Artikel-Schlagworte: „Zinsniveau“

Schweizer Franken an Euro gekoppelt

Donnerstag, 8. September 2011

Die Schweizer Nationalbank hält den Franken für überbewertet und hat angekündigt, künftig bei Unterschreitung eines Mindestwechselkurses von 1,20 CHF je EUR zu intervenieren. Auslöser der Koppelung sei die Gefahr insbesondere für die Exportwirtschaft, die von einem zu starken Franken ausgehe.
Die Währung der als sicherer Hort gerade in Krisenzeiten geltenden Eidgenossenschaft war in diesem Jahr von einem Rekordhoch zum nächsten gejagt, sowohl in Relation zum Euro als auch zum US-Dollar. Parallelen zum Goldpreis sind offensichtlich. Jüngst wurde bereits seitens der Schweizer Nationalbank eine Zinssenkung vorgenommen, um dem aufgrund der massiven Franken-Nachfrage am Devisenmarkt durch eine geringere Attraktivität beizukommen. Diese Maßnahme zeigte sich jedoch ohne nachhaltige Wirkung. Das Mittel weiterer Zinssenkungen steht nurmehr kaum mehr zur Verfügung, da man bereits nahe an der Nulllinie angekommen ist. Insofern bleibt abzuwarten, inwieweit die Rekordserie des Schweizer Frankens durch Interventionen beendet werden kann, falls bei einer längeren Andauer oder gar Verschärfung der derzeitigen Krisen(diskussion) weiterhin ausschließlich sichere Häfen als Anlaufstelle für internationales Kapital gefragt sind. In jedem Fall riskant ist es, sich das historisch niedrige Zinsniveau in der Schweiz durch Aufnahme einer Immobilienfinanzierung in CHF zu Nutze machen zu wollen!

Zinsniveau weiterhin niedrig

Montag, 5. September 2011

Nach Lage der Dinge wird die EZB in Kürze keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen. Das weiterhin ungemein niedrige Zinsniveau sollte uns somit bis auf Weiteres erhalten bleiben. Jüngste Aussagen deuten jedenfalls darauf hin, dass am kommenden Donnerstag kein weiterer Zinsschritt vorgenommen werden wird. Für eine Beibehaltung des Status Quo spricht jedenfalls die Schuldenproblematik ebenso wie die noch nicht Bäume ausreißende Konjunktur. Da der EZB-Leitzins zwar unmittelbar nur die Konditionen im Interbankenmarkt für kurzfristiges Geld diktiert, aber für das Zinsniveau insgesamt eine maßgebliche Signalwirkung hat, ist damit zu rechnen, dass auch Baugeld weiterhin sehr günstig bleibt. Profitieren lässt sich hierbei bei neu zu beantragenden Finanzierungen ebenso wie bei einer anstehenden Anschlussfinanzierung.

Dispozinsen bleiben zu hoch

Mittwoch, 15. September 2010

Das Zinsniveau stellt sich weiterhin als historisch niedrig dar. Überall? Nicht bei privaten Dispositionskrediten auf dem Gehaltskonto! Weiterhin bewegen sich die Dispozinsen überwiegend im zweistelligen Bereich; Stiftung Warentest spricht in der aktuellen Ausgabe von “Finanztest“ entsprechend von dem Dispo als Kostenfalle. Für Ratenkredite lassen sich deutlich bessere Konditionen finden. Der Zinsvorteil reicht mitunter sogar aus, um die Tilgung zu finanzieren. Denn diese ist die eigentliche Crux bei Dispokrediten: Sie findet nicht statt, sofern der Kontoinhaber/Kreditnehmer nicht selbstständig hierfür Sorge trägt. Wer sein Konto dauerhaft im Soll führt, sollte aus diesem Grund nicht zögern, eine Umschuldung in Angriff zu nehmen: Anstelle eines happigen vierteljährlichen Rechnungsabschlusses für das Girokonto, bei dem neben etwaigen Kontoführungsgebühren die Zinsen für die Inanspruchnahme des Dispos belastet werden, wird monatlich (oder auch vierteljährlich) die Rate für den Kredit fällig, die neben (niedrigeren) Zinsen auch einen Tilgungsanteil enthält. Auf das Jahr gerechnet, ergibt sich eine nicht unerhebliche Ersparnis. Außerdem findet eine Entschuldung statt, gewissermaßen genauso schleichend, wie zuvor der Sollsaldo auf dem Girokonto angewachsen war.