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Zinserhöhung

Freitag, 8. Juli 2011

Wie von den meisten Beobachtern im Vorfeld erwartet, hat die EZB am gestrigen Donnerstag einen weiteren Zinsschritt vorgenommen: Der Leitzins wurde von 1,25 Prozent auf 1,5 Prozent erhöht. Begründet wurde die Anhebung mit Inflationssorgen. Diese könnten dazu führen, dass in diesem Jahr noch zumindest ein weiterer Zinsschritt ansteht. Ungeachtet dessen sollte man sich vergegenwärtigen, dass die Zinsen weiterhin sehr niedrig sind. Dies gilt sowohl für Guthabenzinsen auf Sparbüchern und für Tagesgeld oder Festgeld. Die Erhöhung des Leitzinses wird hieran nichts ändern. Auch Baugeld war und bleibt insbesondere im langjährigen Vergleich günstig.

Zinsentscheidung

Mittwoch, 6. Juli 2011

Morgen naht die nächste Zinsentscheidung. Beobachter gehen überwiegend davon aus, dass die EZB den nächsten Zinsschritt folgen lassen wird. Darauf deutete zumindest die Wortwahl hinsichtlich der Sorge bezüglich der Inflationsrisiken bei der letzten Zinserhöhung hin. Gegen einen weiteren Zinsschritt vor der Sommerpause spricht allenfalls die noch nicht eben brummende Konjunktur insgesamt. Wobei “insgesamt” in Verbindung mit dem Euroraum zunehmend weniger zusammenpasst, vgl. Griechenland, Portugal etc.

Fakt ist, dass die Zinsen in jedem Falle niedrig bleiben, abgesehen von den Konditionen für kurzfristige Kredite auf dem Girokonto (Dispo für Privatkunden, Kontokorrentkredite für Firmenkunden). Ob eine Erhöhung des EZB-Leitzinses in diesen Segmenten auf dem stolzen, meist zweistelligen Niveau noch von den Kreditinstituten weitergegeben werden kann, ist fraglich.

Weitere Zinserhöhung in Sicht

Dienstag, 14. Juni 2011

Ausgehend von den jüngsten Äußerungen seitens des EZB-Präsidenten ist mit einer weiteren Erhöhung des Leitzinses in absehbarer Zeit, vermutlich sogar in einem Monat, zu rechnen. Unabhängig davon, wie hoch dieser ausfallen wird, ist in jedem Falle davon auszugehen, dass Sparer weiterhin mit nicht eben üppigen Renditen für ihre klassischen Geldanlagen leben müssen und dass Baugeld sich zwar weiter von den historischen Tiefstständen im letzten Herbst entfernen wird, aber dennoch im langfristigen Vergleich als sehr günstig zu bezeichnen ist. Inwieweit der sich abzeichnende Trend weg vom billigen Geld nachhaltig sein wird und man auf mittlere Sicht wieder – bei weiteren möglichen Zinserhöhungen oder, insbesondere bei längeren Laufzeiten, durch Angebot und Nachfrage – von höheren Zinsen sprechen kann, ist aus heutiger Sicht noch völlig spekulativ. Wesentliche Einflussfaktoren sind hierbei Konjunktur und Inflation, welche ihrerseits wiederum nicht völlig unabhängig voneinander sind. Für Geldanleger gewinnen in einem Szenario steigender Zinsen tendenziell Geldmarktfonds, die als Fonds ohne Ausgabeaufschlag beim Erwerb in der Regel mit keinen Nebenkosten verbunden sind, wieder an Attraktivität im Vergleich zu einer Festgeldanlage. Wer hingegen eine laufende Baufinanzierung zu bedienen hat und wessen Anschlussfinanzierung noch nicht unmittelbar vor der Tür steht, der sollte sich um Modalitäten sowie Vor- und Nachteile, die mit einem Forward Darlehen verbunden sind, zumindest eingehend vertraut machen, um seine Möglichkeiten zum Schutz vor steigenden Zinsen zumindest einschätzen und bewerten zu können.

EZB-Zinserhöhung

Montag, 11. April 2011

Vergangenen Donnerstag war es soweit: Erstmals seit 2008, dem Höhepunkt der Finanzkrise, wurde der Leitzins erhöht, und zwar von historisch niedrigen 1,00% auf 1,25%. Die Nachrichtenflut war im Folgenden vergleichsweise dramatisch, vermutlich verursacht durch die Begründung der Notenbanker: Steigende Inflationsgefahren. Ob eben diese tatsächlich nachhaltig gegeben sind und im weiteren Verlauf des Jahres zu einer tatsächlichen Zinswende führen werden, darüber lässt sich trefflich streiten oder besser spekulieren. Jedenfalls hat die Börse die Zinserhöhung überaus gelassen hingenommen. Dass die Politik des extrem billigen Geldes zu Ende gehen würde, war im Vorfeld bereits erwartet worden. Dem Euro, obgleich angeschlagen durch Portugal, geht es – zumindest im Verhältnis zum Dollar – auch gut (vielleicht auch wegen Portugal, da insoweit zumindest die Luft in Form der Unsicherheit raus ist).
Mit einigem Abstand lässt sich festhalten, dass die Zinsen im langjährigen Vergleich weiterhin günstig sind. Im mittel- bis langfristigen Bereich, der für eine Baufinanzierung von Bedeutung ist, waren sie schon sukzessive seit Herbst gestiegen. Der Bund-Future beispielsweise hat sich schon längst von seinen Rekordmarken entfernt, allerdings nicht flankiert durch eine Nachrichtenflut. Dennoch sind die Preise für Baugeld weiterhin im langfristigen Vergleich als günstig bis sehr günstig zu bezeichnen. Wer nicht sofort eine Immobilienfinanzierung in Angriff nehmen möchte oder wessen Zinsbindungsfrist noch nicht unmittelbar vor dem Ablauf steht, für den könnte es nunmehr Sinn machen, die Konditionen für ein Forward Darlehen auszuloten. Dies mindert das Risiko, dass man weiteren Zinserhöhungen tatenlos zusehen muss.