzieren. Eine Kapitallebensversicherung ist deutlich teurer. Dies liegt daran, dass über den reinen Risikoschutz hinaus ein langfristiger Sparvertrag zur Vermögensbildung bedient wird. Die langjährige Praxis hat jedoch gezeigt, dass die Kapitallebensversicherung in aller Regel suboptimale Ergebnisse abliefert. Grundsätzlich ist anzuraten, anstelle des Kombiproduktes Kapitallebensversicherung eine Trennung von Risikoschutz und Kapitalanlage vorzunehmen, beispielsweise durch Abschluss einer Risiko-Lebensversicherung und einer privaten Rentenversicherung. Versicherungen, die zufriedenstellende Ergebnisse bei Schutz und Rendite bieten, sind in der Praxis selten anzutreffen.

Fondsgebundene und klassische Versicherungen

Donnerstag, 8. August 2013

Eine fondsgebundene Lebensversicherung, auch Fondspolice genannt, ist eine in Deutschland relativ moderne Variante der Lebensversicherung. Wie bei klassischen kapitalbildenden Versicherungen werden die Beiträge einerseits zur Abdeckung des Todesfallrisikos, andererseits zur Kapitalbildung eingesetzt. Diese Form der Kombination ist allerdings nur selten zu empfehlen: Hinsichtlich des Todesfallschutzes sollte zunächst überlegt werden, ob man ihn wirklich benötigt. Ein Familienvater, aus dessen Einkommen die Baufinanzierung des Eigenheims bestritten wird, fährt mit dem Abschluss einer reinen Risikolebensversicherung, deren Absicherung an die Höhe der ausstehenden Finanzierung gekoppelt ist, erheblich günstiger. Die Ersparnis gegenüber einer kapitalbildenden Lebensversicherung lässt sich etwa zum langfristigen Vermögensaufbau mit Hilfe einer renditeorientierten Rentenversicherung nutzen oder zum beschleunigten Schuldenabbau durch Sondertilgungen. Letzteres ist insbesondere bei einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital zu empfehlen, welche man in Zeiten extrem niedriger Zinsen abgeschlossen hat.
Anders als bei einer klassischen Lebensversicherung, bei der die Kapitalanlage durch die Versicherungsgesellschaft selbst in deren Deckungsstock erfolgt, werden bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung die Sparbeiträge des Versicherungsnehmers in Fonds angelegt. Die Auswahl des oder der Investmentfonds obliegt grundsätzlich dem Versicherungsnehmer unter Berücksichtigung seines individuellen Risikoprofils. Zumeist bieten Versicherungsgesellschaften mehrere Fonds unterschiedlicher Risikoklassen von diversen Kapitalanlagegesellschaften zur Auswahl an. Insbesondere Aktienfonds bieten die Möglichkeit, langfristig eine höhere Rendite zu erzielen als die tendenziell konservative Direktanlage seitens der Versicherungsgesellschaften. Allerdings ist durch eine Fondsanlage das Risiko eines teilweisen Verlustes nicht auszuschließen, da grundsätzlich die eingezahlten Beiträge für den Zeitpunkt der Fälligkeit des Versicherungsvertrages nicht garantiert sind. Allerdings bieten die meisten Versicherungsunternehmen in ihren Vertragsbedingungen einen Wechsel der Fonds an, bezogen auf das bisher angesammelte Kapital und/oder die Anlage künftiger Sparbeiträge. Auch ein automatisches Ablaufmanagement, bei denen das Fondsguthaben sukzessive von risikoreichen Aktienfonds in konservative Rentenfonds umgeschichtet wird, ist keine Seltenheit mehr.

Traditionelles Instrument zur Vorsorge und Absicherung

Dienstag, 14. Mai 2013

Die Lebensversicherung ist ein Produkt mit langer Tradition. Sie wird in zahlreichen Varianten von vielen Versicherungen angeboten und erfüllt mehrere Zwecke. Es gibt als Grundformen die kapitalbildende Lebensversicherung und die Risikolebensversicherung.
Die Risikolebensversicherung ist die deutlich preisgünstigere Variante, da sie lediglich das Todesfallrisiko des Versicherungsnehmers bzw. der versicherten Person während der Vertragslaufzeit absichert. Sie wird häufig eingesetzt, um Familienangehörige im Falle des Ablebens des Allein- oder Hauptverdieners dahingehend abzusichern, dass bestehende finanzielle Verpflichtungen weiterhin bedient werden können. Entsprechend werden Risikolebensversicherungen vielfach im Zuge einer Immobilienfinanzierung abgeschlossen, um im Falle eines Falles den finanziellen Ruin abwenden zu können.
Demgegenüber sichert eine kapitalbildende Lebensversicherung sowohl das Todesfallrisiko als auch das sogenannte Langlebigkeitsrisiko ab, d.h., die vereinbarte Versicherungssumme wird im Todesfall des Versicherungsnehmers fällig, alternativ gerät das angesparte Kapital inklusive aller aufgelaufenen Erträge im Erlebensfalle zur Auszahlung. Die kapitalbildende Lebensversicherung ist aus diesem Grund ein weit verbreitetes Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau und ein vielfach genutztes Produkt zur Stärkung der privaten Altersvorsorge. Üblicherweise besteht bei Fälligkeit der Lebensversicherung ein Wahlrecht zwischen einer Einmalauszahlung und einer Verrentung des Kapitals auf eine begrenzte oder unbegrenzte Laufzeit. Insofern stellt eine kapitalbildende Lebensversicherung eine Kombination aus einer Risikolebensversicherung und einer Rentenversicherung dar. Zu unterscheiden ist hinsichtlich der Form der Kapitalanlage zwischen einer klassischen Versicherung und einer Fondspolice, bei der die Sparbeiträge in Fonds investiert werden. Bei letzterer Variante sind zwar grundsätzlich höhere Renditen möglich, wofür im Gegenzug üblicherweise geringere Garantieleistungen seitens der Versicherungsgesellschaft zugesagt werden. Über Vor- und Nachteile einer Lebensversicherung und die Alternativen sollte man sich vor Abschluss von unabhängiger Seite informieren lassen, da es sich um grundsätzlich sehr langfristig angelegte Verträge handelt.

Frühzeitig riestern lohnt sich

Mittwoch, 13. März 2013

Der frühe Vogel fängt den Wurm, auch bei der Altersvorsorge mit Riester. Berufsstarter verfügen über einen nur geringen finanziellen Spielraum. Meistens müssen von der Ausbildungsvergütung auch Miet- und sonstige Kosten bestritten werden. Dennoch besteht ein lukratives Angebot seitens des Staates, bereits mit sehr geringen Beträgen eine zusätzliche staatliche Förderung zu erhalten. Die Riester-Rente hat grundsätzlich den Nachteil, dass sie nur für die Stärkung der privaten Altersvorsorge geeignet ist, dennoch sollten insbesondere Berufsstarter sich frühzeitig hiermit vertraut machen und einen möglichst renditestarkes Angebot auswählen.
Im ersten Jahr der Berufstätigkeit reicht es in der Regel bereits, lediglich den Sockelbetrag von 60 € auf seinen Riester-Vertrag einzuzahlen, was einem monatlichen Aufwand von lediglich 5 € entspricht, um einerseits den einmaligen Berufsstarterbonus von 200 €, andererseits die volle staatliche Altersvorsorgezulage von 154 € zu erhalten. Später kann der monatliche Betrag bei einem höheren Einkommen flexibel angepasst werden, um sich weiterhin die maximale Zulage zu sichern und die staatliche Förderung insgesamt durch Steuervergünstigungen zu optimieren. Hierzu ist kein weiterer Altersvorsorgevertrag notwendig. Der bestehende Riester-Vertrag wird lediglich flexibel an die individuellen Bedürfnisse angepasst. Möglich ist dies insbesondere, wenn man Fonds, die für die Riester-Rente als Sparplan zertifiziert sind, auswählt. Fondspolicen als Riester-Vertrag bieten ebenso wie Riester-Fonds nach allgemeinen Erfahrungen auf lange und sehr lange Sicht die höchsten Renditechancen, da sie zu einem maßgeblichen Anteil auf Aktien setzen. Gegen Ende der vereinbarten Laufzeit, wenn der Beginn des Ruhestands zunehmend in Blickweite gelangt, wird grundsätzlich automatisch auf risikolosere Anlagen umgeschichtet, um Verluste auf der Zielgeraden minimieren zu können. In aller Regel sind Fonds im Mantel von Versicherungen mit etwas höheren Kosten für den Anleger belastet als reine Riester-Fonds, die als Sparplan zur Verfügung stehen. Unabhängig davon, welche Variante man wählt, kann das angesparte Guthaben, ohne die staatliche Förderung zu verlieren, zu einem späteren Zeitpunkt für den Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie verwendet werden, ebenso wie zur Ablösung einer entsprechenden Immobilienfinanzierung.

Vorsorge mit der eigenen Immobilie

Dienstag, 5. Februar 2013

Immobilien als Instrument zum langfristigen Vermögensaufbau bis hin zur privaten Altersvorsorge werden in verschiedenen Studien und Umfragen sehr häufig als sehr sicher und dementsprechend besonders geeignet angesehen. Im Vergleich zu anderen Vermögensformen wird neben anderen Argumenten, die teilweise durch die Erfahrungen aus der jüngsten Finanzkrise induziert sind, insbesondere auf die langfristige Wertstabilität von Wohnimmobilien sowie, vor dem Hintergrund einer latenten Inflationsangst, auch auf den Aspekt einer im Vergleich zu Geldwerten geringeren Gefahr einer Wertminderung durch nachhaltige überdurchschnittliche Steigerungen der allgemeinen Preissteigerungsrate, Inflation, abgestellt. Der lastenfreie Besitz eines Eigenheims bzw. einer Eigentumswohnung, bei der die ehemals bestehende Immobilienfinanzierung bereits eine vollständige Tilgung erfahren hat,  gewährleistet als weiteres Argument, das für Immobilien als Bestandteil der privaten Altersvorsorge spricht, angesichts der ersparten Miete in der Zeit des beruflichen Ruhestands eine nicht zu unterschätzende Entlastung der privaten Finanzen bzw. des monatlich zur stehenden Einkommens.

Die Risiken, die mit der Anschaffung einer selbstgenutzten Immobilie einher gehen, lassen jedoch nicht jedermann von diesem Vorsorgeinstrument überzeugt sein. So ist ein Eigenheim, auch wenn es staatlicherseits durch eine attraktive Förderung unterstützt wird, beispielsweise durch Wohn-Riester, dennoch als ein immenser finanzieller Kraftakt anzusehen. Insbesondere, wenn man ohnehin mehr Wert auf Flexibilität legt, was sowohl die privaten Finanzen angeht als auch sein Domizil, bietet es sich insoweit an, andere Optionen zur Aufstockung seiner langfristigen Vermögensbasis in Betracht zu ziehen, beispielsweise gute Fonds oder empfehlenswerte kapitalbildende Versicherungen.

Langfristige Geldanlage

Montag, 7. Januar 2013

Geldanlagestrategien, die ursprünglich langfristig angelegt waren, sollten grundsätzlich nicht über den Haufen geworfen werden, nur weil kurzfristige Verluste für Missmut sorgen. Fonds sollten entsprechend bei kurzfristigen Schwankungen nach unten oder auch oben nicht Hals über Kopf verkauft werden. Anderenfalls liefe man Gefahr, eine langfristig ausgelegte Strategie, die gegebenenfalls clever ausgeklügelt unter Berücksichtigung des individuellen Risikoprofils wurde, unnötigerweise zu verwerfen, indem man entweder Verluste realisiert oder mangels Geduld kurzfristige Kursgewinne realisiert.

Zielführender ist es in aller Regel, langfristig angelegte Strategien zum Vermögensaufbau, insbesondere zur Altersvorsorge, konsequent zu verfolgen, indem etwa regelmäßig kleinere Beträge über einen Sparplan investiert werden. Je länger die planmäßige Spardauer veranschlagt ist, desto besser können auch risikoreichere Anlageformen wie Aktien über Fonds beigemischt werden. Diese Methode führt über den Cost-Average-Effekt dazu, dass bei einer schwierigen Börsensituation, die durch vergleichsweise niedrige Aktienkurse gekennzeichnet ist, mehr Anteile für den regelmäßigen Sparbeitrag erworben werden. Da alle Anteile bei steigenden Kursen einen Wertzuwachs erzielen, führt ein Fondssparplan, der konsequent bedient wird, unter gleichen Umständen zu einem höheren Wertzuwachs im Vergleich zu einer Direktanlage. Zudem mindert regelmäßiges Sparen das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt einzusteigen. Eine Alternative, bei dem ein regelmäßiger Fondswechsel automatisch, planmäßig und für den Kunden kostenlos vollzogen wird, findet im Rahmen eines sogenannten Ablaufmanagements statt, welches in empfehlenswerten fondsgebundenen Versicherungen (Fondspolicen) angeboten wird. Die Kosten fallen hierbei grundsätzlich höher aus als bei einem gewöhnlichen Fondssparplan, auch wenn die Versicherung als Großabnehmer die Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben kann. Auf der anderen Seite sind Fonds im Rahmen eines Versicherungsmantels nicht von der Abgeltungssteuer betroffen. Man erwirbt zudem Anrechte auf lebenslange Rentenzahlungen, auf Wunsch auch mit Garantieleistungen.

Absicherung der Arbeitskraft

Dienstag, 13. November 2012

Eine Krankenversicherung kommt für Krankheitskosten auf. Allerdings nicht in unbegrenztem Umfang, egal, ob man gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Letztlich droht bei schweren Krankheiten nicht nur der Verlust des Arbeitsplatzes, falls man als Arbeitnehmer berufstätig ist. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit oder gar deren Verlust ist, soweit sie auf Dauer besteht und nicht nur vorübergehend gegeben ist, nicht mehr durch Leistungen gedeckt, die durch die Krankenversicherung, egal, ob gesetzlich oder privat, erbracht würden.
Insbesondere für schwere Krankheiten, beispielsweise Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt, die geeignet sind, die Arbeitsfähigkeit grundlegend zu beeinträchtigen, gibt es eine gesonderte Versicherung, die Dread Disease Police. Der Leistungsfall tritt hierbei im Falle der Diagnose einer von diversen, vertraglich genau bestimmten schweren Krankheiten ein. Die Versicherung leistet in diesem Fall keine monatliche Rente, deren weiterer Bezug – so die Problematik bei alternativen Gattungen von Versicherungen (Berufsunfähigkeitsversicherung oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung) – von dem fortdauernden Gesundheitszustand der versicherten Person abhängig wäre, sondern eine steuerfreie Einmalzahlung. Auch eine vollkommene Genesung zu einem späteren Zeitpunkt führt nicht etwa zu einer Rückzahlungsverpflichtung. Die Versicherungsleistung kann nach eigenem Ermessen und damit flexibel für notwendige krankheitsbedingte Einmalaufwendungen, für eine laufende Erhöhung des monatlichen Einkommens, zum Beispiel durch Einrichtung eines Auszahlplans aus einem Fonds, oder für Sondertilgungen bei einer bestehenden Baufinanzierung verwendet werden, um hierdurch durch eine Entschuldung für eine Entspannung der finanziellen Lage zu sorgen.

Eine Folge des Zinstiefs

Donnerstag, 6. September 2012

Was den Häuslebauer freut, sorgt beim Geldanleger für Verdruss: Die extrem niedrigen Zinsen, die eine Baufinanzierung bereits seit Längerem im Vergleich zu langjährigen Durchschnittswerten drastisch verbilligt haben, sorgen für Magerkost in Sachen Rendite. Dieses Dilemma stellt auch Versicherungsunternehmen vor ungeahnte Herausforderungen, mit „sicheren“ Geldanlagen den Garantiezins und zusätzliche Überschüsse zu erwirtschaften. Als Konsequenz rücken zunehmend fondsgebundene kapitalbildende Versicherungen, auch Fondspolicen genannt, in den Fokus. Fondspolicen sind eine in Deutschland relativ junge Variante von kapitalbildenden Versicherungen, die zum langfristigen Vermögensaufbau bzw. zur Altersvorsorge angeboten werden. Anders als bei einer klassischen Lebens- oder Rentenversicherung, bei der die Kapitalanlage durch die Versicherungsgesellschaft selbst in deren Deckungsstock erfolgt, werden bei Fondspolicen die Sparbeiträge des Versicherungsnehmers in Investmentfonds angelegt. Die Auswahl des oder der Fonds obliegt grundsätzlich dem Versicherungsnehmer unter Berücksichtigung seines individuellen Risikoprofils. Zumeist bieten Versicherungsgesellschaften mehrere Fonds unterschiedlicher Risikoklassen von diversen Kapitalanlagegesellschaften zur Auswahl an. Insbesondere Aktienfonds bieten die Möglichkeit, langfristig eine höhere Rendite zu erzielen im Vergleich zur tendenziell konservativen Direktanlage seitens der Versicherungsgesellschaften. Allerdings ist durch eine Fondsanlage das Risiko eines teilweisen Verlustes nicht auszuschließen, da grundsätzlich die eingezahlten Beiträge für den Zeitpunkt der Fälligkeit des Versicherungsvertrages nicht garantiert sind. Allerdings bieten die meisten Versicherungsunternehmen in ihren Vertragsbedingungen einen Wechsel der Fonds an, bezogen auf das bisher angesammelte Kapital und/oder die Anlage künftiger Sparbeiträge. Auch ein automatisches Ablaufmanagement, bei denen das Fondsguthaben sukzessive von risikoreichen Aktienfonds in konservative Rentenfonds umgeschichtet wird, ist keine Seltenheit mehr.
Grundsätzlich sollte eine Fondspolice durch ihre Ausstattung einen wesentlichen Mehrwert gegenüber einem reinen Fondssparplan beinhalten, um die – meist deutlich höheren – Kosten zu rechtfertigen. Hierunter fallen Garantien, Mindestrenditen, Ablaufmanagement oder der Zugang zu qualitativ hochwertigen Fonds, die ansonsten, beispielsweise aufgrund hoher Mindestanlagebeträge, nicht erhältlich sind. Vor dem Abschluss sollte man sich, wie bei allen Versicherungen, eingehend informieren und von unabhängiger Seite mit Argumenten pro und contra versorgen lassen.

Nicht zu teuer absichern

Mittwoch, 1. August 2012

Versicherungen werden von Seiten der Banken und Sparkassen oftmals angeboten, um einen Ratenkredit abzusichern. Eine Restschuldversicherung soll hierbei die noch nicht getilgte Kreditsumme im Falle des Ablebens des Kreditnehmers während der Laufzeit der Finanzierung in einer Summe als Versicherungsleistung erbringen. Zusätzlich ist mitunter auch in den Versicherungsbedingungen vorgesehen, dass die Versicherungsgesellschaft die vereinbarten Kreditraten bei längerer Krankheit und/oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers übernimmt.
Während es im Zusammenhang mit dem Abschluss einer Baufinanzierung uneingeschränkt zu empfehlen ist, die Risiken, die darin bestehen, dass die Hinterbliebenen nach dem Tod des Allein- oder Hauptverdieners die Immobilie finanziell nicht halten können, ist dies in Bezug auf die meist überschaubaren Summen eines Ratenkredites zu hinterfragen. Eine Restschuldversicherung muss im Ergebnis häufig als zu teuer angesehen werden. Erschwert wird diese Erkenntnis in der Praxis für den Kunden dadurch, dass die Versicherungsprämien grundsätzlich nicht zusammen mit den Finanzierungskosten (Zinsen und etwaige sonstige Entgelte) in die Berechnung des Effektiven Jahreszinses einzubeziehen sind, es sei denn, der Abschluss würde von Seiten des Kreditinstituts als formale Auflage für eine positive Kreditentscheidung gemacht. Laut Preisangabenverordnung wären die Versicherungskosten ansonsten in den Effektivzins einzurechnen. Der Unterschied beläuft sich häufig auf eine Größenordnung von zusätzlichen 6 bis 7% p.a.!
Als deutlich preisgünstigere Alternative steht für angehende Kreditnehmer eine klassische Risikolebensversicherung mit degressiv fallender Versicherungssumme zur Verfügung, die idealerweise nach Durchführung eines Preis-Leistungs-Vergleiches durch einen unabhängigen Finanzdienstleister abgeschlossen und an die finanzierende Bank oder Sparkasse abgetreten wird.

Finanzielle Vorsorge treffen

Mittwoch, 2. Mai 2012

Finanzielle Vorsorge treffen

Wenn es darum geht, bestehenden bzw. absehbaren Lücken hinsichtlich seiner Altersvorsorge zu begegnen, sieht man sich einer Vielzahl von möglichen Optionen gegenüber, die in Bezug auf Flexibilität, Sicherheit, steuerliche Komponenten, Renditeaussichten und auch nach anderen Kriterien jeweils keine eindeutige Schlussfolgerung zulassen, inwieweit sie geeignet sind, die individuell bestehenden Ziele und Problemstellungen lösen zu können. Um das Vorsorgeproblem quantitativ messbar zu machen und in einem zweiten Schritt (gegebenenfalls nach dem Ausschlussprinzip) einzelne Instrumente verwerfen zu können, kann es eine probate Methode sein, sich durch unabhängige Finanzdienstleister, die alle Spielarten der privaten und/oder ebenfalls privaten, aber zusätzlich staatlich geförderten Altersvorsorge anbieten, dabei aber unabhängig insbesondere von den Interessen einzelner Produktanbieter agieren können, also weder hinsichtlich eines bestimmten Produkts noch eines oder mehrerer Anbieter fixiert sind, informieren zu lassen. Zum Beispiel sind kapitalbildende Versicherungen, also eine Lebens- oder (besser!) Rentenversicherung, eine von mehreren Optionen, die allerdings beträchtliche qualitative Unterschiede zwischen einzelnen Angeboten beinhalten.

Ganz grundsätzlich haben bei der Wahl der geeigneten Instrumente die individuellen Zielsetzungen und auch die persönliche Risikobereitschaft im Vordergrund zu stehen. Allerdings ist ebenso darauf zu achten, dass die Kosten, die in Zusammenhang mit der jeweiligen Form der Geldanlage anfallen, nicht unnötig hoch ausfallen. Beispielsweise kann man Fonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben, wodurch man effektiv Kosten spart, die ansonsten an der Rendite zehren würden. In der Praxis ist es bisweilen allerdings so, dass derartige Rabatte nur derjenige bekommt, der explizit danach fragt. So gesehen, verfallen bestehende Sparpotenziale in manchen Fällen ungenutzt. Dasselbe Prinzip findet sich nicht nur bei Fragen rund um die Geldanlage, sondern auch bei Finanzierungen jedweder Couleur. So besteht durchaus die Möglichkeit, neben der öffentlichen Förderung, die ohnehin in Zusammenhang mit einer Baufinanzierung zu einer meist nicht unwesentlichen Ersparnis führt, hierauf als Sahnehäubchen noch Rabatte zu erhalten, die durch versierte unabhängige Finanzdienstleister auf die Programmkreditkonditionen gewährt werden können.